Enrico Dovico
studierte Klavier und Dirigieren in seiner Geburts-
stadt Turin und war von 1981 bis 1995 am dortigen Teatro Regio als Korrepetitor und musikalischer Assistent tätig. Dabei arbeitete er u. a. mit Carlo Maria Giulini, Giuseppe Sinopoli, Garcia Navarro, Alberto Zedda, Zoltan Pesko, Daniel Oren und Bruno Campanella.
1991 debütierte er als Operndirigent an der Staatsoper Stuttgart mit „Un ballo in maschera“. In den Jahren danach gastierte er u. a. am Staatstheater Darmstadt, Bremen, Essen, der Oper Brno („Aida“, „Messa da Requiem“) und an der New Israeli Opera Tel Aviv.
Seit 1995 ist er zudem gern gesehener Gast an der Staatsoper Prag, wo er „L’elisir d’amore“, „Turandot“, „La Gioconda“, „Il barbiere di Siviglia“, „La Traviata“, „Tosca“, „Il Trovatore“, „Aida“ u. a. Werke dirigierte.
Von 2001 bis 2005 war er 1. Kapellmeister und Stellvertreter des Generalmusikdirektors am Nationaltheater Mannheim, an dem er u. a. „Fidelio“, „Nabucco“, „La Traviata“, „La Bohème“, „Simone Boccanegra“, „Norma“, „Otello“, „Tosca“, „Il Trovatore“, „Boris Godunow“, „Der fliegende Holländer“, „Carmen“ und „Tannhäuser“ dirigierte.
Seit 1999 ist er der Oper Köln verbunden und leitete dort u. a. die Neuinszenierungen von „La Cenerentola“, „L’elisir d’amore“ sowie die Wiederaufnahme „Die tote Stadt“. Von 2005 bis 2009 war er als Erster Gastdirigent dort verpflichtet und dirigierte u. a. die Premieren „Die Brüste des Tiresias“/„Ariadne“ von Poulenc/Martinu, „Die lustige Witwe“, „La forza del destino“, „Un ballo in maschera“, „Der Wildschütz“ sowie die Wiederaufnahmen von „Don Carlo“, „Salome“, „Carmen“, „Der Rosenkavalier“, „Billy Budd“, „Turandot”, „Cavalleria rusticana“, „Pagliacci“ und „La Bohème“.
2006 dirigierte Enrico Dovico das Eröffnungskonzert der Medals Plaza anlässlich der Olympischen Winterspiele in Turin. Mit dem Rundfunk-Sinfonie-Orchester der RAI begleitete er dort Andrea Bocelli. Ebenfalls 2006 erfolgte seine erste CD-Einspielung „Alexandra von der Weth singt Arien von Bellini“ mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken. Im Herbst 2007 führte ihn „La Traviata“ als Gastspielproduktion der Staatsoper Prag erstmals nach Japan.
In jüngster Zeit dirigierte „Madama Butterfly“, „Aida“, „Turandot“, „La Traviata“ und „Il barbiere di Siviglia“an der Staatsoper Prag, eine Neuproduktion von „Nabucco“ an der Oper Lecce sowie an der Deutschen Oper am Rhein „Tosca“, „Rigoletto“ und „Madama Butterfly“. In der Saison 2011/12 wird er dort wieder bei „Tosca“ und „Madama Butterfly“ sowie bei der Wiederaufnahme „Cavalleria rusticana“/„Pagliacci“ am Pult stehen.
Sein Debüt an der Volksoper Wien gab Enrico Dovico 2009 mit der Wiederaufnahme von „La Bohème“, seitdem dirigierte er hier eine Reihe weiterer Abende, u. a. „Rigoletto“, „La Traviata“ und „Die Fledermaus“.
Seit der Saison 2010/11 ist Enrico Dovico als Erster Gastdirigent an der Volksoper verpflichtet. Er hatte seither die musikalische Leitung bei der Neuproduktion der beiden Puccini-Einakter „Der Mantel“ und „Gianni Schicchi“ sowie bei der Wiederaufnahme von „Turandot“ inne.
In der Spielzeit 2011/12 steht er bei „Die lustige Witwe“, „Die Fledermaus“, „Die Zauberflöte“ und „La Cenerentola“ am Pult des Volksopernorchesters und leitet die Neuproduktion von Ruggero Leoncavallos „Der Bajazzo“ im März 2012.
* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien


