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Rossen Gergov

Rossen Gergov wurde 1981 in Bulgarien geboren. Im Alter von fünf Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht, sechs Jahre später gewann er den ersten Preis beim „Concorso Internazionale di Musica per i Giovani – Città di Stresa“ in Italien. Er studierte außerdem Klarinette und Komposition und begann 1996 sein Dirigierstudium bei Michail Angelov. Im Jahr darauf erhielt er den Sonderpreis für Nachwuchsdirigenten beim Wettbewerb „Junge Musiktalente“ in Sofia.

Mit 18 Jahren kam er nach Wien, um an der Universität für Musik und darstellende Kunst in der Klasse von Leopold Hager zu studieren. Seiji Ozawa wurde auf sein Talent aufmerksam und lud ihn zum Tanglewood Music Festival ein. Gergov erhielt daraufhin eine „Conducting Scholarship“ vom Boston Symphony Orchestra und wurde Assistent und Schüler von Seiji Ozawa.

2004 schloss Gergov sein Dirigierstudium mit Auszeichnung ab und dirigierte bei seinem Abschlusskonzert das RSO Wien im Wiener Musikverein. Kurz darauf wurde er zum Tonkünstler-Orchester Niederösterreich berufen, wo er bis 2009 als „Assistant Conductor“ tätig war.
Rossen Gergov ist Preisträger des Ersten Internationalen Dirigentenwettbewerbs „Evgeny Svetlanov“, der gemeinsam mit dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg im Mai 2007 veranstaltet wurde.

Der Dirigent hat eine CD mit dem Symphony Orchestra of Norrlands Opera, Schweden, mit Musik des amerikanischen Komponisten David Chesky aufgenommen. Diese Einspielung wurde 2008 bei den Grammy Awards in der Kategorie „Classical Contemporary Composition“ nominiert. Überdies hat Gergov Aufnahmen für die BBC, den Bayerischen Rundfunk und den ORF geleitet.

Im Bereich der Oper konnte Gergov schon in jungen Jahren viel Erfahrung sammeln: Bereits mit 21 war er als Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung am Theater Meiningen engagiert. Im Sommer 2007 debütierte er bei den Bregenzer Festspielen mit der zeitgenössischen Oper „Playing Away“ von Benedict Mason. Im darauffolgenden Sommer dirigierte Gergov die Bregenzer „Tosca“ mit den Wiener Symphonikern.

Im Oktober 2008 leitete er die Uraufführung der Kammeroper „Prinz, Held und Füchsin“ von Akos Banlaky in Wien (sirene Operntheater). Im Februar 2009 dirigierte er die Tschechische Erstaufführung von Michael Jarrells Monodram „Kassandra“ am Nationaltheater Brünn.

Gergov arbeitete mit renommierten Orchestern zusammen wie den Bamberger Symphonikern, dem BBC Symphony Orchestra, dem BBC Scottish Symphony Orchestra, dem Century Orchestra Osaka, dem Ensemble Orchestral de Paris, den Grazer Philharmonikern, dem Kanagawa Philharmonic Orchestra, Kyoto Symphony Orchestra, Kyushu Symphony Orchestra, dem Sapporo Symphony Orchestra und dem Gunma Symphony Orchestra (Japan), den Jenaer Philharmonikern, den Zagreber Philharmonikern, dem Sinfonieorchester Basel, dem Symphony Orchestra of Norrlands Opera (Schweden), dem Tiroler Symphonieorchester Innsbruck, dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, dem RSO Wien und den Wiener Symphonikern.

Im Jahr 2010 dirigierte Rossen Gergov das Eröffnungskonzert der Bregenzer Festspiele mit den Wiener Symphonikern und die Österreichische Erstaufführung der Oper „Das Portrait“ von Mieczyslaw Weinberg mit dem Vorarlberger Symphonieorchester. An der Opera North stand er in der Saison 2010/11 auch bei der britischen Erstaufführung dieser Oper in der Inszenierung von David Pountney am Pult.

Sein Volksoperndebüt gab Rossen Gergov im Juni 2010 mit der Operette „Die Fledermaus“. Im September und Oktober 2011 kehrt er für „Rigoletto“ an das Pult des Orchesters der Volksoper Wien zurück.

http://www.rossengergov.com/