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Egils Silins

Der gebürtige Lette studierte an der Musikakademie seiner Heimatstadt. Bei zahlreichen Wettbewerben ging er als Preisträger hervor, u. a. Internationaler Hans-Gabor-Belvedere-Gesangswettbewerb, Internationaler Robert-Stolz-Gesangswettbewerb, Competizione dell’Opera „I Cestelli“, Internationaler Gesangswettbewerb „Francisco Viñas“, „Chant de Paris“, Bilbao, Paris Toulouse und Washington.

Der Bassbariton debütierte in Riga an der Lettischen Nationaloper in der Titelpartie in Arrigo Boitos „Mefistofele“. Nach seinen Festengagements an der Oper Frankfurt und am Theater Basel – wurde er von 1996 bis 2000 Ensemblemitglied an der Wiener Staats- und der Volksoper. Dort erlebte er seinen internationalen Durchbruch mit seinem Debüt als Mephisto in Gounods „Faust“ und in der Titelpartie in Boris Godunow unter der Regie von Harry Kupfer.

An der Staatsoper Wien gab er sein Debüt u. a. als Sir Giorgio in „I Puritani“, in der Titelpartie in Boitos „Mefistofele“, Procida in „I Vespri Siciliani“, Großinquisitor in „Don Carlo“, Escamillo in „Carmen“, Silva in „Ernani“ sowie Prefetto in „Linda di Chamounix“. Mit derselben Partie debütierte er 1998 an der Mailänder Scala. Darüber hinaus blieb er den beiden Wiener Häusern als Gast verbunden.

Bei den Bregenzer Festspielen 1997 erlebte der Sänger großen Erfolg in der Titelpartie der Oper „Der Dämon“ von Rubinstein. Mit derselben Rolle gastierte er später bei den Savonnlina-Opernfestspielen. 1998 debütierte der Sänger am Opernhaus Zürich als Mephisto in Gounods „Faust“ und 1999 in der Titelpartie in „Der Dämon“. Im selben Jahr kehrte er nach Bregenz mit der Rolle des Fotis in „Die griechische Passion“ von Bohuslav Martinu zurück.

Zahlreiche Verpflichtungen führten und führen Egils Silins zu den bedeutendsten internationalen Festspielen und Opernhäusern, u. a. Glyndebourne, London, Paris, Wien, Mailand, Brüssel, New York, Chicago, Toronto, Berlin, Dresden, München, Hamburg, Köln, Amsterdam, Zürich, St. Petersburg, Barcelona, Madrid. Sein Repertoire umfasst mehr als 85 Partien. Zu seinen wichtigen Rollen zählen Scarpia („Tosca“), Escamillo („Carmen“), Barak („Die Frau ohne Schatten“), Wotan/Wanderer („Der Ring des Nibelungen“) Klingsor und Amfortas („Parsifal“), Jochanaan („Salome“) Orest („Elektra“), Germont („La Traviata“), Sebastiano („Tiefland“), Rangoni („Boris Godunow“), Tomsky („Pique Dame“), Oberpriester („Samson et Dalila“), Méphistophélès (Gounods „Faust“; Berliozs „La Damnation de Faust”), Sir Giorgio („I Puritani“) sowie die Titelrollen in „Der fliegende Holländer“, „Eugen Onegin“, „Boris Godunow“, „Der Dämon“ und „Don Giovanni“.

Konzertengagements führten ihn außerdem an die Berliner und Münchener Philharmonie, in den Wiener Musikverein, an das Londoner Barbican Centre und in die Royal Concert Hall, in den Pariser Salle Pleyel und ins Auditorio di Milano, wo in Beethovens „9. Symphonie“ , Mahlers „8. Symphonie“, Dvořáks und Rossinis „Stabat Mater“, dem Requiem von Mozart, Verdi und Brahms sowie Mendelssohns „Elijah“, Stravinskys „Les Noces“, Mussorgskys „Lieder und Tänze des Todes“ auftrat.

Egils Silins arbeitete mit Dirigenten wie Sir A. Davis, Colin Davis, N. Harnoncourt, M. Viotti, C. Thielemann, P. Jordan, C. von Dohnányi, Z. Mehta, R. Mutti, F. Luisi, S. Ozawa, V. Fedosseyev, N. Järvi, M. Jansons, A. Nelsons, Y. Nézet-Séguin, K. Petrenko, S. Soltesz, P. Schneider, S. Weigle, K. Ono, G. Rozhdestvensky und M. Rostropovich.

Höhepunkte der jüngsten Zeit waren Auftritte als Scarpia („Tosca“) in Wien, Wotan („Das Rheingold“) an der Bayerischen Staatsoper und der Opéra national de Paris, als Wotan („Die Walküre“) und Wanderer („Siegfried“) ebenfalls in Paris und an der Choregies d´Orange in der Titelpartie von Wagners „Der fliegende Holländer“ sowie als Amfortas („Parsifal“) an der Oper Zürich. Zuletzt war Egils Silins als Wotan/Wanderer am George-Enescu-Festival zu erleben.
Zu den nächsten Projekten zählen u.a. Wotan („Das Rheingold) an der Opera de Monte-Carlo, Scarpia („Tosca“) an der Staatsoper Berlin, Wotan-Wanderer in „Der Ring des Nibelungen“ am Tokio Nomori Opera und Budapest Festival sowie Amfortas („Parsifal“) an der New National Theater Tokio.

An der Volksoper Wien ist Egils Silins in der Spielzeit 2013/14 erneut als Jochanaan in „Salome“ zu sehen.

www.music.lv/egilssilins

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien