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* (c) Moritz Schell

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Louise Martini

wurde in Wien geboren. Die Liebe zum Theater ent-
deckte „die Martini“, als sie mit zwölf Jahren in einer Schulaufführung das Lottchen in Ferdinand Raimunds „Der Bauer als Millionär“ spielte. Noch während ihrer Schulzeit am Realgymnasium in Wien besuchte sie das Reinhardt-Seminar.

Ihre Schauspielkarriere begann Martini an verschiedenen Wiener Theatern. Ans Volkstheater holte sie Heinz Hilpert, danach folgten fünf Jahre Kabarett mit Helmut Qualtinger, Carl Merz, Gerhard Bronner und Georg Kreisler.

1962 ging die Künstlerin nach Deutschland. Der Durchbruch gelang ihr in der Hauptrolle des Musicals „Irma la Douce“ in München. Erfolgreich wechselte sie vom Kabarett ins klassische Schauspielfach. Bereits in den sechziger Jahren präsentierte sie ihre eigene Personality-Show „Eine Frau - Louise Martini“ im Fernsehen.

Einem breiten Publikum wurde Martini v. a. durch ihre zahlreichen Fernsehauftritte bekannt, mit prominenten Rollen in Serien wie „Traumschiff“, „Derrick“, „Der Kommissar“, „Tatort“, „Kottan“ und „Ein Fall für zwei“. Dem österreichischen Fernsehpublikum ist sie als Präsentatorin der Serie „Gerichte mit Geschichte“ und als Gastgeberin im „Club 2“ in Erinnerung. Ab 1968 moderierte sie in Ö3 siebzehn Jahre lang die wöchent-
lichen Sendungen „Mittags Martini“ und „Martini Cocktail“.

Louise Martini erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. die Goldene Kamera (1978), die Goldene Ehrenmedaille der Stadt Wien (1987), das Goldene Wiener Ehren-
zeichen (2006), und seit 1997 sie ist Trägerin des Johann-Nestroy-Ringes. Im Verlag Deuticke ist 1998 ihr Buch „Ein O für Louise - Wien in den 50er Jahren“ erschienen.

Im Herbst 2006 drehte Martini für eine „Der Bulle von Tölz“-Folge mit Ottfried Fischer in Wien. 2007 war sie im Theater in der Josefstadt in „Gefährliche Lieb-
schaften“ zu sehen.

An der Volksoper Wien gab Louise Martini in der Saison 2007/08 ihr Debüt als Mrs. Higgins in „My Fair Lady“ und wird in dieser Rolle auch in der aktuellen Spielzeit auf der Bühne zu sehen sein.

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien