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Nicholas Hariades

Der Countertenor wurde in London geboren und erhielt seine Gesangsausbildung bei Michael Chance, Claudia Eder und Rita Loving. Sein Deutschland-Debüt gab er 1996 am Hessischen Staatstheater in Wiesbaden als Mago Christiano in Händels „Rinaldo“.

Seither gastiert er regelmäßig auf den großen Bühnen Europas. In Wiesbaden gastierte er in Maurizio Kagels „Aus Deutschland“ und in Ingomar Grünauers „Winter-
reise“. Weitere Engagements führten ihn als Orpheus in Glucks „Orpheus ed Euridice“ zu den Herrnsheimer Schlossfestspielen nach Worms, als Ruggiero in Händels „Alcina“ ans Stadttheater Hildesheim und als Ernesto in Haydns „Il mondo della luna“ ans Opernhaus Zürich und zu den Haydnfestspielen Eisenstadt.

Nicholas Hariades war auch als Go Go in György Ligetis „Le grand macabre“ am Tiroler Landestheater und an der Komischen Oper Berlin zu erleben. Am Tiroler Landes-
theater stand er auch als Arsace in Händels „Partenope“ und am Opernhaus Halle als Gandarte in Händels „Poro“ auf der Bühne.

Hariades sang auch in der Deutschen Erstaufführung von „Das Märchen der 672. Nacht“ von Jan Müller-Wieland am Stadttheater Nordhausen. Mit dem Münchner Ensemble Così Facciamo war er zuletzt als Ottone in Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“ zu sehen, und er wirkte in zwei weiteren Uraufführungen mit: in München in „Orfeus“ von Volker Nickel, und in Wien verkörperte er unter Ulf Schirmer Dionysos in „Strom – Die Oper“ von Johanna Doderer, eine Rolle, welche die Komponistin speziell für ihn schrieb. Am Vorarlberger Landestheater war der Countertenor 2007 als Puck in Henry Purcells Oper „The Fairy Queen“ zu erleben.

Neben seiner Operntätigkeit feiert Nicholas Hariades auch auf den Konzertbühnen Europas große Erfolge. Er sang in der Alten Oper Frankfurt, in der Winchester Cathedral und in der Musikhalle Hamburg. Sein Konzertrepertoire reicht vom Barock (Händels „Messiah“, „Saul“, „Jephta“ u. a., Bachs „Johannes-“ und „Matthäus-Passion“, h-moll Messe u. a.) bis in die Moderne (Carl Orffs „Carmina burana“). Im Wiener Konzerthaus feierte er als Walter in der Oper „Vatermord“ des aus Taiwan stammenden Komponisten Shih einen großen Erfolg.

An der Volksoper Wien wird Nicholas Hariades in der Spielzeit 2008 / 09 als Oberon in der Wiederaufnahme von Brittens „Ein Sommernachtstraum“ zu erleben sein.

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien