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Marco Di Sapia

Der in Genua geborene Marco Di Sapia erhielt zuerst eine Schauspielausbildung in Rom, ehe er sich dem Gesang zuwandte. Er zog nach Wien, wo er am Konservatorium im Hauptfach Sologesang mit Auszeichnung diplomierte. Zusätzlich hat er an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien in musikdramatischer Darstellung (Oper), sowie in Lied und Oratorium diplomiert.

Neben seinen Auftritten an der Volksoper Wien, hat sich Marco Di Sapia in den letzten Jahren in der europäischen Theaterlandschaft mit breit gefächertem Repertoire etabliert. 2012/13 sang er in den französischen Erstaufführungen von „Jetzt” (Mathis Nitschke) und „What next?” (Elliott Carter) an der Opéra National de Montpellier, Alidoro in „La Cenerentola“ am Nationaltheater Bukarest und Guglielmo in „Così fan tutte“ mit dem Sommerfestival Murten Classics. Rollen in vorangegangenen Saisonen waren unter anderem Belcore an der Opéra de Limoges, dem Opéra Théâtre de St. Etienne und der Opéra de Rouen, Danilo am Staatstheater Kassel, Zamti in der Weltpremiere von Cherubinis verloren geglaubter Oper „Koukourgi” am Stadttheater Klagenfurt, Cavaliere Belfiore in Verdis „Un giorno di regno“ am Teatro Poliziano sowie Don Profondo in Rossinis „Il viaggio a Reims“ am Staatstheater Nürnberg und in einer Tournee-Produktion des Centre Français de Promotion Lyrique, die ihn an zahlreiche wichtige französische Bühnen wie Reims, Bordeaux, Toulouse, Marseille, Nizza und Nancy führte. Weiter wichtige Debüts in Frankreich waren an der Opèra de Lyon, der Opéra de Toulon, und in 2007 an der Opéra National de Montpellier, wo er an der Seite von Roberto Alagna in Massenets „Le Jongleur de Notre-Dame“, in der Uraufführung von „Affaire Étrangère“ (Valentin Villenave) und als Jupiter in Offenbachs „Orphée aux Enfers“ mitwirkte.

Marco Di Sapia feierte zahlreiche Erfolge in Mozart-Rollen unter anderem auch als Don Giovanni und Leporello, welche er beide an der Mongolischen Staatsoper in Ulan Bator interpretierte. Weiters sang er Dottore Malatesta („Don Pasquale“) im Schlosstheater Schönbrunn, Figaro („Il barbiere di Siviglia“) beim Klassikfestival Schloss Kirchstetten, die Vier Bösewichte („Hoffmanns Erzählungen“) an der Städtischen Oper Stettin, Faninal („Der Rosenkavalier“) an der Staatsoper Danzig, Plistene („La grotta di Trofonio“ – Antonio Salieri) im Wiener Konzerthaus, Mirko in der Welturaufführung von „Eine Marathon-Familie“ (Isidora Žebeljan) bei den Bregenzer Festspielen, Danilo beim Operettensommer Kufstein sowie Pappacoda in „Eine Nacht in Venedig“ und Boris in Schostakowitschs einziger Operette „Moskva, Cheremushki“, beide an der Wiener Kammeroper.

An der Volksoper Wien debütierte Marco Di Sapia 2009 in der Rolle des Lord Cookburn in „Fra Diavolo“ und war hier u. a. schon als Dr. Falke („Die Fledermaus”), Reißteufel („Antonia und der Reißteufel”), Papageno („Die Zauberflöte“), Dr. Cajus („Die lustigen Weiber von Windsor“), Morales („Carmen“), Notar („Gianni Schicchi“) sowie Graf Danilo („Die lustige Witwe“) auf der Bühne zu sehen.
In der aktuellen Spielzeit übernimmt der Sänger die Titelrolle in der Neuproduktion von Stephen Sondheims „Sweeney Todd“ und ist erneut als Papageno, Danilo, Falke, Morales und Reißteufel zu hören.

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien