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Roland Böer

Roland Böer studierte Klavier, Komposition und Dirigieren. Meisterkurse bei Karl Österreicher und Hans Graf vertieften seine Ausbildung.
Nach seinem ersten Engagement als Solorepetitor an der Oper Frankfurt ging er 1999 als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung an die Deutsche Oper am Rhein und arbeitete gleichzeitig als Assistent von Antonio Pappano während der Bayreuther Festspiele, am Théâtre de la Monnaie in Brüssel und am Royal Opera House Covent Garden in London. 2002–2008 war er Kapellmeister der Oper Frankfurt, wohin er seither regelmäßig als Gastdirigent zurückkehrt. Seit 2009 ist Roland Böer musikalischer Leiter des 1976 von Hans Werner Henze gegründeten Festivals „Cantiere Internazionale d’Arte“ in Montepulciano.

Als international gefragter Opern- und Konzertdirigent gastierte er unter anderem am Théâtre de la Monnaie in Brüssel, der Deutschen Oper Berlin, Opera North, der English National Opera und dem Royal Opera House Covent Garden in London, der Königlichen Oper Stockholm, dem Stadttheater Bern und dem Teatr Wielki in Warschau. Er war zu Gast beim hr-Sinfonieorchester Frankfurt, dem Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks, Oslo Philharmonic, dem Orchestre Philharmonique de Luxembourg, Bournemouth Symphony, der Orchestra dell’Accademia di Santa Cecilia, dem London Symphony Orchestra und dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra. Zudem arbeitete er mit den Sinfonieorchestern in Bergen und Trondheim. Mehrfach konzertierte er mit den Staatsorchestern Litauens, Lettlands und Estlands und etablierte eine dauerhafte Zusammenarbeit mit dem Estonian Philharmonic Chamber Choir.

Eine langjährige und regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn mit der Opéra National du Rhin in Straßburg und dem Königlichen Opernhaus Kopenhagen, wo er in der Saison 2012/13 die Wiederaufnahme von Kaspar Holtens Produktion von „Tannhäuser“ leiten wird.

Im Rahmen seines pädagogischen Engagements für Schüler und Studenten leitete Roland Böer 1998 mit der Einstudierung und Aufführung von Hans Werner Henzes „Pollicino“ das Pilotprojekt einer beispielhaften Zusammenarbeit der Oper Frankfurt mit Frankfurter Gymnasien. 2002 dirigierte er dort auch die Uraufführung von Moritz Eggerts Kinderoper „Dr. Popels fiese Falle“. 2008 erarbeitete er zusammen mit dem Choreographen Roysten Maldoom das Tanzprojekt „Spring in Autumn“ mit Bremer Schülern.

Nach seinem überaus erfolgreichen Debüt an der Mailänder Scala mit „Die Zauberflöte“ im März 2011 wurde Roland Böer umgehend für die Wiederaufnahme von Giorgo Strehlers Produktion der „Entführung aus dem Serail“ und für ein Konzert mit der Filarmonica della Scala wiedereingeladen. Roland Böers Debüt an der Mailänder Scala mit der „Zauberflöte“ ist als DVD beim Label OPUS ARTE erschienen.
Für eine umfangreiche Archivproduktion des Bayerischen Rundfunks wird Roland Böer im Februar 2013 erstmal am Pult der Bamberger Sinfoniker stehen.

An der Volksoper Wien debütierte Roland Böer im Februar 2010 mit der Wiederaufnahme von Eugen d’Alberts „Tiefland“. Im Herbst 2011 kehrte er für die Neuproduktion von „Salome“ ans Pult des Volksopernorchesters zurück. In der Saison 2012/13 dirigiert er Antonín Dvořáks „Rusalka“.

http://www.rolandboeer.com

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien