Antigone Papoulkas
Die aus München stammende Mezzosopranistin studierte an der Musikhochschule in Köln bei Hans Sotin und Klesie Kelly sowie privat bei Soto Papoulkas; sie nahm an Meisterkursen u. a. von Daphne Evangelatos, Josef Metternich und Teresa Berganza teil. Zweimal erhielt sie den ersten Preis beim Bundesgesangswettbewerb in Berlin.
Von 2001 bis 2003 war sie Ensemblemitglied der Hamburgischen Staatsoper, wo sie als Bradamante in der Premiere von „Alcina" reüssierte. U. a. war sie als Hänsel, Boulotte („Ritter Blaubart“), Cherubino („Le nozze di Figaro“), Dorabella („Così fan tutte“), Varvara („Katja Kabanova“), Alt-Solo in „Messias“ und mit dem Altsolo aus Mahlers 3. Symphonie (Ballett) zu hören.
Im Dezember 2001 debütierte sie als Cherubino an der Wiener Staatsoper. An diesem Haus, dem sie von 2003 bis 2005 als Ensemblemitglied angehörte, war sie u. a. auch als Niklausse („Les contes d' Hoffmann“) und Cherubino anlässlich der Mozart-Wochen zu hören, im November 2004 gab sie dort ihr Rollendebüt als Rosina („Il barbiere di Siviglia“).
Die Mezzosopranistin ist Ensemblemitglied der Semperoper Dresden. Nachdem sie hier als Orlofsky („Die Fledermaus“) debütiert hatte, folgten u. a. Komponist („Ariadne auf Naxos“), Cherubino in einer Neuproduktion von „Le nozze di Figaro“, Sister Helen Prejean („Dead man walking“), Hänsel in einer Neuproduktion von „Hänsel und Gretel“ in der Regie von Katharina Thalbach (TV-Aufzeichnung für ARTE und DVD) und Octavian. 2008/9 stehen in Dresden u. a. die Titelpartie in „Carmen“ sowie Rosina („Il barbiere di Siviglia“) und Komponist auf ihrem Programm.
Im Herbst 2008 gastierte sie mit der Deutschen Oper Berlin als Octavian in Peking.
Auf dem Konzertpodium war sie in der Vergangenheit in Mahlers 8. Symphonie (2. Alt) im Wiener Konzerthaus unter F. Luisi zu hören, sie sang u. a. Bachs h-moll Messe in Leipzig (Thomaskirche), Dresden (Kreuzkirche) und Krakau, Berlioz‘ „Les nuits d' été“ im Megaron Thessaloniki, „Matthäus-Passion“, „Johannes-Passion“, „Weihnachtsoratorium“ (Bach und Saint-Saens), „Magnificat“ von C. P. E. Bach und J. S. Bach, diverse Bach-Kantaten, Beethovens 9. Symphonie, Tippetts „A child of our time“, Haydns „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“, Mozarts „Requiem“ sowie Händels „Messias“ u. a. in Hamburg, Frankfurt, Köln und Bonn.
Im Dezember 2008 debütiert sie mit Beethovens C-Dur Messe und Frank Martins „In terra pax“ unter Fabio Luisi im Wiener Musikverein, im Jänner 2009 sang sie in Oslo - ebenfalls unter Luisi - Mendelssohns „Elias“, im Herbst 2009 war sie in Berlin als Rosina in einer Neuproduktion von „Il barbiere di Siviglia“ in der Regie von Katharina Thalbach zu hören.
Ihr Sesto und Maddalena-Debüt gab sie an der Semperoper in der Saison 2010/11. Dort wird sie 2012 wieder die Rolle der Sister Helen Prejean in "Dead man walking" singen. In der Pemierenproduktion "Alcina" im Theater St. Gallen sang sie erfolgreich ihr Ruggiero-Debut. Im Sommer 2011 gab sie die Titelrolle in der "Carmen"-Produktion im "Opern Air" Festival in Gars am Kamp.
Im Dezember 2003 gab sie ihr Debüt an der Volksoper Wien in der Titelpartie „Boccaccio“ in der Regie von Helmut Lohner, im März 2005 sang sie mit großem Erfolg Sesto in der Wiederaufnahme von „La clemenza di Tito“ und gab im Jänner 2007 ihr Partiedebüt als Carmen. 2008 sang sie erneut Carmen und Boccacio und nahm in dieser Rolle an der Japan-Tournée der Volksoper teil.
In der Saison 2011/12 ist sie am Haus als Orlofsky zu erleben.
www.papoulkas.de
* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien

