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(c) Wiener Staatsoper

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Zoryana Kushpler

Die gebürtige Ukrainerin lernte bereits in ihrer Kindheit Klavier und Violine. Ab 1993 studierte Zoryana Kushpler in der Klasse ihres Vaters Prof. Igor Kushpler an der Musik Hochschule in L´viv Gesang.
Schon während des Studiums trat sie erfolgreich am Opernhaus in L´viv als Rosina („Il Barbiere di Sevilla“) sowie als Maddalena („Rigoletto“) auf.
1998 wechselte Zoryana Kushpler an die Musikhochschule nach Hamburg, wo sie bei der renommierten Pädagogin Prof. Judith Beckmann studierte. Außerdem erhielt sie wichtige künstlerische Impulse in Meisterkursen u.a. bei Teresa Berganza, Renata Scotto und Kurt Moll.
Im Jahr 2000 erhielt die Mezzosopranistin den 1.Preis beim ARD-Wettbewerb in München. 2010 erhielt sie den Förderpreis der Walter und Charlotte Hamel-Stiftung.

Von 2004-2006 war Zoryana Kushpler Ensemble Mitglied des Stadttheaters Bern, wo sie in den Partien Sesto („Giulio Cesare“), Masha („Tri Sestry“), Marchesa Melibea („Il Viaggio a Reims“), Suzuki („Madama Butterfly“) und Preziosilla („La forza del destino“) zu hören war. Die Partie der Preziosilla führte sie 2006 auch an die Kölner Oper. Im selben Jahr sang Zoryana Kushpler bei den Innsbrucker Festwochen Aminta in Mozarts „Il re pastore“ unter der Leitung von Alessandro de Marchi. In der Saison 2007/2008 sang sie die Adelaide („Arabella“) an der Oper Graz.
Tourneen führten sie außerdem mit dem Rundfunkorchester Warschau nach Zürich (Tonhalle), Basel (Casino) und Genf (Victoria Hall) und mit dem Petersen Quartett und dem Pianisten Alexander Schmalcz nach Venedig, Mailand, Florenz und Ferrara. Beim Schleswig-Holstein Musik Festival war Zoryana Kushpler 2003 unter der Leitung von Sir Neville Marriner mit Joseph Haydns „Nelson-Messe“ zu hören, trat 2004 in einer von Christoph Eschenbach dirigierten und stürmisch gefeierten konzertanten Aufführung von Dvořák „Rusalka“ auf und sang 2006 Lieder von Dmitri Schostakowich mit dem Petersen-Quartett.
Weiters gastierte Zoryana Kushpler bereits 2000 als Sesto („La clemenza di Tito“) am Ständetheater in Prag, debütierte 2004 in London im Barbican Center in einer konzertanten Aufführung von Monteverdis „L'incoronazione di Poppea“ als Nerone unter der Leitung von René Jacobs und sang 2007 die Uraufführung von „Poet Requiem“ von Lera Auerbach mit NDR Orchester Hannover unter der Leitung von Eiji Oue. Die Zusammenarbeit mit Lera Auerbach führten Zoryana Kushpler 2010 außerdem zum Verbier Festival.
2012 trat Zoryana Kushpler bei den Seefestspielen Mörbisch als Prinz Orlofsky in „Die Fledermaus“ auf und gab ihr Debüt in den USA mit dem Cleveland Orchestra unter der Leitung von Franz Welser Möst. Im Februar 2013 wirkte sie mit den Bamberger Symphoniker im „Der Ring des Nibelungen“-Zyklus mit.

Eine besondere Vorliebe hat Zoryana Kushpler für den Liedgesang. Gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester, der Pianistin Olena Kushpler, gab sie erfolgreich Liederabende, u. a. beim Rheingau Musik Festival, beim Mecklenburg -Vorpommern Festival, in der Musikhalle Hamburg, dem Konzerthaus Berlin, in Kassel und Recklinghausen.

Zoryana Kushpler wirkte in zahlreichen Fernseh- und Rundfunkaufnahmen mit. Im Jahre 1996 lieh die Sängerin ihre Singstimme der Schauspielerin Agnieszka Wagner im Film „La Tregua“ (Regie: Francesco Rosi). CD-Aufnahmen gibt es mit „6 Liedern nach Gedichten von Marina Zwetajewa“ von Dmitri Schostakowitsch sowie mit Lieder von Tschaikowski, Rachmaninoff, Rimski-Korsakov und Mussorgsky.

Seit 2007 ist Zoryana Kushpler Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, wo sie u. a. als Adelaide („Arabella“), Flosshilde („Das Rheingold“), Schwertleite („Die Walküre“), Erste Norn („Götterdämmerung“) unter der Leitung von Franz Welser-Möst und Christian Thielemann, Mary („Der fliegende Holländer“), Polina („Pique Dame“), Olga („Eugen Onegin“) und Marcellina („Le nozze di Figaro“) unter der Leitung von Seiji Ozawa, Giulietta („Le Contes d´Hoffmann“), Fenena („Nabucco“), Preziosilla („La forza del destino“), Suzuki („Madama Butterfly“), Ulrica („Un ballo in maschera“), Prinz Orlofsky („Die Fledermaus“), sowie als Magdalena („Die Meistersinger vom Nürnberg“) unter der Leitung von Simone Yang große Erfolge feierte.

An der Wiener Volksoper ist Zoryana Kushpler seit der Saison 2008/2009 regelmäßiger Gast. Das Volksopernpublikum kennt sie u. a. in der Titelrolle von „Carmen“, als Giulietta („Les Contes d´Hoffmann“), Maddalena („Rigoletto“) und Prinz Orlofsky („Die Fledermaus“).
In dieser Spielzeit steht Zoryana Kushpler erneut als Carmen und Prinz Orlofsky auf der Volksopernbühne.

www.zoryana-kushpler.de

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien