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Sebastian Reinthaller * (c) Ulrich Reinthaller

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KS Sebastian Reinthaller

Der gebürtige Wiener machte eine Ausbildung zum Hotelkaufmann und begann ein Architekturstudium, bevor er Gesang am Konservatorium in seiner Heimatstadt Wien studierte. Schon bald gab er sein Debüt als Ferrando in „Così fan tutte“ am Stadttheater Baden. In Deutschland war er erstmals als Jaquino in „Fidelio“ bei den Heidenheimer Festspielen 1989 zu sehen und zu hören.

Anschließend trat er seinen ersten Fixvertrag am Stadttheater St. Pölten an und wurde bereits nach der dortigen ersten Saison an das Stadttheater Luzern in die Schweiz berufen, wo er u. a den Tony in „West Side Story“, Pedrillo in der „Entführung aus dem Serail“ und den Josef im „Wiener Blut“ gab.
1991/92 wurde Reinthaller von KS Eberhard Wächter als Ensemblemitglied an die Volksoper Wien geholt. Ab diesem Zeitpunkt konnte er sich in jedem Bühnenjahr mit den unterschiedlichsten Partien im Opern-, Operetten-und Musicalfach ein großes Repertoire aneignen.

Seine Interpretation des Ernesto („Don Pasquale“) und des Nemorino („L’elisir d’amore“) haben ihm Engagements in Cosenza und Bari verschafft, aber auch in Österreich war und ist er bei vielen Festivals zu Gast, so z.B. bei den Salzburger Festspielen, bei den Wiener Festwochen, bei den Seefestspielen in Mörbisch, bei den Operettenfestspielen in Baden bei Wien und Langenlois sowie bei den Musiktagen im Schloß Grafenegg.

An der Wiener Staatsoper stand Reinthaller nach seinem Debüt in einer Leonard Bernstein Matinee mit Marcel Prawy als Italienischer Sänger („Rosenkavalier“ und „Capriccio“) sowie Steuermann („Der fliegende Holländer“) und David („Die Meistersinger von Nürnberg“) auf der Bühne.

Reinthaller ist seit langer Zeit auf dem Konzertpodium zuhause, so z. B. an der Berliner und Kölner Philharmonie, im Herkulessaal in München, im Musikverein und im Konzerthaus Wien, im Festspielhaus Baden-Baden, in der Liederhalle in Stuttgart und in der Königlichen Elisabethhalle in Antwerpen.
Unter der Leitung von Zubin Metha gab er konzertante Vorstellungen als Rosillon („Die lustige Witwe“) in Tel Aviv. Diese Rolle hat Reinthaller auch dann an der Wiener Staatsoper gesungen.

Der Sänger war u. a. zu Gast im Münchner Gasteig, am Opernhaus Frankfurt, Komische Oper Berlin und Opernhaus Düsseldorf und absolvierte Gastspiele u. a. in Zürich, Basel, Belgien, Italien, New York, Singapore und natürlich als Solist bei den Japangastspielen der Wiener Volksoper.

Im Jahr 2009 wurde Sebastian Reinthaller von Bundesministerin Claudia Schmied zum Kammersänger der Republik Österreich ernannt.

Ab Mai 2014 übernimmt Sebastian Reinthaller die künstlerische Leitung der Bühne Baden. Er wird dort neben seinen administrativen und operativen Aufgaben als Sänger und Regisseur tätig sein und viele Projekte gemeinsam mit europäischen Bühnen veranstalten.

Das Volksopernpublikum kennt den Künstler u.a. als Nadir („Die Perlenfischer“), Janek („Die Sache Makropoulos“), Niki („Ein Walzertraum“), Edwin („Die Csárdásfürstin“), Stefan („Der fidele Bauer“), Adam („Der Vogelhändler“), Symon („Der Bettelstudent“), Herzog Guido („Eine Nacht in Venedig“), Alfred und Eisenstein („Die Fledermaus“), Graf Zedlau („Wiener Blut“), Sven Cech („Die Ausflüge des Herrn Broucek“), Pietro („Boccaccio“), Sándor Bárinkay („Der Zigeunerbaron“), Graf Tassilo („Gräfin Mariza“) und Gonzalvo („Die spanische Stunde“).
Weiters stand er als Edwin („Die Csárdásfürstin“), Orpheus („Orpheus in der Unterwelt“), Georges Duménil („Der Opernball“), Pong („Turandot“), Camille de Rosillon („Die lustige Witwe“), Lorenzo („Fra Diavolo“), René Graf („Der Graf von Luxemburg“), Graf Almaviva („Der Barbier von Sevilla“) sowie als Sänger der Tenorpartie in der Ballettproduktion „Carmina Burana“ auf der Bühne.
In der Saison 2013/14 ist Sebastian Reinthaller erneut als Edwin, Eisenstein, Camille de Rosillon und als Tenor in „Carmina Burana“ zu erleben.

www.sebastianreinthaller.at

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien