Ein Reigen

Choreograph Ashley Page und sein Ausstatter Antony McDonald evozieren jene fast explosionsartige Kreativität, die das Wien der Jahre zwischen 1900 und 1914 kennzeichnet.

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A MIDSUMMER NIGHT’S DREAM

25.9.2006

Oper in drei Akten von
Benjamin Britten (1913-1976)
Text nach William Shakespeare von Peter Pears und Benjamin Britten.

Wiederaufnahme am Mittwoch, 8. November 2006, 19.00 Uhr

In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Weitere Vorstellungen: 10., 15., 26., 28. November; 4. Dezember 06

Musikalische Leitung: Alfred Eschwé
Inszenierung und Bühne: Philippe Arlaud
Kostüme: Annette Beaufaÿs

Besetzung:
Tytania: Daniela Fally / Jennifer O’Loughlin
Hippolyta: Elisabeth Kulman
Hermia: Adrineh Simonian
Helena: Ursula Pfitzner
Oberon: David D. Q. Lee
Puck: Karl Markovics
Theseus: Sebastian Holecek
Demetrius: Mathias Hausmann
Lysander: Daniel Behle
Bottom: Lars Woldt
Quince: Karl Huml
Flute: Wolfgang Gratschmaier
Snout: Adrian Cave
Starveling: Josef Forstner
Snug: Markus Raab
Chorus of Fairies: Grazer Kapellknaben

Anlässlich des 30. Todestages von Benjamin Britten nimmt die Volksoper Wien seine Oper „A Midsummer Night’s Dream“ wieder auf.
Anders als bei der Premiere am 27. Februar 1998, wird die Volksoper das Werk erstmals in englischer Originalsprache zeigen. Die Märchenoper, 1960 in Aldebourgh uraufgeführt, gehört zu den bedeutendsten Werken Benjamin Brittens. Regisseur und Bühnenbildner Philippe Arlaud hat einen wunderbar farbigen und phantasievollen Kosmos für Brittens Meisterwerk geschaffen und wird diesen auch bei der Wiederaufnahme szenisch betreuen. Als Puck stiftet (Verw)Irrungen, wie schon bei der Premiere, Schauspielstar Karl Markovics. Neu besetzt sind die übrigen Partien: Daniela Fally, mit der Eberhard Waechter Medaille 2006 ausgezeichnet, wird sich als Elfenkönigin Tytania mit dem Volksoperndebütanten (ebenso sein Operndebüt in Europa), dem kanadischen Counter-Tenor David D.Q.Lee als Elfenkönig Oberon streiten. Sebastian Holecek gibt den Theseus, Elisabeth Kulman ist seine Hippolyta.

Die Figur des Puck bringt zusätzliche Verwirrung in Shakespeares Handlung um Liebeswirren und erotische Verwicklungen. Am Anfang aller Auseinandersetzungen steht dabei ein Familienzwist: Im Reich der Elfen streiten sich der König Oberon und seine Gattin Tytania. Es ist nun der Kobold Puck, der im Auftrag Oberons Tytania einen Liebestrank ins Auge träufeln soll, damit sie sich unsterblich in das erste Wesen verliebt, das ihr begegnet. Zwei weitere Paare geraten in den Wirbel dieses zaubermächtigen Ehestreits. Lysander und Hermia sowie Helena und Demetrius. Man ahnt es schon: Kobolde sind unzuverlässige Gesellen und Liebestränke in ihren Händen gefährliche Waffen: Puck verwechselt alles und verabreicht den Trank genau den falschen Personen. Das Desaster nimmt seinen Lauf. Völlig unberührt von allen Liebeswirren bleiben nur sechs Handwerker, die im Wald ein Theaterstück proben. Oder doch nicht?

Kurzeinführungen „A Midsummer Night’s Dream“:
jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn, 2. Rang Foyer, durch Dr. Birgit Meyer.

Karl Markovics (Puck)
Der 1963 in Wien geborene Schauspieler hat auf vielen Wiener Bühnen gespielt, vom Serapionstheater bis zum Volkstheater Wien, wo er klassische und moderne Rollen übernahm, u.a. den Conférencier im Musical „Cabaret“, Schneider Zwirn in Nestroys „Lumpazivagabundus“. 2005 inszenierte er Eugène Ionescos „ Die kahle Sängerin“ am Volkstheater Wien. Karl Markovics war ebenso zu sehen in Kinoerfolgen wie „Komm, süßer Tod“, große Popularität erlangte Karl Markovics insbesondere als Titelhelden der Fernsehserie „Stockinger“. In Fernsehfilmen war er in „Die Villen der Frau Hürsch“ und als Sturmbannführer in „Annas Heimkehr“ (mit Veronika Ferres) zu sehen. Derzeit feiert Markovics einen großen Erfolg in der Titelrolle der Uraufführung von Peter Turrinis Stück „Mein Nestroy“, die Eröffnungspremiere der Direktion Herbert Föttinger im Wiener Theater in der Josefstadt.
An der Volksoper schlüpft Karl Markovics ab November 2006 wieder in die Rolle des allgegenwärtigen Puck in der englischen Originalfassung von Brittens „A Midsummer Night’s Dream“ in der Inszenierung von Phillipe Arlaud – wie schon bei der Premiere 1998.

Daniela Fally (Tytania)
Die in Niederösterreich geborene Sopranistin beendete im Juni 2005 ihr Operngesangsstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien mit Auszeichnung.
Ihr Bühnenrepertoire umfasst u. a. die Mozartpartien Zerlina, Barbarina, Papagena, Despina, Blonde, Norina („Don Pasquale“), Olympia („Hoffmanns Erzählungen“), Esmeralda („Die verkaufte Braut“) und Fiakermilli („Arabella“), mit der sie in der Saison 2006/07 ihr Debüt an der Wiener Staatsoper geben wird. Im Sommer 2006 debütierte sie in Offenbachs „Blaubart“ bei den Bregenzer Festspielen. Bereits während des Studiums gastierte die junge Sopranistin an der Volksoper Wien, seit September 2005 ist sie Ensemblemitglied. An der Volksoper war Daniela Fally bislang als Adele („Die Fledermaus“), Papagena (Neuinszenierung „Die Zauberflöte“) sowie Piccolo/Wunderkind/Scholar („Die Ausflüge des Herrn Broucek“) und Anastasia („Die Csárdásfürstin“) zu sehen.
Daniela Fally ist Preisträgerin der Eberhard-Waechter-Medaille 2006 für ihre Interpretation der Adele in „Die Fledermaus“ an der Volksoper Wien. In der Saison 2006/07 wird Daniela Fally an der Volksoper u. a. als Fiametta („Boccaccio“), Barbarina („Die Hochzeit des Figaro“), Taumännchen („Hänsel und Gretel“) sowie ab November als Tytania in der Wiederaufnahme „A Midsummer Night’s Dream“ auf der Bühne stehen.

David D.Q. Lee (Oberon)
Der junge kanadische Counter-Tenor David Dong Qyu Lee ersang sich 2006 beim Francisco Viñas Wettbewerb in Barcelona den 1. Preis sowie die Auszeichnung als bester Counter-Tenor, beim George London Wettbewerb in New York wurde er mit dem George London Award in memory of Lloyd Rigler ausgezeichnet.
David D.Q. Lee fühlt sich in der hohen Mezzo-Lage genauso wohl wie in den Alt-Regionen. Sein Repertoire reicht vom Barock bis zu zeitgenössischer Musik und vom Jazz bis zur Popoper. Er sang u. a. Pastore und Speranza („Orfeo“ von Monteverdi), Tolomeo („Giulio Cesare“ von Händel), Lucejo anlässlich der nordamerikanischen Erstaufführung von Händel’s „Scipione“, Liscione in Scarlatti’s „La Dirindina“ und Ometh in der nordamerikanischen Erstaufführung der zeitgenössischen Oper „Golem“ des britischen Komponisten John Casken beim Aspen Music Festival. Er war der Seer in der Uraufführung von Barry Truax’s elektro-akustischer Oper „Powers of Two“ mit der Modern Baroque Opera Company.
2006 gab er sein Debüt beim Montreal Symphony Orchestra mit Händels „Messiah“. Im Herbst gibt er sein europäisches Operndebüt an der Volksoper Wien als „Oberon“ in Britten’s „A Midsummer Night’s Dream“.