Otoniel Gonzaga
Der auf den Philippinen geborene Amerikaner erhielt seine Ausbildung am Curtis Institute of Music in Philadelphia, Pennsylvania bei Richard Lewis und Margaret Harshaw sowie John Lester. Bereits als Student gewann er den ersten Preis beim Marian Anderson International Singing Competition in Philadelphia, zwei Jahre später den dritten Preis beim ARD Gesangswettbewerb in München, was seinen Durchbruch in Europa bewirkte: Sein erstes Engagement erhielt er in Trier, nach ein paar Jahren wechselte Gonzaga nach Augsburg, um im Anschluss zehn Jahre Ensemblemitglied der Oper Frankfurt zu werden.
Otoniel Gonzaga trat an zahlreichen Opernhäusern auf,
u. a. in Berlin, Köln, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, München, Stuttgart, Antwerpen, Barcelona, Basel, Glasgow, Graz, Madrid, Marbella und Zürich. In den amerikanischen Häusern von Boston, Cincinnati, Cleveland, Columbus, Philadelphia, Miami, New York, Washington und San Francisco war er ebenso zu hören wie in Prag, Yokohama, Peking, Tel Aviv, Haifa und Anchorage.
Der Tenor stand in über 70 Partien auf der Bühne, von denen hier nur einige genannt seien: Barinkay („Der Zigeunerbaron“), Paganini („Paganini“), Camille de Rosillon („Die lustige Witwe“), Sou Chong („Das Land des Lächelns“), Cavaradossi („Tosca“), Calaf („Turan-
dot“), Luigi („Il tabarro“), Don José („Carmen“), Samson („Samson et Dalilah“), Florestan („Fidelio“), Canio („I Pagliacci“), Turiddu („Cavalleria rusticana“), Hoffmann („Hoffmanns Erzählungen“), Bacchus („Ariadne auf Naxos“), Riccardo („Un ballo in maschera“), Don Alvaro („La forza del destino“), Radames („Aida“), Manrico („Il trovatore“), Chénier („Andrea Chénier“) und Otello („Otello“).
Der Künstler ist auch auf der Konzertbühne zuhause und musizierte mit verschiedenen Orchestern in Europa, Amerika und Asien mit Werken von Beethoven, Berlioz, Bruckner, Haydn, Händel, Mahler, Puccini und Verdi.
Gonzaga hat mit namhaften Dirigenten wie Pablo Casals, Herbert von Karajan, Giuseppe Patane, Eugene Ormandy, Max Rudolf, Alberto Erede, Sir John Pritchard und Michael Gielen gearbeitet.
Im März 2001 verlieh ihm die Central Philippine University den Ehrendoktor für außergewöhnliche Verdienste im Kunst- und Kulturbereich.
An der Volksoper Wien wird Otoniel Gonzaga in dieser Saison wieder als 1. Geharnischter („Die Zauberflöte“) sowie als Governor in Bernsteins "Candide" auf der Bühne stehen.
www.otonielgonzaga.com
* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien


