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(c) Theater in der Josefstadt

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Ksch Herbert Föttinger

wurde in Wien geboren und erhielt nach der Matura privaten Schauspielunterricht bei Peter Jost. Sein erstes Engagement führte ihn an das Städtebundtheater Hof, dann kam er über Detmold, Hildesheim und das Grazer Schauspielhaus ans Wiener Volkstheater.

Seit 1993 ist Herbert Föttinger Ensemblemitglied des Theaters in der Josefstadt. Sein Debüt gab er als Alfred in „Geschichten aus dem Wiener Wald“ unter der Regie von Karlheinz Hackl. Es folgten zahlreiche Hauptrollen wie der Jaromir („Der Unbestechliche“), Serge („KUNST“), Oberst („Jacobowsky und der Oberst“), Flottwell („Der Verschwender“), Sigismund („Das Leben ein Traum“), Don Juan („Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie“), Jean („Fräulein Julie“) und Benedikt („Viel Lärm um Nichts“). In „Heimliches Geld, heimliche Liebe“ brillierte er in seiner ersten Nestroy-Rolle. Weiters war er zu sehen als Gregers in „Die Wildente“, als Rappelkopf in „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“, als Mackie Messer in „Die Dreigroschenoper“, Torvald Helmer in „Nora“, Lady Bracknell in „Bunbury“, Vicomte de Valmont in „Gefährliche Liebschaften“, in den Männerrollen in Schnitzlers „Reigen“, Speer in „Kasimir und Karoline“ sowie in den Titelrollen von „Amphitryon“ und „Liliom“.

In der Spielzeit 2004 / 05 gab Föttinger sein Regiedebüt an der Josefstadt mit Nestroys „Kampl“, weitere Inszenierungen sind „Das vierte Gebot“, „Mein Nestroy“, „Der Diener zweier Herren“, „Nächstes Jahr – gleiche Zeit“, „Buddenbrooks“, „Halpern & Johnson“, „Der blaue Engel“, „Geschichten aus dem Wiener Wald“, „Der Mentor“, „Endlich Schluß“ und „Aus Liebe“.
Neben seinem Engagement an der Josefstadt realisierte er eigene Produktionen („Talk Radio“, „Die Bernfeld-Revue“) und engagierte sich regelmäßig für gesellschaftskritische Projekte wie z.B. „Schlussstrich“ (Reden österreichischer Politiker über die Judenfrage) oder „Künstler an der Macht“.

Zu seinen Festspielen und Gastspielen gehören, u. a. 1991 – 1993: Festspiele Bad Hersfeld, 1994: Ernst Deutsch-Theater Hamburg, 1995: Salzburger Festspiele („Jedermann“ und „Antonius und Cleopatra“, Regie: Peter Stein), 1998/99: Schauspiel Köln (Sternheims „1913“, Regie: Günter Krämer).
Seit 1997 gastiert er immer wieder bei den Sommerspielen in Reichenau, u. a. in „Ein Monat auf dem Lande“ (1998), „Anatol“ (2001), Prof. Ebenwald in „Professor Bernhardi“ (2003), Friedrich Hofreiter in „Das weite Land“ (2004).

Föttinger wirkte u. a. in folgenden Fernsehfilmen mit: „Angst vor der Idylle“ (Regie: Götz Spielmann) und „Ein glücklicher Tag“ (Regie: Paul Henge).

Der Künstler wurde mit dem Wiener Schauspieler Ring ausgezeichnet.

Seit 2006/07 ist Herbert Föttinger Künstlerischer Leiter des Theaters in der Josefstadt.
Im Februar 2012 ist ihm der Berufstitel „Kammerschauspieler“ verliehen worden.

Im Frühjahr 2013 führt er bei der Operninszenierung "Fidelio" am Theater an der Wien Regie und feiert somit sein Opernregiedebüt.

An der Volksoper Wien ist Herbert Föttinger seit der Saison 2007/08 als Professor Higgins in „My Fair Lady“ zu sehen.

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien