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Annely Peebo

Nach einem elfjährigen Klavierstudium und der Ausbildung als Chordirigentin begann die gebürtige Estin ihr Gesangsstudium bei Prof. Gerhard Kahry und schloss ihr Studium in Lied- und Opernklasse an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien ab.

Die vielseitige Künstlerin arbeitete mit namhaften Regisseuren wie Franco Zeffirelli („La Traviata“) in Italien, mit Giorgio Strehler („Così fan tutte“) am Piccolo Teatro Milano, mit Robert Carsen (Händels „Orlando“) in Ravenna, mit Dario Fo („Il viaggio a Reims“) an der Finnischen Nationaloper Helsinki und mit Philippe Arlaud („Così fan tutte“) an der Opéra de Nancy sowie mit William Kentridge („Die Zauberflöte“) in Napoli. Auch war Peebo in einer „Cenerentola“-Produktion des Festivals Aix-en-Provence zu hören.

Sie hat mit vielen bedeutenden Dirigenten wie Georges Pretre, Frühbeck de Burgos, Neeme Järvi, Sir Neville Marriner, Claudio Abbado, Ton Koopman, Dennis Russell Davies, Ulf Schirmer, Christopher Hogwood, Stefan Soltesz, Fabio Luisi, Ion Marin, Manfred Honeck, Bertrand de Billy, Ottavio Dantone, Paavo Järvi, Placido Domingo sowie Thomas Hengelbrock, G. Korsten und vielen anderen zusammengearbeitet.

Annely Peebo ist aber auch eine sehr gefragte Barock- und Konzertsängerin und ist mehrfach in der Philhar-
monie von Berlin, München, Tallinn, Stockholm, Riga, dem Gewandhaus Leipzig, im Wiener Musikverein, Wiener Konzerthaus sowie bei den Salzburger und Bregenzer Festspielen , der Schubertiade und anderen Festivals in Italien, Frankreich, Spanien, Griechenland, Japan, Australien, Russland, Finnland, Schweden, Norwegen, Belgien, Schweiz und Estland aufgetreten.

Ihr umfangreiches Konzert- und Liederabendrepertoire umfasst die wichtigsten Werke von Bach, Händel, Telemann, Mozart, Haydn, Beethoven, Dvorak, Berlioz, Rossini, Schubert, Bruckner, Brahms, Mahler, Schönberg, R. Strauss, Verdi u. a.

Im Herbst 2003 sang Annely Peebo anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Pontifikates von Johannes Paul II. Beethovens Symphonie N° 9 im Vatikan. Im Jahr zuvor moderierte sie in ihrem Heimatland Estland den Eurovision Song Contest in Tallinn. Annely Peebo war Hauptdarstellerin in einem mehrfach preisgekrönten Musikfilm „Les lecons de tenebres“, eine Koproduktion von France 3 und arte.

Beim Savonlinna Festival 2004 war die Mezzosopranistin als Niklaus („Le contes d’Hoffmann“) zu sehen, weitere Höhepunkte waren u. a. ihr Auftritt bei „Christmas in Vienna“ 2006, die Partie Dorabella („Così fan tutte“) am Teatro Carlo Felice Genova und „Ariadne auf Naxos“ am Teatro Massimo Palermo.

In der Saison 2007/08 trat sie u. a. am Teatro La Scala Milano, Teatro San Carlo Napoli, Teatro Carlo Felice Genova, Teatro Regio di Torino auf und gab Lieder-
abende und Konzerte in Wien, Cagliari, Rom, Florenz, Torino, Paris, Madrid, Bonn, Bamberg, München, Stuttgart, Helsinki, Stockholm, Tallinn und in Bregenz.

1997 wurde Annely Peebo Mitglied der Volksoper Wien. Im selben Jahr debütierte sie an der Wiener Staatsoper in „Rigoletto“. Zu ihrem umfangreichen Repertoire an der Volksoper Wien gehören u. a. die Rollen „La Ceneren-
tola“, Hermia („Ein Sommernachtstraum“), Dorabella („Così fan tutte“), Cherubino („Die Hochzeit des Figaro“), Donna Elvira („Don Giovanni“), Mercedes und Carmen („Carmen“), Henri („Der Opernball“), 2. Dame („Die Zauberflöte“), Zaida („Il Turco in Italia“), Hänsel („Hänsel und Gretel“), Sesto („La clemenza di Tito”), Giovanni Boccaccio („Boccaccio“) und Prinz Orlofsky („Die Fledermaus“).

Seit 2005 ist die Künstlerin freischaffend tätig.

In dieser Spielzeit ist Annely Peebo wieder als Sylva Varescu ("Die Csárdásfürstin"), Carmen („Carmen“), Prinz Orlofsky („Die Fledermaus“) sowie beim Weihnachtskonzert an der Volksoper zu sehen.

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien