Guillermo García Calvo
wurde 1978 in Madrid geboren und begann seine musikalische Ausbildung im Alter von 7 Jahren. Er schloss sein Studium an der Musikuniversität in Wien mit einer Arbeit über „Parsifal“ und einem Diplomkonzert ab. Von 2000 bis 2002 war er Assistent von Iván Fischer und dem Budapest Festival Orchester. 2001 und 2002 fungierte er jeweils im Sommer als Dirigent des Jugendorchesters Ciudad de Lucena in Córdoba.
Im März 2003 debütierte er als Operndirigent mit einer Aufführung von „Hänsel und Gretel“ im Schlosstheater Schönbrunn. Einer Einladung Friedrich Haiders folgend, dirigierte er im August 2006 das Orquesta Sinfónica Ciudad de Oviedo im Teatro Campoamor anlässlich des 3. Sommerfestivals von Oviedo sowie eine konzertante Vorstellung von „Nabucco“. Die spanische Zeitung La Nueva España schrieb dazu folgendes: „Mit seinem Debüt überraschte der junge spanische Dirigent Guillermo García Calvo. Er legte eine profunde Kenntnis der beiden dargebotenen Werke an den Tag, hatte das Orchester stets unter Kontrolle und zeigte eine kluge Interpretation der Partitur. Eine Entdeckung.“
Der Dirigent arbeitet regelmäßig mit renommierten Orchestern wie der Slowenischen Philharmonie (CD-Einspielung und Konzerte im März 2007 und Oktober 2008), dem Wiener Johann Strauß Orchester (Produktion „Die Fledermaus“ im Wiener Konzerthaus im Juni 2008), dem Symphonieorchester Sofia (Konzerte im Juli 2007), dem Philharmonischen Orchester Las Palmas (Konzerte im Jänner 2008) und dem Orquesta sinfónica de Galicia („Feuervogel“ im März 2009).
Im Juni 2007 arbeitete er als musikalischer Assistent von Christian Thielemann für die Wiederaufnahme des „Ring der Nibelungen“ in Bayreuth.
Seit November 2003 ist Guillermo Garcia Calvo sehr eng mit der Wiener Staatsoper verbunden. Er betreute u. a. die Produktionen „Traumfresserchen“ (2004), „Aladdin und die Wunderlampe“ (2005), „Bastien und Bastienne“ (2006) und „Die Omama im Apfelbaum“ (2007). Seit Oktober 2007 dirigiert Guillermo Garcia Calvo Ballettvorstellungen wie „Coppelia“, „Mayerling“ oder „Der Nussknacker“.
Darüber hinaus war er für die musikalische Einstudierung von mehr als 50 Werken aus dem Opernrepertoire an der Wiener Staatsoper zuständig. Im Dezember 2009 wurde er drei Wochen vor der Premiere von „Macbeth“ mit der Musikalischen Leitung der Neuproduktion betraut.
In der Spielzeit 2008/09 feierte der Künstler große Erfolge an der Wiener Volksoper mit „Il barbiere di Siviglia“ und „Der Nussknacker“ und kehrt in der laufenden Saison mit Dirigaten des „Nussknacker“ und der Ballettgala im Juni 2010 an unser Haus zurück.
* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien

