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Nicolaus Hagg

Der gebürtige Klagenfurter übernahm bereits mit 11 Jahren am Stadttheater Klagenfurt kleinere Rollen. Nach seiner Schauspielausbildung am Konservatorium der Stadt Wien bei Elfriede Ott wurde er für fünf Jahre Ensemblemitglied des Wiener Volkstheaters.

Weitere Gastengagements führten ihn an Theater in Österreich und Deutschland, u. a. Theater des Westens in Berlin, Deutsches Theater, Graumanntheater Wien, Studio 22 Wien, Wald4tler Hoftheater, Opernhaus Graz, Theater in der Josefstadt, Volksoper Wien, Ensemble Theater Wien, Theater Drachengasse, Schlossspiele Kobersdorf, Sommerspiele Stockerau, Ensemble Porcia, Stadttheater Klagenfurt und Festspielen Reichenau.

Hagg wirkte dabei in zahlreichen Produktionen mit, u. a. „Night and Day“ (Stoppard), „Der Widerspenstigen Zähmung“, „Was ihr wollt“, „Der Sommernachtstraum“ (Shakespeare), „Die kahle Sängerin“ (Ionesco), „Ubu Roi“ (Jarry), „Unter Aufsicht“ (Genet), „Der Tor und der Tod“ (Hofmannsthal), „Apoll von Bellac“ (Giraudoux), „Frühlingserwachen“ (Wedekind), „Reigen“ (Schnitzler), „Charleys Tante“ (Brandon), „Der brave Soldat Schwejk“ (Hašek), „Freiheit in Krähwinkel“ (Nestroy), „Der Biberpelz“ (Hauptmann), „Magic Afternoon“ (Bauer), „Der Weltuntergang“ (Soyfer), „La donna di Garbo“ (Goldoni), „Wölfe und Schafe“ (Ostrowski) sowie „Der Verschwender“ (Raimund) und „Der zerbrochne Krug“ (Kleist).

Nicolaus Hagg wurde auch für Film und Fernsehen engagiert, so z. B. in Virgil Widrichs Film „Heller als der Mond“, der mit dem Filmpreis Rotterdam ausgezeichnet wurde, sowie für die TV-Serien „Lieben wie gedruckt“ und „Schlosshotel Orth“.
von 1998-2009 schrieb Nicolaus Hagg für die satirische Wochensendung „Der Gugelhupf“ im ORF. Außerdem arbeitet er als Film-und Fernsehautor für zahlreiche Produktionsfirmen.
Für die Festspiele Reichenau schrieb er das Stück “Parkbankphilosophen”, das 2008 Premiere hatte. Im Jahr darauf entstand die Dramatisierung des Romans „Die Strudlhofstiege“ nach Heimito v. Doderer, 2011 „Oberst Redl“ und 2012 seine Dramatisierung von Tolstois „Anna Karenina“.
Mit Lesungen und Soloprogrammen trat Nicolaus Hagg u. a. im Literaturhaus Wien („Ein Hammerschlag und Du bist tot“), an der Universität Budapest („Trakl“) und in der Gesellschaft für Literatur („Rose Ausländer, eine Hommage“) sowie bei Literatur rund um die Burg („Auf jeder Mitzi liegt der Frizzi – Erotisches aus Wien“) auf.

Nicolaus Hagg wurde mit dem Bronzenen Pinter ausgezeichnet.

An der Volksoper Wien debütierte der Künstler in der Saison 2007/08 als Perchik in „Anatevka“ und war hier schon als Harry in „Guys and Dolls“, Siggi Gross in „Die Cárdásfürstin“ und als Ausrufer in „Wiener Blut“ zu sehen.
In der Saison 2013/14 steht Nicolaus Hagg als Karl Stephan Liebenberg in der Operetten-Neuproduktion von „Gräfin Mariza“ und erneut als Siggi Gross und Harry auf der Volksopernbühne.

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien