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Andrea Bönig

Die in Bamberg geborene Künstlerin begann nach Abschluss einer Goldschmiedelehre ihr Gesangsstudium bei Donald Grobe in Berlin. Später arbeitete sie mit Lisa Hagenau und Irmgard Hartmann-Dressler sowie Astrid Varnay bei der „Münchner Singschul“ und gab schließlich ihr Bühnendebüt am Teatro Liceu in Barcelona.

Engagements folgten u. a. in Amsterdam, bei den Bayreuther Festspielen, an der Deutschen Oper Berlin, bei den Berliner Philharmonikern, in Bonn und Dessau, in Catania, beim Chicago Symphonie Orchestra in den USA, in Florenz und am Opernhaus Zürich, an der Mailänder Scala, am Châtelet in Paris, in Rom, bei den Salzburger Osterfestspielen, beim Wiener KlangBogen und in Tokyo.

Von 1995 bis 1997 war die Altistin Ensemblemitglied der Staatsoper in Berlin, wo sie später oft gastierte, u. a. anlässlich der Japan-Gastspiele unter Daniel Barenboim in Patrice Chéreaus „Wozzeck“-Inszenierung und Harry Kupfers „Ring“.

Nach einem erfolgreichen Debüt als Erda in „Siegfried“ war sie von 1997 bis 1999 im Ensemble der Wiener Staatsoper und nahm am ersten Gastspiel des Hauses in China teil. Bereits zu dieser Zeit sang sie oft an der Volksoper, so u. a. Prinz Orlofsky, Hänsel, die Premieren „Boris Godunow“ und Brittens „Ein Sommernachts-
traum“ sowie Magdalena in „Die Meistersinger von Nürnberg“.

Beim inzwischen berühmten Meininger „Ring“ von Christine Mielitz und Kirill Petrenko war sie Fricka, Erda und Waltraute. Konzerte führten sie u. a. nach Amster-
dam, Florenz, Genua, Warschau und Krakau, zum Bergen Philharmonic Orchestra, nach Brüssel, Kopenhagen, München, Luzern und Paris, Asien und Amerika.

Im Frühjahr 2006 sang Andrea Bönig an der Oper in Madrid und am Teatro Liceu in Barcelona in der „Ring“-Produktion von Harry Kupfer und Bertrand de Billy abwechselnd Fricka und Erda in „Rheingold“ und „Walküre“, im Jahr darauf folgte die Partie der Erda („Siegfried“).

Andrea Bönig arbeitete mit Dirigenten wie Abbado, Barenboim, de Billy, Boder, Gielen, Levine, Luisi, Mehta, Sinopoli, Welser-Möst und Simone Young und Regisseuren wie Chéreau, Kupfer, Mielitz, Mussbach, Bechtolf und Kirchner.

Seit September 2003 ist Andrea Bönig Ensemblemitglied der Volksoper Wien. Seither war sie u. a. als Nancy („Martha“), Witwe Browe („Zar und Zimmermann“), Prinz Orlofsky („Die Fledermaus“), Hata („Die verkaufte Braut“), Marcellina („Die Hochzeit des Figaro“), Magdalena („Die Meistersinger von Nürnberg“), Gertrude („Die Ausflüge des Herrn Broucek“), Rosalia („Tiefland“, Koproduktion mit der Oper Frankfurt), Stimme der Mutter („Hoffmanns Erzählungen“), 3. Dame („Die Zauberflöte“) und Venus („Orpheus in der Unterwelt“) zu sehen und zu hören.

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien