Christian Kolonovits
Christian Kolonovits wurde 1952 in Rechnitz im Burgenland geboren. Er studierte Klavier, Cello und Komposition an der Wiener Musikhochschule. Während des Studiums arbeitete er als Studiomusiker, Bar-Pianist und spielte in diversen Bands.
Ab 1970 arbeitete Kolonovits in der legendären Wiener Szene, wo er das Genre des frühen Austropops mitgestaltete. Mitte der 70er Jahre ging er nach Deutschland, wo er vor allem in Frank Farians Hitfabrik (Boney M., Eruption u. v. a.) arbeitete. Zur selben Zeit gründete er die Rockgruppe Einstein und produzierte sein erstes viel beachtetes Soloalbum „Life is just a carnival“.
Nach einigen Auslandsaufenthalten kam er 1980 zurück nach Wien, wo er als maßgeblicher Produzent und Mitgestalter des Austropop wirkte. Fast alle namhaften österreichischen Interpreten wie Wolfgang Ambros, Rainhard Fendrich u. v. a. produzierten gerne mit dem vielseitigen Musiker.
Internationale Stars schätzen seine Qualitäten als Arrangeur, Komponist und Musikproduzent, wie z. B. Placido Domingo, José Carreras und Elīna Garanča.
Er schuf zahlreiche Kompositionen u. a. für das Wiener Burgtheater, dirigierte am Raimundtheater und an der Volksoper.
Es entstanden zahlreiche Projekte mit Orchestern (Wiener Symphoniker, Berliner Philharmoniker, Moscow State Symphonic, Radio Symphonie Orchester, Budapester Philharmonie, Hollywood Bowle Orchestra, Bruckner Orchester Linz), welche internationale Anerkennung erlangten. U. a. schrieb er die Orchestration für die legendären „Christmas in Vienna – Konzerte“ mit Placido Domingo, José Carreras und Luciano Pavarotti.
2003 visualisierte er die Linzer Klangwolke „Europa- eine symphonische Vision“. 2004 übernahm er die künstlerische Leitung des neu gegründeten Festivals „Vox Pannonica“ und komponierte dafür das mehrsprachige Folkmusical „Coming home“. Im selben Jahr schrieb er die Arrangements für das international ausgezeichnete Musical „Romeo & Julia“ am Wiener Raimundtheater.
2005 produzierte er die CD „Ambros singt Moser“ - ein Projekt, das mittlerweile Kultstatus erreicht hat. Das Theaterstück „Die Weberischen“ (Felix Mitterer „The Tiger Lillies“), ausgezeichnet mit dem „Nestroy“, wurde unter seiner Musikalischen Leitung im Museumsquartier zur Uraufführung gebracht. In der Saison 2007/ 08 dirigierte er „Die Weberischen“ auch bei der Übernahme an die Volksoper. Im Rahmen des Herbstfestivals „Vox Pannonica 2006“, übernahm er die künstlerische Gesamtleitung für das pannonische Musical „Csaterberg“. Im Auftrag der Vereinigten Bühnen Wien, komponierte er die Musik zum Musical „Die Habsburgischen“, das im Oktober 2007 uraufgeführt wurde. 2008 komponierte er die Filmmusik zu „Nordwand“ (Philipp Stölzl).
Im Auftrag der Volksoper Wien komponierte er die Pop-Oper „Antonia und der Reißteufel“, die am 13. Dezember 2009 uraufgeführt wurde. Der Komponist stand bei der Uraufführung und allen folgenden Aufführungen selbst am Pult. Die nächsten Vorstellungen „Antonia und der Reißteufel“ stehen im Juni 2012 unter seiner Leitung auf dem Spielplan der Volksoper.


