Anton Scharinger
wurde in Niederösterreich geboren. Nach seiner Ausbildung am Konservatorium in Wien erhielt er bereits als Zwanzigjähriger ein erstes Engagement am Salzburger Landestheater, wo er als Guglielmo in „Così fan tutte“ debütierte. Als freier Künstler widmete er sich zunächst dem Konzertrepertoire und sang die großen Oratorien von Bach, Haydn und Händel.
Nach Auftritten in Mozartopern wie der „Zauberflöte“ oder „Le nozze di Figaro“ unter Nikolaus Harnoncourt begann seine internationale Karriere. Als Figaro und Papageno im Rahmen des Zürcher Mozart-Zyklus, als Leporello beim Festival Aix-en-Provence oder auch als Dr. Falke in der „Fledermaus“ zeigte Anton Scharinger seine musikalischen und darstellerischen Qualitäten. Neben seinem Gastengagement am Opernhaus Zürich trat er u. a. an der Mailänder Scala und der Wiener Staatsoper, in Amsterdam, Hamburg, Paris, Rom, Chicago und Buenos Aires auf.
Höhepunkte seiner Karriere waren der Papageno bei den Salzburger Festspielen (mit Sir George Solti) sowie in Aix-en-Provence (mit William Christie). Im Sommer 2003 wirkte er in der Uraufführung von Henzes „L’Upupa“ bei den Salzburger Festspielen mit.
Der Bass-Bariton ist jedoch nicht nur als Opern-, sondern auch als Konzertsänger sehr gefragt und arbeitete mit Dirigenten wie Riccardo Chailly, Rafael Frühbeck de Burgos, Bernard Haitink, Nello Santi, Franz Welser-Möst, Georges Prêtre, Antal Dorati, Sergiu Celibidache, Krzysztof Penderecki und Christoph von Dohnányi. Seine Stimme ist auf zahlreichen Rundfunk-, Fernseh- und Plattenaufnahmen festgehalten. Im Oktober 1995 wurde Anton Scharinger vom Österreichischen Bundesministerium für Unterricht und Kunst mit dem Mozartpreis-Interpretationspreis ausgezeichnet.
An der Volksoper Wien debütierte der Künstler in der Saison 2003 / 04 als Plumkett in Flotows „Martha“; in dieser Rolle wird er auch heuer wieder auf der Bühne stehen.
* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien

