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Vitomir Marof

Der in Zagreb geborene Bariton absolvierte zunächst ein Studium an der Pharmazeutisch-biochemischen Fakultät, bevor er an der Musikakademie seiner Heimatstadt Gesang studierte. In Wien, Salzburg und Rom rundete er seine Ausbildung ab.

Sein erstes Engagement führte Vitomir Marof an die Oper Maribor, wo er in Udo Zimmermanns Oper „Die weiße Rose“ die Partie des Hans Scholl sang. 1995 gab er sein Debüt in Zagreb als Oberpriester des Dagon in Camille Saint-Saëns’ „Samson und Dalila“. Seither war er dort u. a. in folgenden Partien zu erleben: Alfio „Cavalleria rusticana“, Escamillo „Carmen“, Junius „Der Raub der Lukrezia“ (Benjamin Britten), Sulpiz „Die Regimentstochter“, Rangoni „Boris Godunow“, Silvio „I Pagliacci“. Außerdem sang er Hauptpartien in den kroatischen Nationalopern „Mila Gojsalića“ von Jacov Gotovac (Partie des Topan-paša), „Der Porin“ von Vatroslav Lisinski (Kocelin) sowie die Titelpartie in „Der Zrinyi“ von Ivan Zajc.

Vitomir Marof ist ständiges Mitglied und Erster Solist des Opernensembles des Kroatischen Nationaltheaters Zagreb. 2007 wurde er zum Ersten Solisten von Nationalrang ernannt.
Gastengagements führten Vitomir Marof an die Oper Ljubljana, die Ungarische Staatsoper Budapest, zum Internationalen Opernfestival Miskolc (Ungarn), an die Oper Skopje, zu den Residenzfestspielen Darmstadt, nach Bratislava, Košice und Zvolen (Slowakei) sowie nach Poznan (Polen) und ins schweizerische Winterthur. Im Jahr 2008 sang Marof den Nabucco beim Sommerfestival in Split.

Sein besonderes Interesse als Sänger gilt dem Verdi-Repertoire. Auf der Bühne war er u. a. in folgenden Partien zu erleben: Amonasro „Aida“, Don Carlos „La forza del destino“, Graf von Luna „Der Troubadour“, Giorgio Germont „La Traviata“, Renato „Un ballo in maschera“, Ford „Falstaff“ sowie in den Titelpartien von „Nabucco“, „Simone Boccanegra“ und „Rigoletto“.

Vitomir Marof ist auf der Konzertbühne mit Werken aller Stilepochen zu hören, so z. B. Händel „Israel in Egypt“, Honegger „Une Cantate de Noël“, Berlioz „L’infance du Christ“, Weill „Lindberghs Flug“, Puccini „Messa di Gloria“, Nielsen „Sinfonia espansiva“, Gounod „Cäcilienmesse“, Donizetti Requiem, Fauré Requiem sowie Orff „Carmina burana“ (Linz und Ljubljana) und Petrassi (in Rom). Der Bariton nahm am Internationalen Festival Peter Dvorský in Tschechien teil und trat mit dem Orchester des Bolschoj-Theaters Moskau in Kiew auf.

2003 debütierte Vitomir Marof als Giorgio Germont in „La Traviata“ an der Volksoper und war in der Folge als Kruschina in „Die verkaufte Braut“ zu erleben. In dieser Saison singt er die Titelpartie in Verdis „Rigoletto“.

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien