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Wolfgang Ablinger-Sperrhacke

Wolfgang Ablinger-Sperrhacke, geboren in Zell am See, studierte an der Musikhochschule Wien. Nach ersten Engagements in Linz, Basel und am Gärtnerplatz in München, debütierte er 1997 an der Pariser Bastille-Oper und sang daraufhin dort zahlreiche Partien seines Faches, u.a. Monostatos und alternierend Erster Geharnischter in „Die Zauberflöte“, Goro in „Madama Butterfly“, Block/Gerichtsdieners in der Uraufführung von „K…“ von Philippe Manoury, Capito in „Mathis der Maler“ und Mime in „Rheingold“ und „Siegfried“.

1999 gab er mit großem Erfolg sein Debüt beim Glyndebourne Festival, wo er mittlerweile über 100 Vorstellungen gesungen hat, u.a. Vašek („Die verkaufte Braut“), Reverend („Peter Grimes“), Monostatos („Die Zauberflöte“), Arnalta („L’Incoronazione di Poppea“) und Knusperhexe („Hänsel und Gretel“) – beide letzteren ebenfalls semikonzertant bei den BBC Proms in der Royal Albert Hall.

Als Valzacchi („Der Rosenkavalier“) war er in Brüssel und bei den Festspielen Baden-Baden, als Cajus („Falstaff“) beim Festival d’Aix-en-Provence, am Théâtre des Champs-Elysées und am Teatro Real Madrid zu erleben. Rheingold-Mime sang er an der Semperoper Dresden, an der Staatsoper Unter den Linden, in Montreal und an der Mailänder Scala, den Siegfried-Mime am Théâtre du Capitole, am La Fenice und in Madrid. Es folgte sein Debüt an der Oper Frankfurt als Regista in Berios „Un re in ascolto“. Beim Festival Mozart in La Coruña, in Madrid und am San Carlo di Napoli trat er als Pedrillo in „Die Entführung aus dem Serail“ auf, an der Opéra national de Lorraine sang er Hauptmann („Wozzeck“), Josef („Wiener Blut“), Trimalcchio in Madernas „Satyricon“, sowie die Uraufführung von Battistellis „Divorzio all’italiana“.

Bei den Bregenzer Festspielen und an der Oper Leipzig war er als Blaubart („Offenbach“) und an der Opéra national du Rhin als Aegisth (“Elektra“) und Rheingold-Loge zu erleben, diese Rolle sang er auch beim Luzern Festival. Er sang Hauptmann an der Mailänder Scala, Piet in Ligetis „Grand Macabre“ an der ENO/London und Knusperhexe an der Opéra national de Lyon. Kürzlich trat er als Loge an der Opera North, als Prinz/Kammerdiener/Marquis in „Lulu“ an der Staatsoper Unter den Linden, als Piet in der Berliner Philharmonie und debütierte an der Bayerischen Staatsoper und bei den Münchner Opernfestspielen als Siegfried-Mime, sowie bei den Salzburger Festspielen als Pirzel in Zimmermanns „Soldaten“.

Der Tenor hat mit Regisseuren wie Wilson, Pelly, Flimm, Breth, Kriegenburg, Lehnhoff, McVickar, Krämer, Pountney oder Fura del Baus gearbeitet sowie unter der musikalischen Leitung von Barenboim, Metzmacher, Nagano, Jordan, Conlon, Thielemann, Tate, Ticciati, Eschenbach, Pappano, Haïm oder V. Jurowsky gesungen.

Zukünftige Engagements: Mime an der Opéra national de Paris, bei den Münchner Opernfestspielen und an der Nederlandse Opera, Tanzmeister (“Ariadne auf Naxos“) und Podestà (“Finta giardiniera“) beim Glyndebourne Festival

Sein Hausdebüt gab der Charaktertenor als Herodes in der Neuproduktion der „Salome“ in der Spielzeit 2011/12. Auch in der aktuellen Saison ist er hier in dieser Partie zu erleben.

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien