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Elisabeth Attl

In Wien geboren und an der Hochschule für Musik ihrer Heimatstadt musikalisch ausgebildet gab Elisabeth Attl schon in jungen Jahren Klavier- und Kammermusikabende und wurde zu Rundfunk- und Fernsehaufnahmen eingeladen. Erst in der Folge vollzog sich der Umstieg in das Dirigierfach nach den entsprechenden Studien bei James Moore (in den USA), Michael Gielen (in Salzburg) und Leopold Hager (in Wien). 1998 gab sie ihr Dirigentendebüt mit Mozarts „Le Nozze di Figaro“ an der Wiener Volksoper.

Sie folgte der Einladung des Gran Teatre del Liceu in Barcelona als Dirigentin und Assistentin des Chefdirigenten Bertrand de Billy; am Liceu standen Donizettis „Lucia di Lammermoor“, Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“ und „Die Zauberflöte“, Verdis „Un ballo in maschera“ und Puccinis „Turandot“ unter ihrer Leitung; darüber hinaus assistierte sie in Produktionen von Opern Bellinis, Verdis, Saint-Saëns', Janáčeks und Strauss' mit Solisten wie Edita Gruberová, José Carreras, Anja Silja und Thomas Moser.

Elisabeth Attl kehrte 2003 mit der Ballettpremiere von Strawinskys „Symphony in Three Movements“ nach Wien und an die Volksoper zurück, der sie fortan eng verbunden blieb; ihr Repertoire konnte sie im Rahmen dieser Tätigkeit um Mozarts „Don Giovanni“, Rossinis „La Cenerentola“, Verdis „La Traviata“, Puccinis „Madama Butterfly“, Bizets „Carmen“, Offenbachs „Les Contes d'Hoffmann“, Flotows „Martha“ und Kienzls „Der Evangelimann“ sowie um das klassische Operettenrepertoire von Strauß und Lehár erweitern. Mit Neuproduktionen von Tschaikowskys „Der Nußknacker“, Schönbergs „Erwartung“ und Dallapiccolas „Il Prigioniero“ sowie zuletzt 2012 mit einem neuen Programm des Wiener Staatsballetts feierte sie außerordentliche e Erfolge.

Das Festival de Musique de Strasbourg sicherte sich wiederholt die Zusammenarbeit mit der österreichischen Maestra, speziell für die Konzertreihe „Révélations Jeunes Solistes“, in der sich spätere Stars wie David Guerrier, Juliette Hurel oder David Garrett erstmals einem großen Publikum präsentierten. In rezenten Spielzeiten trat Elisabeth Attl u. a. an das Pult des Orchesters der Deutschen Oper Berlin, des Orchesters der Komischen Oper Berlin, des Orquesta del Gran Teatre del Liceu, des Orchestre Philharmonique du Luxembourg, des Orchestre Symphonique de Mulhouse, der Brandenburger Symphoniker, des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie, des Symphonieorchester Montenegro und des Tonkünstlerorchesters Niederösterreich.

In Konzert und Oper widmet sich Elisabeth Attl einem vielfältigen Repertoire; einen ganz besonderen Schwerpunkt bildet darin die österreichische Musik des 20. Jahrhunderts in all ihren sehr divergierenden Ausrichtungen. Zemlinsky, Korngold, Mahler, Schreker, Schmidt, von Einem, aber auch die Vertreter der 2. Wiener Schule wurden ihr zum zentralen Interesse und Betätigungsfeld. Zahlreiche Projekte, die darauf ausgerichtet sind, stehen auch in der nahen Zukunft bevor.

In der Saison 2013/14 steht Elisabeth Attl bei „Hänsel und Gretel“ erneut am Dirigentenpult der Volksoper Wien.

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien