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(c) P. T. Sullivan*

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Joseph R. Olefirowicz

wurde in Methuen, Massachusetts, in der Nähe von Boston, geboren. Nach seinem Studium am Ithaca College, New York, kam er 1994 als Orchestermitglied der Europa-Tournee von Bernsteins „On the Town“ nach Europa. Sein erstes Engagement als Dirigent in Deutschland erhielt er am Capitol Theater Düsseldorf, wo er als stellvertretender musikalischer Leiter wirkte. In der Folgezeit (1995–2002) wurde er als Dirigent an die Musicaltheater von Bochum, Stuttgart und Berlin berufen, um dort die Original-Inszenierungen der Musical-Welterfolge „Starlight Express“, „Miss Saigon“, „Disney’s Die Schöne und das Biest“ (als Gast) und „Disney’s Der Glöckner von Notre Dame“ zu dirigieren.

Seine Arbeit im Bereich der Unterhaltungsmusik war außerdem geprägt durch die Zusammenarbeit mit dem Budapest Film Orchestra, Capitol Voices London, Checkpoint/Senator Films, RTL, WDR, SWR, MTV Germany, Hallmark Entertainment und NBC-TV (USA). 2004 fungierte er in Budapest und London als „Music & Choral Supervisor“ bei der NBC/Hallmark-Verfilmung von Ahrens & Menken’s „A Christmas Carol“. Er arbeitete im Rahmen dieses Projekts mit dem Komponisten Alan Menken und dem Musikproduzenten Michael Kosarin zusammen. 2005 gewann dieser Film einen Emmy Award für die beste musikalische Leitung. Olefirowicz erhielt von der Academy of Television Arts and Sciences in Los Angeles einen Emmy Craft Citation Award, der seinen künstlerischen Beitrag zu diesem Film besonders würdigte.

Seitdem konzentriert sich Joseph R. Olefirowicz auf seine Karriere als klassischer Dirigent. Für zahlreiche Bühnenproduktionen und symphonische Konzerte wurde er mit der musikalischen Leitung betraut, u. a. mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg, dem Orchester der Musikalischen Komödie Leipzig und dem Loh-Orchester Sondershausen. Seine weitere Laufbahn brachte ihn u. a. an Häuser wie die Berliner Staatsoper Unter den Linden, die Oper Leipzig, das Theater Nordhausen sowie die New Yorker Oswego Opera.
Er erarbeitete sich dabei ein breites Opernrepertoire, das u. a. folgende Werke umfasst: „Aida“, „Carmen“, „Così fan tutte“, „L’elisir d’amore“, „Der Freischütz“, „Lodoïska“, „Die lustigen Weiber von Windsor“, „Madama Butterfly“, „Tosca“, „Die Zauberflöte“. Er dirigierte außerdem die Operetten „La belle Hélène“, „Frau Luna“, „Das Land des Lächelns“, „Die lustige Witwe“ sowie „The Student Prince“ von Sigmund Romberg. Ferner hatte er die musikalische Leitung beim Ballett „Coppélia“ und bei den Musicals „A Chorus Line“, „Anything Goes“, „Chess“, „Jesus Christ Superstar“ und „West Side Story“ inne.

Joseph R. Olefirowicz ist zudem ein international gefragter Konzertorganist und fungiert als künstlerischer Leiter einer erfolgreichen Kammerkonzert-Reihe im US-Bundesstaat New Hampshire. Im Dezember 2012 gab er sein Debüt mit dem Springfield Symphony Orchestra im Bundesstaat Massachusetts und dirigierte „Messias“ mit den First Music Concert Series in den USA.

An der Volksoper Wien debütierte Olefirowicz in der Saison 2007/08 als Dirigent von „Anatevka“. 2008 hatte er die musikalische Leitung der von Publikum und Presse gleichermaßen gefeierten Neuproduktion von „Guys and Dolls“ inne. Seither dirigierte er außerdem Paul Abrahams Operette „Die Blume von Hawaii“ und Lehárs „Die lustige Witwe“ und stand beim Open Air Saisonauftakt 2010/11 erneut am Pult des Volksopernorchesters. Zuletzt überzeugte er 2012 als musikalischer Leiter der konzertanten Produktion des Leonard-Bernstein-Musicals „Candide“.
Zum Auftakt der Saison 2013/14 dirigiert er die Premiere des Musicals „Sweeney Todd“ von Stephen Sondheim.

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien