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Michael Kraus

Der Bariton wurde in Wien geboren. Er studierte an den Musikhochschulen von Wien (Otto Edelmann, Josef Greindl) und München (Hanno Blaschke).

Nach Anfängerjahren in Ulm und Aachen war er von 1987 bis 1992 in Wien engagiert, anfangs an der Volksoper, später auch an der Wiener Staatsoper.

Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich eine rege Gast-
tätigkeit, die Michael Kraus bereits an viele internationale Opernhäuser führte, so u. a. nach Amsterdam („Don Giovanni“ unter Nikolaus Harnoncourt, „Die Soldaten“), an die Staatsoper Unter den Linden Berlin („Carmina burana“, „Zar und Zimmermann“, „Ariadne auf Naxos“), die Komische Oper Berlin („Manon Lescaut“, „Lucia di Lammermoor“, „Così fan tutte“, „La Bohème“, „Roméo et Juliette“), die Bayerische Staatsoper München („Die Fledermaus“), an die Hamburgische Staatsoper („Don Giovanni“), an das Teatro Regio in Turin („Ariadne auf Naxos“), das Teatro Massimo in Palermo („Kaiser von Atlantis“) und das Grand Théâtre de Genève („Dido and Aeneas“). Im Jahr 2000 gab er sein Rollendebüt als Conte di Luna in konzertanten Aufführungen des „Trovatore“ in Zagreb und Ljubljana.

1991 fand sein US-Debüt mit der Partie Papageno am War Memorial Opera House San Francisco statt. 1993 debütierte Michael Kraus an der Mailänder Scala als Scherasmin in Weber's „Oberon“.

In der Eröffnungspremiere der Saison 2000 / 01 sang er die Titelrolle in der UA von „Don Quijote en Barcelona“ von José Luis Turina am Teatro del Liceu in Barcelona. Ab 1994 war Michael Kraus regelmäßiger Gast an der Vlaamse Opera in Antwerpen, wo er u. a. als Billy Budd, Papageno, Dandini und Beckmesser auftrat.

Weitere Gastspiele, die auch Liederabende und Konzerte einschließen (so u. a. bei der Schubertiade Feldkirch, den Bregenzer Festspielen, dem Holland Festival und den Berliner Festwochen), führten ihn nach Frankreich, Italien, Spanien, Holland, Ungarn, Schweden, Griechen-
land, Israel, Brasilien, Chile, in die Schweiz und nach Japan.

Er arbeitete dabei u. a. mit Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Horst Stein, James Conlon, Pinchas Steinberg, Jeffrey Tate, Marc Minkowski, Armin Jordan, Silvio Varviso, Jakov Kreizberg, Kent Nagano, Jun Märkl, Peter Schneider, Stefan Soltesz, Simone Young, Hartmut Haenchen, Alberto Zedda und Lothar Zagrosek sowie Regisseuren wie Harry Kupfer, Willy Decker, Christine Mielitz, Guy Joosten, Jerôme Savary und Alfred Kirchner zusammen.

1990 nahm Michael Kraus den Papageno in der „Zauber-
flöte“ mit den Wiener Philharmonikern unter Sir Georg Solti auf. Dem folgten seither zahlreiche weitere Operngesamtaufnahmen (u. a. „Turandot“ von Busoni unter Kent Nagano (Virgin Classics) und der „Rosenkavalier“ unter Bernard Haitink (EMI), „Die Harmonie der Welt“ unter Marek Janowski (Wergo).

Mehrfach wirkte er auch in der DECCA-Serie „Entartete Musik“ mit: u. a. „Jonny spielt auf“ von Ernst Krenek, „Der gewaltige Hahnrei“ von Berthold Goldschmidt (ausgezeichnet mit dem Cannes Classic Award), Titelrolle in „Der Kaiser von Atlantis“ von Viktor Ullmann, „Die Vögel“ von Walter Braunfels (für den GRAMMY 1998 nominiert), „Die Verlobung im Traum“ von Hans Krasa.

In der Saison 2004/05 war Michael Kraus an der Niederländischen Oper in einer Neuproduktion der „Toten Stadt“ als Frank/Fritz (Dirigent Ingo Metzmacher, Regie Willy Decker) zu hören.

An der Volksoper stand Michael Kraus u. a. als Don Giovanni, Eisenstein („Die Fledermaus“), Sixtus Beckmesser („Die Meistersinger von Nürnberg“), Mr. Jones („Der Kuhhandel“) Ping („Turandot“), Gunther („Die lustigen Nibelungen“), Moritz Fekete („Kehraus um St. Stephan“), Ein Musiklehrer („Ariadne auf Naxos“) und Kapitän Georg von Trapp („The Sound of Music“) auf der Bühne.

In dieser Spielzeit ist er wieder in der Titelrolle des "Gianni Schicchi" sowie als Kruschina in der Neuproduktion "Die verkaufte Braut" und als Alberich in "Wagners RING an einem Abend" zu erleben.

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien