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Christian Kolonovits

studierter Klavier, Cello und Komposition an der Wiener Musikhochschule. Während des Studiums arbeitete er als Studiomusiker, Barpianist und spielte in diversen Bands. Mitte der 70er Jahre ging er nach Deutschland, wo er vor allem in Frank Farians Hitfabrik (BoneyM., Eruption u.v.a) tätig war. Zur selben Zeit gründete er die Rockgruppe Einstein und produzierte sein erstes viel beachtetes Soloalbum „Life is just a carnival“. Nach zahlreichen Auslandsaufenthalten wirkte er ab 1980, zurückgekehrt nach Wien, als maßgeblicher Produzent und Mitgestalter des Austropops und produzierte alle namhaften österreichischen Interpreten wie Wolfgang Ambros, Reinhard Fendrich, Ludwig Hirsch, Maria Bill und STS.

Internationale Stars schätzen seine Qualitäten als Arrangeur, Komponist und Musikproduzent wie Placido Domingo, José Carreras, Luciano Pavarotti, Kiri Te Kanawa, Elina Garanca, Sarah Brightman, Helmut Lotti, Michael Bolton, Boney M., José Feliciano, Patricia Kaas und die Scorpions.

Er schuf zahlreiche Kompositionen, u. a. für das Wiener Burgtheater, und dirigierte am Wiener Raimundtheater und an der Volksoper Wien. Weiters komponierte er Film- und TV-Musiken für Peter Patzak, Xaver Schwarzenberg, Peter Hajek, Peter Weck, Philipp Stölzl u.v.a. Insgesamt produzierte Christian Kolonovits 300 Musikprojekte und erhielt dafür 70 Gold und Platin Awards.

Ab den 90er Jahren verlagerte Kolonovits seinen musikalischen Schwerpunkt auf Symphonische Musikproduktionen. Sein großes Talent, Rock, Pop und klassische Elemente zu einem harmonischen Ganzen zu verbinden, machte ihn zu einem weltweit gefragten Arrangeur und Musikproduzenten. Es entstanden zahlreiche Projekte mit Symphonieorchestern (Wiener Symphoniker, Berliner Philharmoniker, Moscow State Symphonic, Radio Symphonie Orchester, Budapester Philharmonie, Hollywood Bowle Orchestra, Bruckner Orchester Linz u.a.), welche internationale Anerkennung erlangten. Unter anderem schrieb er die Arrangements für die legendären „Christmas in Vienna“-Konzerte (Domingo/Carreras/Pavarotti), die sich bis heute weltweiter Beliebtheit erfreuen. Die Crossover-Projekte mit den Wiener Symphonikern (V.S.O.P.) und den Berliner Philharmonikern („Moments of Glory“, Berliner Philharmoniker/Scorpions) gelten als Meilenstein symphonischer Rock-Classic-Produktionen.

Im Jahr 1999 gründete er die Christian Kolonovits Ges.m.b.H. für Aktivitäten im hauseigenen Tonstudio, das Tonträger Label homebase-records, den Sotto Voce Musikverlag und den Vertrieb homebase-distribution.

Zu seinen Höhepunkten im Theaterbereich gehören das Arrangement für das international ausgezeichnete Musical „Romeo & Julia“ am Wiener Raimund Theater, die musikalische Leitung der Uraufführung des Stücks „Die Weberischen“ (Felix Mitterer/Tiger Lillies), das mit dem Nestroy ausgezeichnet wurde, und die Komposition des Musical „Die Habsburgischen“, das im Oktober 2007 uraufgeführt wurde. Außerdem komponierte Christian Kolonovits das mehrsprachige Folkmusical „Coming home“ und gemeinsam mit Angelika Messner das Musical „Csaterberg“ für das von ihm gegründete Festival „Vox Pannonica“ und steuerte für die Produktion „Woyzeck & The Tiger Lillies“, die 2011 zur Uraufführung kam, Bühnenmusik und Arrangements bei. Dieser englischen Kultband „Tiger Lillies“ schrieb er bereits 2006 elf Streichtrios für ihr Bühnenstück „The Little Match Girl“.

An der Volksoper Wien wurde im Dezember 2009 die Kinderoper „Antonia und der Reißteufel“ mit großem Erfolg uraufgeführt, die bis heute für ein ausverkauftes Haus sorgt und auf DVD erschienen ist.

2010 übernahm Kolonovits eine Dozentenstelle an der Wiener Musikhochschule.
Im Februar 2013 wurde Christian Kolonovits mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet.

Derzeit produziert er das neue Album von José Carreras, arbeitet an einem Musiktheater Projekt für die Volksoper Wien und an einer Opernkomposition für das Opernhaus Bilbao.
In der Saison 2013/14 steht er außerdem bei seiner Kinderoper „Antonia und der Reißteufel“ wieder am Pult des Volksopernorchesters.

www.kolonovits.com

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien