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Günter Haumer

studierte zunächst Klarinette an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien bei Prof. Peter Schmidl. Es folgten Studien in Gesang an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und am Royal College of Music in London.

Gesangsunterricht erhielt Günter Haumer bei KS Wicus Slabbert und Prof. Helena Lazarska. Meisterkurse bei KS Walter Berry, Roger Vignoles, Graham Johnson, Michael Chance, Wolfgang Holzmair, David Lutz ergänzen seine Studien.

Auf der Opernbühne trat der Bariton in der Titelrolle in Mozarts „Don Giovanni“, als Il Conte Almaviva in „Le nozze di Figaro“, Danilo in „Die Lustige Witwe“, Demetrius in „A Midsummernight´s Dream“, Ramiro in „L´heure espagnole“ sowie als Aeneas in „Dido und Aeneas“ in Europa und Südamerika auf. Er sang außerdem in folgenden zeitgenössischen Produktionen: Carinthischer Sommer in der Rolle des Jesus in Jonathan Harveys „Passion und Auferstehung“, am Burgtheater als Amfortas in „Mea culpa“ von Christoph Schlingensief, im Semperdepot als Dante in „Gramma – Gärten der Schrift“ bei der Neuen Oper Wien, sowie bei den Salzburger Festspielen in „Cronaca del luogo“ von L. Berio. Beim Festival Retz wirkte er mehrfach mit so u. a. 2013 als Elder Son in Benjamin Brittens „Verlorener Sohn“ und 2011 als Herald in Benjamin Brittens „Die Jünglinge im Feuerofen“ mit; die Werke wurden unter Monika Steiners szenischer Leitung realisiert. Zuletzt wirkte der Bariton beim Brucknerfest Linz in Franz Schrekers „Die Schatzgräber“ mit.

Im Konzertbereich ist Günter Haumer international gefragt. Werke mit Orchester sang er u. a. unter der Leitung von Peter Schreier, Fabio Luisi, Sir David Willcocks, Gérard Lesne, Kristjan Järvi, Sylvain Cambreling und Erwin Ortner. Auftritte führten den Bariton in den Wiener Musikverein, das Wiener Konzerthaus, die Cité de la musique Paris, die Warschauer Philharmonie, das Auditorio Nacional Madrid, in die Abbaye Royaumont, den Stefaniensaal Graz, das Festspielhaus St. Pölten, das Theater an der Wien, zu den Salzburger Festspielen, zu den Internationalen Barocktagen Stift Melk und dem Utrecht Alte Musik Festival. 2013 sang der Bariton mehrfach Benjamin Brittens „War Requiem“ in Skandinavien.

Sein großes Interesse gilt der Liedinterpretation, besonders des romantisch und postromantischen Repertoires. Mit Unterstützung der Erich Wolfgang Korngold – Gesellschaft und der London Royal Philhamonic Orchestra Society war Günter Haumer im Gedenkjahr 2007 eingeladen in verschiedenen europäischen Städten sein Liedschaffen zu präsentieren. 2013 erschien die Lied-CD „Waldgespräch“ mit Chanda VanderHart am Klavier.
Anlässlich des Mozartjahres 2006 war der Bariton Teil des Films „Wolfgang Wer?“ auf ARTE und ORF.

Günter Haumer unterrichtet Gesang an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

An der Volksoper Wien war der junge Künstler bereits als Akkordeonist in der Produktion „Tannhäuser in 80 Minuten“ und mit dem Bariton-Solo in der Ballett-Neuproduktion „Carmina Burana“ zu erleben, bevor er in der Spielzeit 2012/13 als festes Ensemblemitglied engagiert wurde. Das Volksopernpublikum kennt ihn seither als Morales („Carmen“), Dr. Falke („Die Fledermaus“), Fiorillo („Der Barbier von Sevilla“), Marullo („Rigoletto“) sowie als Heger („Rusalka“), Don Fernando („Fidelio“), Kunz Gilgenstock in der konzertanten Aufführung von Richard Strauss' „Feuersnot“, Ping („Turandot“), Giorgio Germont („La Traviata“), Sprecher („Die Zauberflöte“), Gier („Antonia und der Reißteufel“), Gunther in „Wagners RING an einem Abend“ und als Sänger der Bariton-Partie in „Carmina Burana“ sowie Dr. Falke.

In der aktuellen Saison ist Günter Haumer u.a. wieder als Giorgio Germont und Don Fernando sowie erstmals als Der Dirigent in der Neuproduktion von "Viva la Mamma" und Don Alfonso in der Neuproduktion von "Cosí fan tutte" zu sehen.

www.ghaumer.com

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien