Herbert Föttinger
wurde in Wien geboren und erhielt nach der Matura privaten Schauspielunterricht bei Peter Jost. Sein erstes Engagement führte ihn an das Städtebundtheater Hof, dann kam er über Detmold, Hildesheim und das Grazer Schauspielhaus ans Wiener Volkstheater.
Von1993 bis 2006 war Herbert Föttinger Ensemble-
mitglied des Theaters in der Josefstadt. Sein Debüt gab er als Alfred in „Geschichten aus dem Wiener Wald“ (Regie Karlheinz Hackl), es folgten zahlreiche Hauptrollen wie Jaromir („Der Unbestechliche“), Serge („Kunst“), Oberst („Jacobowsky und der Oberst“), Flottwell („Der Verschwender“), Sigismund („Das Leben ein Traum“), Don Juan („Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie“), Jean („Fräulein Julie“) und Benedikt („Viel Lärm um Nichts“).
In „Heimliches Geld, heimliche Liebe“ brillierte er in seiner ersten Nestroy-Rolle. Weiters war er zu sehen als Gregers („Die Wildente“), Liliom, Rappelkopf („Der Alpenkönig und der Menschenfeind“) und Mackie Messer („Die Dreigroschenoper“), Titelrolle in Amphitryon, Torvald Helmer („Nora“) und Lady Bracknell („Bunbury“).
In der Spielzeit 2004 / 05 gab Föttinger sein Regiedebüt an der Josefstadt mit Nestroys „Kampl“, weitere Inszenierungen sind „Das vierte Gebot“ und „Mein Nestroy“.
Neben seinem Engagement an der Josefstadt realisierte er eigene Produktionen (Talk Radio, Die Bernfeld-Revue) und engagierte sich regelmäßig für gesellschaftskritische Projekte wie z.B. „Schlussstrich“ (Reden öster-
reichischer Politiker über die Judenfrage) oder „Künstler an der Macht“.
Zu seinen Festspielen und Gastspielen gehören: 1991 – 93: Festspiele Bad Hersfeld, 1994: Ernst Deutsch-Theater Hamburg, 1995: Salzburger Festspiele („Jedermann“ und „Antonius und Cleopatra“, Regie Peter Stein), 1998 / 99: Schauspiel Köln (Sternheims „1913“, Regie Günter Krämer).
Seit 1997 gastiert er immer wieder bei den Sommer-
spielen in Reichenau, u. a. 1998 in „Ein Monat auf dem Lande“, 2001: „Anatol“ und 2003: Prof. Ebenwald in „Professor Bernhardi“, 2004: Friedrich Hofreiter in „Das weite Land“.
Föttinger wirkte u. a. in folgenden Fernsehfilmen mit: „Angst vor der Idylle“ (Regie Götz Spielmann) und „Ein glücklicher Tag“ (Regie Paul Henge).
Der Künstler wurde mit dem Wiener Schauspieler Ring ausgezeichnet.
Seit 2006/07 ist Herbert Föttinger Künstlerischer Leiter des Theaters in der Josefstadt.
An der Volksoper Wien ist Herbert Föttinger seit der Saison 2007/08 als Professor Higgins in „My Fair Lady“ zu sehen.


