Thomas Sigwald
Der Tenor wurde in Wien geboren. Als Jugendlicher beschäftigte er sich mit Experimentalfilmen und erhielt Preisgelder für zwei abendfüllende Super 8-Spielfilme.
Seine Gesangsausbildung erhielt er bei Althea Bridges, Illko Natchev und Ron Schneider. Nach abgeschlossener Schauspielausbildung am Max Reinhardtseminar, einem Auftritt bei den Salzburger Festspielen im „Jedermann“ und der Hauptrolle (Friedel) in Peter Patzaks „Die Försterbuben“ begann er seine Karriere 1988 zunächst im Musicalbereich als Judas („Jesus Christ Superstar“), Feuilly & Enjolras („Les Miserables“) an den Vereinigten Bühnen Wien und Tony („West Side Story“) am Stadt-
theater Klagenfurt sowie an den Vereinigten Bühnen Graz.
Sein erstes Engagement als lyrischer Tenor erhielt Sigwald am Landestheater Linz, wo er sich zahlreiche Partien erarbeiten konnte, u. a.: Tamino („Die Zauber-
flöte“), Belmonte („Die Entführung aus dem Serail“), Don Ottavio („Don Giovanni“), Fenton („Falstaff“), Nadir („Les pêcheurs de perles“), Werther („Werther“), Rinuccio („Gianni Schicchi“), Flamand („Cappriccio“) und Baron Kronthal („Der Wildschütz“). Bei den Bregenzer Festspielen war Sigwald als Jaquino („Fidelio“) zu sehen.
Sigwald widmet sich auch der Operette und ist gern gesehener Gast am Staatstheater am Gärtnerplatz, am Landestheater Salzburg, am Stadttheater Baden, am Stadttheater Klagenfurt und an der Semperoper Dresden, wo er u. a. mit Partien wie Alfred („Die Fledermaus“), Graf Zedlau („Wiener Blut“), Barinkay („Der Zigeuner-
baron“), Rosillon („Die lustige Witwe“), Zarewitsch, Stanislaus („Der Vogelhändler“) bis hin zu Edwin („Die Csárdásfürstin“) und Tassilo („Gräfin Mariza“) reüssieren konnte. Sein Debüt in Innsbruck gab Thomas Sigwald im Frühjahr 2003 als René („Der Graf von Luxemburg“).
Konzerttourneen führten ihn u. a. nach Australien, Spanien, Japan und in die USA.
Der Personality-Abend „Thomas Sigwald in concert“ ging bereits mehrmals mit Gästen wie Martina Serafin, Frauke Schäfer und Melanie Holliday über die Bühne. 2003 erschien seine erste CD „Liebesgeständnisse oft-selten-nie gehörte Meisterwerke der Operette“.
Mit dem SWR spielte der Künstler eine Frederic Loewe CD (unter der Leitung von Caspar Richter) ein.
Seit Sommer 2006 produziert Thomas Sigwald sein Projekt „operettts“; diese Produktion, in der er auch selbst mitwirkt, war an der Volksoper zu sehen.
Seit der Saison 2006/07 ist er fixes Ensemblemitglied der Volksoper und war u. a. als Edwin („Die Csárdás-
fürstin“), Pong („Turandot“), Remendado („Carmen“), Manfred Prskawetz („Der Graf von Luxemburg“), Eselmann („Die Kluge“), Eisenstein („Die Fledermaus“), Graf Zedlau („Wiener Blut“), 1. Geharnischter & 2. Priester („Die Zauberflöte“), Graf Gustav von Pottenstein („Das Land des Lächelns“), Orpheus („Orpheus in der Unterwelt“), Leonetto („Boccaccio“), Beppo („Fra Diavolo“), Roderich de Weert („Der Vetter aus Dingsda“), Neid und Reißteufel („Antonia und der Reißteufel“), Heger („Rusalka“) und Kapitän Reginald Harald Stone („Die Blume von Hawaii“) zu sehen.
Zu seinen Aufgaben in der aktuellen Saison gehören u.a. der Kammerdiener Josef in "Wiener Blut", Pedro Capacho in "Das Wundertheater", sowie Zweiter Nazarener ("Salome"), Heger („Rusalka“), Eisenstein („Die Fledermaus“), 2. Priester und 1.Geharnischter („Die Zauberflöte“), Remendado („Carmen“), Spinelloccio in "Gianni Schicchi" und Edwin ("Die Csárdásfürstin").
www.thomas-sigwald.com
* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien


