Ein Reigen

Choreograph Ashley Page und sein Ausstatter Antony McDonald evozieren jene fast explosionsartige Kreativität, die das Wien der Jahre zwischen 1900 und 1914 kennzeichnet.

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GRÄFIN MARIZA

3.11.2006

Premiere am Sonntag, 17. Dezember 2006, 19.00 Uhr

1924 am Theater an der Wien uraufgeführt, wurde „Gräfin Mariza“ ein Jahr später schon an die Volksoper übernommen und hier bislang in vier verschiedenen Inszenierungen gezeigt. In der Nachkriegszeit stand diese beliebte Operette nicht weniger als 282 Mal auf dem Spielplan der Volksoper.

GRÄFIN MARIZA
Operette in drei Akten
Text von Julius Brammer und
Alfred Grünwald
Musik von Emmerich Kálmán (1882-1953)

Weitere Vorstellungen:
19., 30. Dezember 2006;
3., 8., 15., 18., 24., 28. Januar;
2., 10., 16., 18. Februar; 1., 6., 25. März 2007

Musikalische Leitung:
Andreas Schüller
Inszenierung: Miklós-Gábor Kerényi
Bühne und Kostüme: Claudia Kofler
Choreographie: Jenö Löcsei

Besetzung:
Gräfin Mariza: Tünde Frankó / Ursula Pfitzner
Graf Tassilo: Matthias Klink/ Mehrzad Montazeri
Baron Koloman Zsupan: Marko Kathol / Károly Peller
Lisa: Andrea Bogner / Renée Schüttengruber
Fürstin Bozena: Helga Papouschek / Mirjana Irosch
Penizek: Gideon Singer / Gernot Kranner
Manja: Eva Maria Riedl / Elvira Soukop
Fürst Populescu: Josef Forstner / Sándor Németh
Tschekko: Walter Jenewein

In der Geschichte der reichen und schönen Gräfin Mariza, die auf der Suche nach der wahren Liebe eine fiktive Verlobung bekannt gibt um die Mitgiftjäger abzuwimmeln, wechselt melancholische Zigeunermusik mit feurigen Csárdásrhythmen. Eine Fülle an bekannten Melodien wie „Komm mit nach Varazdin“, „Grüß mir die reizenden Frauen“, „Wo wohnt die Liebe“ oder „Komm Zigán“ machten diese Operette zu einem Welterfolg.

„Gräfin Mariza“, die österreichische Operette mit ungarischem Esprit und Kálmáns zweites Hauptwerk nach der „Csárdásfürstin“, liegt beim Operettenregie-Spezialisten und Direktor des Budapester Operettentheaters Miklós-Gábor Kerényi in bewährten Händen. Die Budapester Diva Tünde Frankó wird als Gräfin Mariza ungarisches Temperament verströmen. An ihrer Seite steht Matthias Klink als verarmter Graf Tassilo. Ein Wiedersehen gibt es mit Helga Papouschek als Bozena, an ihrer Seite als Penizek Gideon Singer in seinem Volksopern-Debüt. Andreas Schüller, zuletzt am Pult bei „Boccaccio“, der „Ballett Gala“ und „Die Hochzeit des Figaro“, wird erstmals eine Premiere an der Volksoper Wien dirigieren.


Tünde Frankó - Gräfin Mariza
Die lyrische Sopranistin wurde in Budapest geboren und erhielt ihre Ausbildung an der Franz Liszt Musikhochschule in ihrer Heimatstadt. Tünde Frankó wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter 1998 mit dem „Liszt“-Preis. Die junge Künstlerin wurde u. a. an folgende Häuser engagiert: Ungarische Staatsoper Budapest, Städtisches Operettentheater Budapest und an das Landestheater Vorarlberg. Ihr Repertoire umfasst u. a. Susanna („Le nozze di Figaro“), Fiordiligi („Così fan tutte“), Pamina („Die Zauberflöte“), Mimì („La Bohème“), Liù („Turandot“), Manon („Manon Lescaut“), Lauretta („Gianni Schicchi“), Cio-Cio-San („Madama Butterfly“), Maguérite („Faust“), Antonia („Le contes d’Hoffmann“), Micaela („Carmen“), Tatjana („Eugen Onegin“), Rosalinde („Die Fledermaus“) sowie Gräfin Mariza und Lisa („Das Land des Lächelns“). An der Volksoper Wien debütierte Tünde Frankó in der Saison 2004/05 als Sylva Varescu in der „Csárdásfürstin“ und wird in der Titelpartie der Neuproduktion „Gräfin Mariza“ zu sehen sein.

Matthias Klink - Graf Tassilo
Nach Beendigung seines Gesangsstudiums an der Stuttgarter Musikhochschule erhielt der Tenor Matthias Klink ein Stipendium für die Indiana University School of Music in Bloomington, wo ihm der Franz-Völker-Preis für deutsche Nachwuchstenöre zugesprochen wurde. Wieder zurück in Europa wurde er Ensemblemitglied in Köln. 1998 entschied sich Matthias Klink für die freischaffende Tätigkeit und ist seither regelmäßiger Gast an der Staatsoper Stuttgart, der Semperoper Dresden, der Hamburgischen Staatsoper, dem Aalto-Theater in Essen, der Oper Frankfurt und der Vlaamse Opera in Antwerpen. 1999 war er bei der Uraufführung von Luciano Berios „Cronaca del luogo“ erstmals bei den Salzburger Festspielen zu erleben; es folgten Auftritte als Tamino in der „Zauberflöte“, Arbace in „Idomeneo“, Alfred in der „Fledermaus“ und zuletzt 2006 in Joachim Schlömers „Irrfahrten“-Produktion. Auch bei den Schwetzinger Festspielen und der RuhrTriennale gestaltete Klink die Rolle des Tamino, in Aix-en-Provence trat er als Belmonte in einer von Marc Minkowski geleiteten Produktion der „Entführung“ auf. Unter der Stabführung von Riccardo Muti debütierte Matthias Klink 2003 als Jaquino in Beethovens „Fidelio“ an der Mailänder Scala. Seit der Spielzeit 2006/07 ist er Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart. An der Volksoper Wien war er bislang als Tamino, Alfred und Stingo in Nicholas Maws „Sophie’s Choice“ sowie derzeit als Don Ottavio in „Don Giovanni“ zu sehen.

Miklós-Gábor Kerényi - Inszenierung
Miklós-Gábor Kerényi, langjähriger Intendant des Budapester Operettentheaters, gehört zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des ungarischen Musiktheaterlebens und war lange als Regisseur an der Ungarischen Staatsoper tätig. Der in allen Genres beheimatete Miklós-Gábor Kerényi inszenierte „Don Carlos“, „Madame Butterfly“, „Macbeth“ ebenso wie die Musicals „Miss Saigon“, „Elisabeth“, „Mozart!“, „Romeo und Julia“. Einige seiner Operettenproduktionen wie „Gräfin Mariza“,„Die Csárdásfürstin“ und zuletzt „Die Fledermaus“ im Oktober 2006 wurden im Festspielhaus Baden-Baden, aber auch in London, München, Amsterdam sowie bei den Regensburger Schlossfestspielen aufgeführt.