Roland Böer
Roland Böer studierte Klavier, Komposition und Dirigieren. Meisterkurse bei Karl Österreicher und Hans Graf vertieften seine Ausbildung.
Nach seinem ersten Engagement als Solorepetitor an der Oper Frankfurt ging er als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung an die Deutsche Oper am Rhein und arbeitete gleichzeitig als Assistent von Antonio Pappano während der Bayreuther Festspiele, am Théâtre de la Monnaie in Brüssel und am Royal Opera House Covent Garden in London. 2002–2008 war er Kapellmeister der Oper Frankfurt, wohin er seither regelmäßig als Gastdirigent zurückkehrt. Seit 2009 ist Roland Böer musikalischer Leiter des 1976 von Hans Werner Henze gegründeten Festivals „Cantiere Internazionale d’Arte“ in Montepulciano.
Als international tätiger Opern- und Konzertdirigent gastierte er unter anderem am Théâtre de la Monnaie in Brüssel, der Deutschen Oper Berlin, Opera North, der English National Opera und dem Royal Opera House Covent Garden in London, der Kungliga Operan in Stockholm und dem Teatr Wielki in Warschau. An der Opéra National du Rhin in Straßburg debütierte Roland Böer mit „Le nozze di Figaro“ und wird in der Saison 2011/12 an diesem Haus eine Neuproduktion der Operette „Die Fledermaus“ leiten. Nach seinem überaus erfolgreichen Debüt am Teatro alla Scala in Mailand mit „Die Zauberflöte“ im März 2011 wurde Roland Böer umgehend für die Wiederaufnahme von Giorgo Strehlers Produktion von „Die Entführung aus dem Serail“ sowie ein Konzert mit der Filarmonica della Scala wiedereingeladen.
Er war zu Gast beim hr-Sinfonieorchester Frankfurt, dem Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks, Oslo Philharmonic, dem Orchestre Philharmonique de Luxembourg, Bournemouth Symphony, Orchestra dell’Accademia di Santa Cecilia und dem London Symphony Orchestra. Zudem arbeitete er mit den Sinfonieorchestern in Bergen und Trondheim. Mehrfach konzertierte er mit den Staatsorchestern Litauens, Lettlands und Estlands und etablierte eine dauerhafte Zusammenarbeit mit dem Estonian Philharmonic Chamber Choir. Zuletzt debütierte er mit großem Erfolg beim Royal Liverpool Philharmonic Orchestra.
Neben zahlreichen Live-Aufnahmen, Direktübertragungen und Archivproduktionen (beispielsweise für BBC Scotland) sind bislang zwei Studioaufnahmen im Handel erhältlich: ein Soloalbum mit der japanischen Sopranistin Mitchie Nakamru (EMI) und die Ersteinspielung von Federico Riccis „Corrado d’Altamura“ (Opera Rara), beide mit dem Philharmonia Orchestra London.
Im Rahmen seines pädagogischen Engagements für Schüler und Studenten leitete Roland Böer 1998 mit der Einstudierung und Aufführung von Hans Werner Henzes „Pollicino“ das Pilotprojekt einer beispielhaften Zusammenarbeit der Oper Frankfurt mit Frankfurter Gymnasien. 2002 dirigierte er dort auch die Uraufführung von Moritz Eggerts Kinderoper „Dr. Popels fiese Falle“. 2008 erarbeitete er zusammen mit dem Choreographen Roysten Maldoom das Tanzprojekt „Spring in Autumn“ mit Bremer Schülern.
An der Volksoper Wien debütierte Roland Böer mit Eugen d’Alberts „Tiefland“. In der Saison 2011/12 leitet er die Neuproduktion von Richard Strauss’ Oper „Salome“.
http://www.rolandboeer.com
* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien

