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KS Heinz Zednik

wurde in Wien geboren, studierte am Konservatorium der Stadt Wien und erhielt 1964 sein erstes Engagement am Opernhaus Graz. Seit 1965 ist er Mitglied der Wiener Staatsoper (seit 1994 Ehrenmitglied). 1980 wurde Heinz Zednik zum österreichischen Kammersänger ernannt.

Der Charaktertenor stand in mehr als 80 Fachpartien auf der Bühne, u. a. als David („Die Meistersinger von Nürnberg“), Mime („Siegfried“), Loge („Rheingold“), Herodes („Salome“), Schuijski („Boris Godunow“), Schreiber („Chowantschina“), Hauptmann („Wozzeck“), Maler („Lulu“), Don Basilio („Figaro“), Novagerio („Palestrina“), Hexe („Hänsel und Gretel“), Wenzel („Die verkaufte Braut“) u. v. a.

Bei Ausflügen ins Operettenfach gab Zednik u. a. die Rollen Eisenstein („Die Fledermaus“), Leopold („Im weißen Rössl“), Pepi („Wiener Blut“) sowie Conte Caneiro („Der Zigeunerbaron“).

Von 1970 bis 1980 war er ständiges Mitglied der Bayreuther Festspiele (Steuermann, David, Mime und Loge). Ab 1980 wirkte der Künstler bei den Oster- und Sommerfestspielen in Salzburg mit.

Gastengagements führten ihn an alle großen europäischen Opernhäuser, aber auch an die Metropolitan Opera in New York.

Liederabende, Oratorien und Konzerte gab er vor allem im deutschsprachigen Raum. Zu seinem Liedrepertoire gehören u. a. die klassischen Schubert-, Schumann-, Brahms- und Hugo-Wolf-Zyklen, sowie Zyklen von Ernst Krenek, Anton Webern, Alban Berg und Arnold Schön-
berg, aber auch das Klassische Wienerlied (Kremser Alben) gehört zu seinem Programm.

Für den ORF gestaltete Heinz Zednik eigene Fernseh-Shows (Sängerportraits).

1996 / 97 erhielt Zednik eine Gastprofessur an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien (dramatischer Unterricht), er hielt musikdramatische Seminare im Karajan Centrum und bei den Wiener Meisterkursen sowie 2002 Sommerseminare beim Vokalsommer in Eisenstadt und in Gutenstein.

Heinz Zednik ist auch als Regisseur tätig, so inszenierte er in Israel „Ariadne“ und „Die Fledermaus“ unter Zubin Mehta. Im Jahr 2006 setzte er die „Fledermaus“ in Tokyo in Szene.

Im Februar 2001 wurde Zednik das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse überreicht, auch erhielt er die Ehrenmedaille der Stadt Wien und wurde mit der Fidelio Medaille (AIDO - Internationale Vereinigung der großen Opernhäuser der Welt) ausgezeichnet.

An der Volksoper Wien stand KS Heinz Zednik seit der Saison 2004/05 u. a. als Hexe („Hänsel und Gretel“), Prinz Orlofsky („Die Fledermaus“), Direktor einer Wandertruppe („Die verkaufte Braut“), Kokozov („Der Graf von Luxemburg“), Torquemada („Die spanische Stunde“), Lambertuccio („Boccaccio“) und Matthias Broucek („Die Ausflüge des Herrn Broucek“) auf der Bühne. 2006/07 zeichnete er für die Neueinstudierung der „Fledermaus“ verantwortlich.

In der aktuellen Spielzeit kann man den großen Künstler wieder als König in der "Madame Pompadour" erleben.

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien