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Henrik Nánási

Der im ungarischen Pécs geborene Henrik Nánási studierte von 1990 bis 1993 am Konservatorium Béla Bartók in Budapest Komposition und Klavier. Er setzte seine Ausbildung an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien fort, wo er Dirigieren (bei Leopold Hager und Konrad Leitner), Komposition (bei Ivan Eröd und Kurt Schwertsik) sowie Korrepetition studierte.

1999 kam er als Solorepetitor an das Stadttheater Klagenfurt. Hier avancierte er bis zum Jahr 2002 zum Ersten Kapellmeister des Hauses und dirigierte ein breit gefächertes Repertoire, u. a. „Nabucco“, „Don Carlo“, „Il barbiere di Siviglia“, „Norma“, „Turandot“, „La Bohème“ oder „Don Pasquale“ sowie die Operetten „Die schöne Helena“, „Wiener Blut“ und „Eva“.
Gastspiele führten Henrik Nánási an das Budapester Operettentheater, die Wiener Kammeroper, die Städtischen Bühnen Osnabrück, das Ulmer Theater und das Staatstheater Braunschweig.

Henrik Nánási erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien: 1993, 1994 und 1997 war er Stipendiat der Alban Berg Stiftung für Komponisten, 1995 bekam er den Förderungspreis der Carl-Michael-Ziehrer-Stiftung, 1996 eine Würdigung der Bayreuther Richard-Wagner-Stiftung und ein Stipendium des Bundesministeriums für Kunst und Wissenschaft, 1997 folgte eine Anerkennung der Dr. Martha Sobotka-Charlotte Jeneczek Stiftung für außerordentliche künstlerische Begabung sowie die Würdigung der Global Fondation for Research and Scholarship 1998.

Von 2005 bis 2007 war Henrik Nánási Erster Kapellmeister am Theater Augsburg. Hier dirigierte er u. a. Gaetano Donizettis „Maria Stuarda“, Gioachino Rossinis „L’italiana in Algeri“, Antonio Salieris „Re d’Ormus“, Vincenzo Bellinis „Norma“ sowie „Die lustige Witwe“.

Von 2007 bis 2010 war Henrik Nánási erster Kapellmeister und stellvertretender Chefdirigent am Staatstheater am Gärtnerplatz. Zu seinen ersten Aufgaben zählten hier Franz Léhars „Die lustige Witwe“ und Verdis „I Masnadieri“.

Im August 2012 wird Henrik Nánási sein Amt als Generalmusikdirektor an der Komischen Oper Berlin antreten.

An der Volksoper Wien debütierte Henrik Nánási mit der Wiederaufnahme von Kálmáns „Gräfin Mariza“ im September 2007. Es folgten weitere Gastspiele an unserem Haus mit „La Traviata“, La Bohème“ und „Carmen“. Darüber hinaus leitete Nánási die Neuproduktionen von „Der Vogelhändler“, „Rusalka“ und im Mai 2011 „Die lustige Witwe“.

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien