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Noam Zur

1981 in Israel geboren, ist Noam Zur einer der renommiertesten jungen Dirigenten seines Landes. Im Januar 2003 wurde er in das Dirigentenforum des Deutschen Musikrates aufgenommen. Von 2005 bis 2007 war er Erster Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor des Theaters und Philhar-
monischen Orchesters der Stadt Heidelberg. Im September 2006 wurde Noam Zur von Maître Pierre Boulez als musikalischer Assistent sowie "Künstlerischer Berater und Dirigent" des 2006-2008 Composer Project im Rahmen der Lucerne Festival Academy ernannt. Er widmet sich besonders der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts und trat 2009 mit der Transsilvanischen Staatsphilharmonie in einem Zyklus zur Ersten und Zweiten Wiener Schule auf.

In Heidelberg dirigierte Noam Zur u. a. zwei Opern zeitgenössischer Komponisten – die Premiere von „Berenice“ von Johannes Maria Staud sowie die europäische Erstaufführung von Daniel Catans „Florencia en el Amazonas“. „St. Nicolas“ von Benjamin Britten wurde in Europa erstmals szenisch unter seiner Leitung aufgeführt. Zusätzlich dirigierte er zahlreiche Vorstellungen von „Don Giovanni", „Der Wildschütz", „Le nozze di Figaro" und „Madama Butterfly", die Neuproduktionen "Frau Luna“ und „Il barbiere di Siviglia" sowie „Werther".

Noam Zur dirigierte Orchester im In- und Ausland, wie z.B. das Israel Philharmonic Orchestra, das Orchester des Staatstheater Kassel, die Bochumer Symphoniker, das Jerusalem Symphony Orchestra und das Israel Chamber Orchestra. Zu dem Johannesburg Philharmonic Orchestra entwickelte er bereits bei seinem Debüt 2004 eine besondere Bindung und gastiert nun regelmäßig in Südafrika.

In der Saison 2007/08 war Noam Zur regelmäßig am Aalto-Theater Essen zu Gast und wurde von 2008 bis 2010 als Erster Kapellmeister an dieses Haus verpflichtet. Seit 2007 dirigierte er dort u. a. Vorstellungen von „Turandot“, „La Bohème“, „Tosca“ und „Carmen“ sowie die Neuproduktionen der Opern „Fürst Igor“ (Alexander Borodin) und „Nabucco“ sowie die Ballettproduktion „Coppelia“ (Léo Delibes). In dieser Spielzeit wird Noam Zur u. a. die Neuproduktion „La Sylphide“ mit dem Aalto-Ballett dirigieren.

2010 wird er im Rahmen des Programms der Europäischen Kulturhauptstadt Essen eine Neu-
produktion von Henzes „Elegie für junge Liebende“ sowie eine konzertante Aufführung von Bizets „Die Perlenfischer“ leiten.

An der Volksoper debütiert Noam Zur 2010 mit einigen Vorstellungen von Mozarts „Zauberflöte“.

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien