Ensemble Ensemble

David Levi

Der in New York aufgewachsene David Levi absolvierte zunächst ein Psychologiestudium an der Harvard University, bevor er Klavier, Dirigieren, Kammermusik und Liedbegleitung an der Manhattan School of Music studierte. Anschließend war er als Assistent am Chautauqua Summer Institute, an der Texas Opera in Houston, an der Pennsylvania Opera in Philadelphia und an der Western Opera in San Francisco engagiert. An der Metropolitan Opera New York arbeitete er als Assistent von James Levine.

Gemeinsam mit der Regisseurin Corina van Eijk rief David Levi 1989 das Spanga Opera Festival in den Niederlanden ins Leben. Hier dirigierte er u. a. „L’elisir d’amore“, „Rigoletto“, „Les contes d’Hoffmann“, „The Rake’s Progress“ „Ariadne auf Naxos“, „Samson et Dalila“, „Falstaff“, „Aida“ und Puccinis „Trittico“. 2008 erarbeitete er beim Spanga Opera Festival „Donna Giovanna“, ein bei Kritik und Publikum überaus erfolgreiches Projekt über „Don Giovanni“, außerdem im Jahr 2009 Strauss’ „Elektra“ mit einem Orchester von 34 Musikern und im Jahr 2010 seine Version von „Carmen“. David Levi hatte auch die musikalische Leitung der beiden Opern-Filme „Rigoletto“ und „Samson und Dalila“ inne, die von Opera Spanga produziert wurden. Außerdem dirigierte er bei David Moreaus Filmmusik für „Une Vie à t’attendre“ und „Le Héros de la Famille“. Für letzteren war er auch der Gesangslehrer von Emmanuelle Béart und Cathérine Deneuve.

1993 kam David Levi als Assistent von James Conlon an die Oper Köln, wo er u. a. die Neuproduktionen von Dimitri Schostakowitschs Oper „Die Nase“ (Regie: Harry Kupfer) und Stephen Sondheims „Sweeney Todd“ (Regie: Torsten Fischer) leitete. Darüber hinaus dirigierte er Berlioz’„La Damnation de Faust“, „Elektra“ mit Gabriele Schnaut, „Eugen Onegin“, „Otello“, „Hänsel und Gretel“, „Die Zauberflöte“, „Eugen Onegin“ sowie „La Traviata“.

An der Opéra de Paris arbeitete David Levi von 1997 bis 2002 als Chordirektor. In Frankreich dirigierte er seither erfolgreich an der Opéra de Montpellier, der Opéra de Longjumeau und der Opéra de Massy, außerdem Konzerte mit dem Orchestre National des Pays de la Loire und mit den Orchestern von Straßburg und Nancy. Er ist regelmäßig zu Gast beim Orchestre National d’Île de France, mit dem er u. a. Leonard Bernsteins „Mass“, Messiaens „Trois Petites Liturgies“ und einen Broadway-Abend mit Petricia Petibon und einem Chor von 1500 Kindern aus dem Großraum Paris zur Aufführung brachte. Mit Patricia Petibon traf er seither mehrmals zusammen, u. a. dirigierte er 2009 ein Konzert mit der Künstlerin und dem Tokyo Philharmonic Orchestra.

2002 lud die Oper Graz David Levi ein, die Wiederaufnahme von „Turandot“ sowie eine Neuproduktion des Musicals „Cabaret“ zu dirigieren. Im darauf folgenden Jahr übernahm er die musikalische Leitung der Neuproduktion „Sweeney Todd“. An der Komischen Oper Berlin dirigierte er „Die Csárdásfürstin“. In Italien machte sich David Levi mit zahlreichen Ballettproduktionen einen Namen, u. a. mit „Anna Karenina“ in Triest und Genua, „Red Giselle“ in Triest mit dem Eifman-Ballett St. Petersburg sowie mit einem Abend mit dem Royal Danish Ballet in Neapel. 2012 dirigierte er die Choreographie „Napoli“ für diese Compagnie im Palais Garnier und „Graham, Humphrey, Limon, Ailey“ am Teatro dell’Opera di Roma, wo er bereits 2011 in der europäischen Uraufführung der Oper „A view from the Bridge“ von William Bolcom debütierte. 2013 folgte das New York City Ballet.
Zu seinen jüngsten Auftritten zählen „Sweeney Todd“ in Magdeburg und „Herzog Blaubarts Burg“ in Bogota, Kolumbien.

An der Volksoper Wien debütierte David Levi im Jahr 2005 mit Vorstellungen von „The Sound of Music“. Er dirigierte darüber hinaus die Operette „Die Csárdásfürstin“ sowie die Musical-Soiree, das Ballett „Anna Karenina“ und leitete die Neueinstudierung von „My Fair Lady“. Weiters stand er bei der konzertanten Produktion von „South Pacific“ mit Ferruccio Furlanetto sowie bei der Gala „Salut für Marcel Prawy“ am Pult des Volksopernorchesters und übernahm 2011/12 die musikalische Leitung von „Die spinnen, die Römer!“.
In der aktuellen Spielzeit ist er wieder als Dirigent des Sondheim-Musicals „Die spinnen, die Römer!“ zu erleben.

www.davidlevimusic.com

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien