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Adrineh Simonian

Die in Teheran geborene Armenierin lebt seit 1977 in Wien. Sie studierte zunächst Violine, Klavier- und Gesangspädagogik an der Musikhochschule Wien und wechselte dann in die Opern- und Operettenschule des Konservatoriums der Stadt Wien, die sie mit Auszeichnung abschloss.
Beim Belvedere-Wettbewerb wurde sie mit dem 3. Preis und Sonderpreisen ausgezeichnet, 1999 erhielt sie den Nachwuchskünstler-Preis der Stadt Wien.

Im Jahr 2000 debütierte die Mezzosopranistin an der Kammeroper in „Eine Nacht in Venedig“, ein Jahr später in „Die Fledermaus“. 2002 sang sie am Schauspielhaus mit der Wiener Akademie unter der musikalischen Leitung von Martin Haselböck und in der Regie von Hans Gratzer in Florian Leopold Gassmanns „La Contessina“. Im selben Jahr trat Simonian im Rahmen des KlangBogens in „La Bohème“ (Musikalische Leitung: Marco Guiaroini, Regie: Guy Joosten) auf.
2004 trat sie mit der Jazz-Legende Dave Brubeck und seinem Quartett im Großen Salzburger Festspielhaus auf. Weitere Gastengagements führten die Mezzosopranistin als Tamiri in einer konzertanten Aufführung von Mozarts „Il re pastore“ unter Adam Fischer nach Kopenhagen, als Ottavia in „L'incoronazione di Poppea“ an das Stadttheater Klagenfurt, als Petrus in „La Passione di Nostro Signore Gesu Christo“ von Josef Myslivecek und Dido in „Dido und Aeneas“ von Henry Purcell zum Festival Retz, als Une nymphe de la mer („Oberon“) und La confidente/2.servante („Elektra“) an das Capitole Toulouse sowie als Zweite Dame („Die Zauberflöte“) an die Opéra de Nice. An der Wiener Staatsoper debütierte die Sängerin 2005 als Enrichetta in „I Puritani“, wo sie seither u. a. in „Die tote Stadt“ und „Falstaff“ mitwirkte.
Im Sommer 2013 trat Adrineh Simonian als Hänsel in Josef E. Köpplingers Neuinszenierung von „Hänsel und Gretel“ bei den Opernfestspielen Jennersdorf auf. Als nächstes folgt die Rolle der Juno in Händels „Semele” im Münchner Gärtnerplatztheater und die der Aldonza in „Der Mann von La Mancha” in Baden.

Darüber hinaus gibt die Künstlerin Liederabende und Konzerte in Wien (Wiener Musikverein, Wiener Konzerthaus), Paris und Rom.
Adrineh Simonian arbeitet mit namhaften Dirigenten, u. a. mit Donald Runnicles, Frédéric Chaslin, Claude Schnitzler, Marc Piollet, Philippe Auguin, Leopold Hager, Alfred Eschwé, Michael Halász, Ernst Märzendorfer, Thomas Hengelbrock.

Seit der Saison 2001/02 steht Adrineh Simonian regelmäßig auf der Bühne der Volksoper Wien. Das Volksopernpublikum kennt die Mezzosopranistin u. a. als Héloise („Blaubart“), Tisbe & Angelina („La Cenerentola“), Henri („Der Opernball“), Zerlina & Donna Elvira („Don Giovanni“), Hänsel („Hänsel und Gretel“), Zaida („Il turco in Italia“), Manja („Gräfin Mariza“), „A voice“ („West Side Story“), Kate Pinkerton („Madama Butterfly“), Isabella („Boccaccio“), Ciboletta („Eine Nacht in Venedig“), Mercedes („Carmen“), Annio („La clemenza di Tito“), Cherubino („Die Hochzeit des Figaro“), Valencienne („Die lustige Witwe“), Hermia („A Midsummer Night's Dream“), Concepcion („Die spanische Stunde“), Giulietta („Hoffmanns Erzählungen“), 2. Dame („Die Zauberflöte“), Flora Bervoix („La Traviata“), Suzuki („Madama Butterfly“) und Der Komponist („Ariadne auf Naxos“). Außerdem war sie in der Titelrolle von „Carmen“, als Grimgerde in „Wagners RING an einem Abend“ sowie als Fremde Fürstin in „Rusalka“, Hamsterin in „Der Mantel“ und Cieska in „Gianni Schicchi“ zu erleben.
In der Saison 2013/14 übernimmt Adrineh Simonian die Rolle der Zigeunerin Manja in der Neuproduktion der Kálmánschen Operette „Gräfin Mariza“.

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien