Mozart à 2 / Don Juan

Mit "Mozart à 2" und "Don Juan" werden erstmals Arbeiten des Choreografen Thierry Malandain an der Volksoper Wien zu sehen sein.

Premiere am 16. November 2014 mehr

Noëmi Nadelmann als Hanna Glawari und Morten Frank Larsen als Danilo

"Die lustige Witwe" von Franz Lehár
Premiere am 5. Juni 2005

22.4.2005

Ab Juni 2005 steht in Europas führendem Operettenhaus wieder das erste und bedeutendste Werk der silbernen Operettenära auf dem Spielplan. Mit der 1905 in Wien uraufgeführten „Lustigen Witwe“ hat Franz Lehár ein unsterbliches Meisterwerk dieses Genres geschrieben, das von der österreichischen Donaumetropole aus seinen Siegeszug durch die ganze Welt antreten sollte.

Dass es erst 1953 zur ersten Premiere der „Lustigen Witwe“ in der Volksoper Wien kam, mag verwundern, zählt diese Operette doch seither mit rund 750 Aufführungen in fünf unterschiedlichen Inszenierungen zum Kernrepertoire dieses Hauses. Große Namen prägten die diversen „Lustigen Witwen“ über die Jahrzehnte. Esther Rethy, Mirjana Irosch, Sigrid Martikke, Elisabeth Kales, Lucia Popp und Sonja Mottl brillierten als Hanna Glawari und Sängergrößen wie Rudolf Schock, Johannes Heesters, Fred Liewehr, Eberhard Waechter, Peter Minich und Bo Skovhus konnten die Rolle des charmanten Grafen Danilo zu ihren Glanzpartien an der Volksoper zählen. Zahlreichen Gastspiele in Japan, in den USA und in Europa wären ohne „Die lustige Witwe“ undenkbar gewesen.

1905: Das absolut Neue dieser Operette lag in der offenen Erotik der Handlung und der vibrierenden Sinnlichkeit ihrer Musik, die mit „Lippen schweigen, 's flüstern Geigen, hab mich lieb...“ ihren Höhepunkt findet. Die Geschichte der frisch verwitweten Millionärin, der aus Staatsräson ein Ehemann zugeschanzt werden soll. Dass dieser Ehekandidat ausgerecht der lebenslustige Danilo („Da geh ich zu Maxim“) sein soll, macht das Vorhaben der pontevidrinischen Diplomaten nicht einfacher.

Franz Lehár hatte mit der „Lustigen Witwe“ endgültig zu seinem Stil gefunden. Wie keinem anderen Operettenkomponisten ist es ihm hier gelungen, Musik und Handlung miteinander zu verweben. Auf den Vorwurf, seine Operetten seien zu opernhaft, tragisch und sentimental, erwiderte er: „...Ich kann nicht einsehen, dass es der Zweck der Operette sein soll, alles Schöne und Erhabene ins Lächerliche und Ulkige herabzuziehen. Mein Ziel ist es, die Operette zu veredeln!“

Dass dies auch noch für unsere heutige Zeit gilt, dafür soll die Neuinszenierung des französischen Regisseurs Daniel Dollé garantieren, der seine Interpretation der „Lustigen Witwe“ im sinnlich berauschenden Fin de Siecle-Ambiente angesiedelt hat. Mit Noёmi Nadelmann (Opernhaus Zürich) als Hanna Glawari und Morten Frank Larsen als Danilo steht ein nicht nur visuell attraktives Paar im Mittelpunkt der Lehár Operette. Die musikalische Leitung übernimmt der ab der Saison 2005/06 neue Musikdirektor der Volksoper, Leopold Hager.