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Ksch Erni Mangold

wurde in Großweikersdorf, Niederösterreich als Kind einer Künstlerfamilie geboren. Ihr schauspielerisches Handwerkszeug erlernte sie an der Theaterschule Helmut Kraus, spielte danach zehn Jahre lang am Theater in der Josefstadt und avancierte schnell zur Charakterdarsteller-
in, von Presse und Publikum gefeiert. Mitte der 50er Jahre wechselte sie an das Hamburger Schauspielhaus und arbeitete bis 1963 mit Gustaf Gründgens, mit dem sie bis zu seinem Tod in Verbindung blieb.

Privat war Erni Mangold damals mit Helmut Qualtinger befreundet, gehörte auch im Hamburg der 50er Jahre gemeinsam mit ihrem damaligen Ehemann Heinz Reincke (bis 1978) zur Quasi-Clique. Nach ihrem Engagement bei Karl Stroux in Düsseldorf wechselte sie zwischen verschiedenen deutschen Bühnen und Wien.

Sie war sich nie zu gut, von einer großen Bühne in die Off-Szene einzutauchen, „in den Keller“ zu gehen, z. B. in der „Kulisse“ zu spielen, wenn ihr das Thema bzw. das Stück ein Anliegen war.

Dass Erni Mangold parallel zu ihrer schauspielerischen Karriere auch im Film reüssierte, förderte ihren Bekanntheitsgrad. Ihrem Leinwanddebüt 1948 als Mizzi im Film „Das andere Leben“, an der Seite von Vilma Degischer, Erik Frey, Leopold Rudolf und Aglaja Schmid, folgten über 60 Spielfilme, die rund 20 Fernsehspiele und -filme nicht mitgezählt. Sie spielte 1955 die hörige Geliebte an der Seite von O.W. Fischer in „Hanussen“, 1958 im Romy-Schneider-Film „Die Halbzarte“, 2001 in Julian Pölslers Literaturverfilmung „Blumen für Polt“ und im Fernsehen nicht selten in Krimis – von „ Kottan ermittelt“, über „Tatort“ bis zu „Kommissar Rex“. 2004 konnte man sie Altbäuerin im TV-Streifen „Die Bauernprinzessin“ sehen.

Ksch Erni Mangold ist Kainz-Medaillen- und Nestroy-Preis-Trägerin.

Auf der Bühne prädestinieren sie Schlagfertigkeit und ihre Ausflüge in den schwarzen Humor für österreichische Theaterliteratur, z. B. Nestroy, Horváth und Elfriede Jelinek.

Erni Mangold war an der Volksoper Wien bereits als Jente in „Anatevka“ und als Öffentliche Meinung („Orpheus in der Unterwelt“) zu sehen.

In der Spielzeit 2009/2010 wird sie wieder als Öffentliche Meinung („Orpheus in der Unterwelt“) auf der Bühne zu erleben sein.

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien