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Marco Di Sapia

Der in Genua geborene Marco Di Sapia erhielt zuerst eine Schauspielausbildung in Rom, ehe er sich dem Gesang zuwandte. 1997 zog er nach Wien, wo er am Konserva-
torium im Hauptfach Sologesang mit Auszeichnung diplomierte. Zusätzlich hat er an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien in musikdramatischer Darstellung (Oper), sowie in Lied und Oratorium diplomiert. Er arbeitet regelmäßig mit Constantin Zaharia und Heidi Raymond.

Sein Bühnendebüt gab der junge Künstler im Jahr 2000 an der Neuen Oper Wien als Sid in Brittens „Albert Herring”, und der große Erfolg zog zahlreiche Engagements in zeitgenössischen Produktionen nach sich. Aber auch in der Operette war er erfolgreich; hervorzuheben sind hier vor allem seine Gastspiele an der Wiener Kammeroper als Pappacoda („Eine Nacht in Venedig”) und Boris in „Moskau, Moskau”, der einzigen Operette von Dimitri Schostakowitsch. Im Sommer 2009 folgt ein Gastspiel beim Operettensommer Kufstein als Graf Danilo in „Die lustige Witwe“.

Zu seinen Partien im klassischen Opernrepertoire zählen u. a. die Mozartrollen Papageno, Conte Almaviva sowie Don Giovanni und Leporello, welche er beide an der Mongolischen Staatsoper in Ulan Bator interpretierte. Weiters sang er Figaro („Il barbiere di Siviglia”) beim Klassikfestival Schloss Kirchstetten, die Vier Bösewichte („Hoffmanns Erzählungen”) an der Städtischen Oper Stettin und Faninal („Der Rosenkavalier”) an der Staatsoper Danzig. Im Wiener Konzerthaus konnte man ihn außerdem als Plistene in Antonio Salieris Oper „La grotta di Trofonio” hören, und er gastierte an der Bukarester Nationaloper in „La Cenerentola” und bei den Bregenzer Festspielen in der Uraufführung von „Eine Marathon-Familie” der serbischen Komponistin Isidora Žebeljan.

In der Saison 2006/07 war Marco Di Sapia viel in Frankreich tätig. Er debütierte als Stipendiat des CNIPAL (Marseille) an der Seite von Roberto Alagna in Massenets Oper „Le Jongleur de Notre-Dame” an der L’Opéra National de Montpellier, wo er zuletzt auch in der Uraufführung von „Affaire Étrangère” mitwirkte und die Rolle des Jupiter in Offenbachs „Orphée aux Enfers” verkörperte. Gastspiele führten ihn weiters an die Opéra de Lyon, das Opéra Théâtre de St. Étienne und die Opéra de Toulon.

Später kehrte Marco Di Sapia mit allen Vier Bösewichten in „Les contes d’Hoffmann” an das Opéra Théâtre de St. Étienne zurück und beendete seine Tournee als Don Profondo in Rossinis „Il viaggio a Reims”, die ihn seit 2008 an große französische Bühnen wie Reims, Bordeaux, Toulouse, Marseille, Nizza, Nancy und Montpellier geführt hat.

An der Volksoper Wien debütierte Marco Di Sapia 2009 in der Rolle des Lord Kookburn in der Neuproduktion „Fra Diavolo“und war hier u.a. schon als Dr. Falke („Die Fledermaus”), Reißteufel (Antonia und der Reißteufel”), Papageno ("Die Zauberflöte"), Dr. Cajus ( „Die lustigen Weiber von Windsor”), Morales ("Carmen"), Notar ("Gianni Schicchi") sowie Graf Danilo („Die lustige Witwe”) auf der Bühne zu sehen. In der aktuellen Spielzeit wird er wieder in einigen dieser Partien zu hören sein.

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien