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Tetsuro Ban

Geboren 1968 in Kyoto (Japan), erhielt Tetsuro Ban den ersten Klavierunterricht im Alter von vier Jahren. Es folgte ein Kompositionsstudium an der Kunstakademie Kyoto. Bereits mit neunzehn Jahren trat Tetsuro Ban sein erstes Engagement als Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung beim renommierten NHK Osaka Rundfunkchor an.

1990 übersiedelte er nach Europa, um sein Dirigierstudium an der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst bei Prof. Karl Österreicher fortzuführen.

Diverse Engagements führten den jungen Dirigenten immer wieder auch zurück nach Japan, wo er 1992 als Assistent des Pacific Music Festivals in Sapporo bei Michael Tilson Thomas und Christoph Eschenbach mitwirkte.

Im Oktober 1995 gewann er den ersten Preis beim Dirigentenwettbewerb in Besançon.

Nach ersten Festengagements als 1. Kapellmeister am Musiktheater Biel und dem Theater Brandenburg war Tetsuro Ban von 2001 bis 2005 Kapellmeister und Assistent des Chefdirigenten an der Komischen Oper Berlin. Von 2005 bis 2008 war er Generalmusikdirektor der Landeskapelle Eisenach. Seit 2009 wirkt er als Generalmusikdirektor am Theater Regensburg und war dort u. a. als Dirigent von „Tosca“, „Le nozze di Figaro“ sowie Erich Wolfgang Korngolds „Die tote Stadt“ zu erleben.

Inzwischen ist Tetsuro Ban nicht nur im Opernbereich gefragt, in Japan gilt er als einer der vielversprechendsten jungen Dirigenten seiner Generation und gastierte in den letzten Jahren bei nahezu allen großen Sinfonieorchestern, u. a. beim Tokyo City Symphony Orchestra, beim Yomiuri Nippon Symphony Orchestra und beim Nippon Philharmonic Orchestra, beim Tokio Metropolitan Orchestra, beim Nagoya Philharmonic Orchestra und beim Japan Philharmonic Orchestra.

In Europa führten ihn Einladungen an die Staatsoper Stuttgart („Pelléas und Mélisande“), zu den Orchestern in Toulouse, Lille, Nancy, an die Opéra de Marseille, zu den St. Petersburger Philharmonikern, zum Luzerner Sinfonieorchester, dem Wuppertaler Symphonieorchester und zum Wiener Kammerorchester. Im Oktober 2002 stand Tetsuro Ban für mehrere Konzerte bei den Niederösterreichischen Tonkünstlern am Pult.

An der Volksoper Wien debütierte Tetsuro Ban in der Saison 2002/03 als Gastdirigent mit mehreren Vorstellungen von Verdis „Falstaff“ und von Debussys „Pelléas et Mélisande“. In der Saison 2007/08 stand er erneut am Pult des Volksopernorchesters bei einer Aufführungsserie von „Carmen“, in der Spielzeit 2008/09 dirigierte er „Die Fledermaus“. Im Juni 2011 kehrte er für Puccinis „Tosca“ an die Volksoper zurück.
In der Saison 2011/12 übernimmt Tetsuro Ban die musikalische Leitung der Wiederaufnahme von Puccinis „Madama Butterfly“.

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien