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Andreas Conrad

Der in Magdeburg geborene Tenor erhielt seine Gesangsausbildung an der Dresdner Musikhochschule „Carl Maria von Weber“ bei Marianne Fischer-Kupfer. Im Anschluss daran war er drei Jahre lang Mitglied im Opernstudio der Staatsoper Dresden. Von 1984 bis 2007 gehörte er zum Ensemble der Komischen Oper Berlin, wo er 1998 zum Kammersänger ernannt wurde.

Während seiner Zeit in der Komischen Oper war er u.a. als Stewa („Jenufa“), Alfred („Die Fledermaus“), Hauptmann („Wozzeck“), Sinowi („Lady Macbeth von Mzensk“), Valzacchi („Der Rosenkavalier“) oder Albert Herring in der gleichnamigen Oper zu hören.

Sein mehr als fünfzig Partien umfassendes Repertoire, das von Mozart, über Mussorgski und Janacek bis hin zu Wagner, Strauss und Britten reicht, brachte ihn an zahlreiche bedeutende Häuser im In- und Ausland. Er debütierte unter anderem bereits an der Metropolitan Opera New York, der Washington National Opera, der Mailänder Scala, der Pariser Opéra Bastille oder dem Royal Opera House London.

Im Juli 2005 war der Tenor als Basilowitsch-Kokosov („Der Graf von Luxemburg“) am Theater an der Wien zu erleben, im Herbst desselben Jahres verkörperte er am Teatro Liceu in Barcelona den Hauptmann in Calixto Bieitos Interpretation von „Wozzeck“. Danach folgte seine Interpretation des Aron in „Moses und Aron" bei der Ruhr Triennale in Bochum. Sowohl dieses als auch andere nationale und internationale Gastspiele wurden von Rundfunk und Fernsehen aufgezeichnet oder live übertragen. Zuletzt geschah dies bei der konzertanten Aufführung von Ravels „Spanischer Stunde“ in der Berliner Philharmonie im Mai 2011. Im Sommer 2011 war Conrad erneut bei den Salzburger Festspielen zu Gast, diesmal in der Partie des Buckligen („Frau ohne Schatten“).

Andreas Conrad arbeitete u. a. mit den Dirigenten Seiji Ozawa, Kurt Masur, Claudio Abbado, Sir Collin Davis, Hartmut Haenchen, Simone Young, Yakov Kreizberg, Kirill Petrenko, Ralf Weikert, Pierre Boulez und Placido Domingo zusammen. Mit ihm stand Andreas Conrad außerdem beim Wiener Klangbogen 2004 in der Oper „Goya“ von Carlo Menotti auf der Bühne.

Sein Rollendebüt als Herodes („Salome“) hatte Conrad an der Opera de Monte Carlo, kurz darauf war er mit dieser Partie ebenfalls an der Komischen Oper Berlin zu hören.

In dieser Spielzeit ist Andreas Conrad mit dieser Partie auch wieder an der Volksoper Wien zu erleben.

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien