Guys and Dolls

Publikum und Kritik jubelten bei der Premiere von "Guys and Dolls". Jetzt steht das mitreißende Musical wieder auf dem Spielplan!

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Mehrzad Montazeri & Renate Pitscheider

"Der Graf von Luxemburg" von Franz Lehár
Premiere am 1. Oktober 2005

27.6.2005

Als erste Premiere der heurigen Saison zeigt die Volksoper Wien die Operette „Der Graf von Luxemburg“. Regisseur Michael Schottenberg hat das unterhaltsame Werk im Rahmen einer Koproduktion mit dem KlangBogen Wien 2005 in Szene gesetzt. Nach 15 Jahren zeigt die Volksoper Wien erstmals wieder eine Neuinszenierung dieses Meisterwerks.

Schottenberg hat das Stück radikal bearbeitet, in das naturalistische Wien der Nachkriegszeit übertragen und auch das Libretto (abgesehen von den Gesangstexten) komplett neu verfasst. Dadurch ist eine moderne, witzige Operette entstanden, deren umjubelte Produktion ab Oktober an der Volksoper in neuer, internationaler Besetzung zu sehen ist. Sowohl Kritik als auch Publikum haben die Aufführung schon im Sommer 2005 hochgelobt. Die musikalische Leitung übernimmt wie beim KlangBogen Wien der erste Kapellmeister der Volksoper Alfred Eschwé.

Der Graf von Luxemburg ist bei Schottenberg ein armer Schriftsteller mit Namen René Graf der in der Rosenmontagsnacht die Scheinehe mit Angelika Didier, Sängerin am Apollo Theater, eingeht. In den turbulenten Faschingstagen verliebt sich das Paar jedoch wirklich ohne sich je gesehen zu haben und findet am Aschermittwoch schlussendlich zusammen.

„Den Funken überschießender Genialität, der die Operette in jene Sphären höherer Heiterkeit befördert, die das Wort „Operettenseligkeit“ sehr zurecht hervorgebracht hat, beweist Michael Schottenberg mit seiner Produktion des Lehár'schen Luxemburgers… Die Aufführung lässt nichts aus, um Jux und Tollerei zu erzeugen, was den Abend nicht nur zum musikalischen Hochgenuß, sondern auch zum Stimmungsfeuerwerk macht.“ (Die Welt)

Der Graf von Luxemburg
Operette in drei Akten von
Alfred Maria Willner & Robert Bodanzky
Musik von Franz Lehár (1870-1948)
Neufassung von Michael Schottenberg
Koproduktion mit dem KlangBogen Wien 2005

Premiere am 1. Oktober 2005, 19.00 Uhr
Weitere Vorstellungen: 3., 10., 15., 21., 30. Oktober;
5., 11., 13., 24. November; 1., 7., 10. Dezember 2005

Musikalische Leitung: Alfred Eschwé
Inszenierung: Michael Schottenberg
Bühne: Hans Kudlich
Kostüme: Erika Navas
Choreographie: Susa Meyer

Besetzung:
René Graf, Schriftsteller: Mehrzad Montazeri/
Miljenko Turk
Angelika Didier: Renate Pitscheider/Akiko Nakajima
Julie Vermont: Natalie Karl/Martina Dorak
Konsul Dr. Basil Basilowitsch-Kokosov:
Heinz Zednik/Josef Forstner
Manfred Prskawetz: Thomas Ebenstein/Eugene Amesmann
Anastasia Iwanowa Kokosowa: Regula Rosin/
Eva Maria Marold
Prybil: Wolfgang Gratschmaier/Klaus Ofzarek
Hans Schebesta: Gernot Kranner
Friedel Resch: Gabriele Schuchter
Podewetz: Christian Drescher
Concièrge: Gerhard Ernst
u.a.

Einführungssoirée am 28. September 2005, 20.00 Uhr
mit Sängerinnen und Sängern der Produktion
Moderation: Birgit Meyer


Mehrzad Montazeri
Der in Teheran geborene Österreicher erhielt seine Ausbildung am Schubertkonservatorium in Wien, an der Musikhochschule Wien sowie am Konservatorium der Stadt Wien (Opernstudium bei KS Waldemar Kmentt). Er ist Preisträger des Opernwettbewerbes Wien (1988) und des Dostalwettbewerbes (1989) und erhielt 1998 ein Stipendium der Bayreuther Festspiele.

Fixe Engagements hatte Montazeri an den Bühnen der Stadt Ulm (1991 bis 1993), in Freiburg (1993 bis 1996), am Hessischen Staatstheater Wiesbaden (1996 bis 1998) und an den Vereinigten Bühnen Krefeld / Mönchengladbach (1998 bis 1999), danach war der Sänger freischaffend tätig. Ab der Saison 2005/06 gehört er zum Ensemble der Volksoper Wien.

Unter Zubin Mehta wirkte Montazeri in der DVD-Aufnahme von „Die Entführung aus dem Serail“ mit (Maggio Musicale Fiorentino), bei der CD-Aufnahme der Seefestspiele Mörbisch 1999 in „Eine Nacht in Venedig“ sowie bei der CD- und DVD-Aufnahme der Seefestspiele Mörbisch 2003 in „Giuditta“.

An der Volksoper Wien war Mehrzad Montazeri schon in der vergangenen Saison als Sándor Boris in der Neuproduktion von „Die Herzogin von Chicago“ sowie als Alfred in der „Fledermaus“ zu sehen. In der ersten Premiere der Saison 2005/06 wird der Tenor die Titelrolle in der Operette „Der Graf von Luxemburg“ singen. Ausserdem kann man ihn als Don José in „Carmen“ und als Lyonel in „Martha“ hören, sowie in der Premiere von „Der Zigeunerbaron“ als Sándor Bárinkay im Mai 2006.


Renate Pitscheider
Die Österreicherin absolvierte ihr Studium an der Musikuniversität in Graz (Meisterkurse bei Prof. Erik Werba und KS Sena Jurinac). Nach Abschluss des Studiums folgte ein sofortiges Engagement an die Volksoper Wien. Seit der Saison 2000 ist sie festes Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper.

Im Rahmen ihrer umfassenden Tätigkeit als Opern- und Konzertsängerin gastierte die Sopranistin
u. a. in Los Angeles, San Diego, San Francisco, New York, Hongkong, Japan, Sydney, Italien, Schweiz, Norwegen, Holland, im Wiener Musikverein, am Opernhaus Graz, am Gärtnerplatztheater München und sang bei Festivals wie: Athener Festspiele, Wiener Festwochen, Brucknerfest Linz, Haydnfestspiele Eisenstadt, Operettenfestspiele Mörbisch, steirischer herbst und Klangbogen Wien.

Renate Pitscheider hat mit Dirigenten wie Seiji Ozawa, Fabio Luisi, Dennis Russel Davis, Arnold Östmann, Leopold Hager und Donald Runnicles zusammengearbeitet.

An der Volksoper Wien war Pitscheider zuletzt als Maria („West Side Story“), Musetta („La Bohème“) sowie Pamina („Die Zauberflöte“), Beatrice („Boccaccio“), Annina („Eine Nacht in Venedig“) und Elsa Schrader in „The Sound of Music" zu sehen. In „Der Graf von Luxemburg“ singt sie, alternierend mit Akiko Nakajima, die Rolle der Angelika Didier.


Natalie Karl
Die deutsche Sopranistin wurde im italienischen San Remo geboren. Natalie Karl studierte an der Stuttgarter Musikhochschule bei Prof. Luisa Bosabalian und besuchte Meisterkurse von Brigitte Fassbaender, Aldo Baldin und KS Bernd Weikl. Sie ist Preisträgerin des IV. Internationalen Koloratur-Gesangswettbewerbes Luxembourg, des „Meistersinger“-Wettbewerbes Nürnberg und des II. Internationalen Gesangswettbewerbes der Budapester Staatsoper.

1995 bis 2002 war Natalie Karl Ensemblemitglied der Kölner Oper. Hier sang sie unter anderem Nanetta („Falstaff“), Atalanta („Xerxes“), Susanna („Nozze di Figaro“), Ännchen („Freischütz“) und Olympia („Les Contes d’Hoffmann“) sowie die Nachtigall in „Die Vögel“ von Braunfels. Natalie Karl gastierte an der Semperoper in Dresden (als Blonde in der „Entführung“) sowie an anderen Opernhäusern im In- und Ausland.

CD-Produktionen mit Zemlinskys „Traumgörge“ und „Der Zwerg“, der „Lulu-Suite“ von A. Berg, mit Strauß' „Die Fledermaus“ und einer „Johann Strauss-Gala“ geben Zeugnis von dieser außergewöhnlichen Sängerin und ihrer Karriere.

Für die Spielzeit 2005/2006 ist sie an der Volksoper Wien engagiert, wo sie die Rolle der Julie Vermont in der Neuproduktion von „Der Graf von Luxemburg“ und die Adele in der „Fledermaus“ singen wird, sowie die Rolle der Arsena in der Premiere von „Der Zigeunerbaron“ im Mai 2006.


Alfred Eschwé
ist in Wien geboren und hat hier auch alle seine musikalischen Studien am Konservatorium und an der Hochschule für Musik absolviert. Nach kurzen Engagements in Österreich übersiedelte er für sieben Jahre nach Deutschland, ehe ihn 1989 Eberhard Waechter an die Volksoper holte.

Besonders erwähnenswert sind seine Zusammenarbeit mit Harry Kupfer, Adriana Pieczonka und Boje Skovhus („Onegin“), mit Anja Silja („Der feurige Engel“ und „Die Sache Makropoulos“) sowie mit Wicus Slabbert („Falstaff“). In der Spielzeit 2003 dirigierte Alfred Eschwé auch an der Wiener Staatsoper Mozarts „Die Zauberflöte“, in dieser Saison steht er bei „L’elisir d’amore“ am Pult.

Als Gastdirigent arbeitet Alfred Eschwé regelmäßig an der Hamburgischen Staatsoper: Nach der letztjährigen Eröffnungsvorstellung „Die Zauberflöte“ folgen noch „Zar und Zimmermann“, „Die Liebe zu den drei Orangen“ und „Così fan tutte“.

Neben seiner Operntätigkeit pflegt er eine regelmäßige Konzerttätigkeit mit den Wiener Symphonikern, den NÖ Tonkünstlern, dem ORF-Symphonieorchester und dem Wiener Johann Strauß Orchester, mit dem er zahlreiche Reisen nach Japan, Korea, Spanien, Italien und in die Vereinigten Staaten unternommen hat.

Darüber hinaus hat er u. a. das Orchester der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom, die Hamburger Symphoniker, das Symphonieorchester der Wiener Volksoper, das Mozarteumorchester Salzburg, das Orchester des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart, die Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, die Philharmonie Bratislawa, die Wiener Akademische Philharmonie und das Orchestre Philharmonique des Pays de la Loire dirigiert.

Seit dieser Saison ist Alfred Eschwé erster Kapellmeister an der Volksoper Wien. Eschwé übernimmt wie auch beim KlangBogen Wien 2005 die Musikalische Leitung für die Premiere von „Der Graf von Luxemburg“ an der Volksoper.