Ein Reigen

Choreograph Ashley Page und sein Ausstatter Antony McDonald evozieren jene fast explosionsartige Kreativität, die das Wien der Jahre zwischen 1900 und 1914 kennzeichnet.

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Boccaccio von Franz von Suppé

Premiere: 13. Dezember 2003

18.11.2003

Premiere: 13. Dezember 2003

Mit Franz von Suppé beginnt die Geschichte der Wiener Operette. Sein erfolgreichstes Werk in diesem Genre ist „Boccaccio“, dessen Libretto den siebten Tag aus Giovanni Boccaccios „Decamerone“ erzählt. Helmuth Lohner wird mit dieser Inszenierung sein Musiktheaterregiedebüt in Österreich geben.

Florenz im Jahr 1331. Die Novellen des Dichters Giovanni Boccaccio entzweien die Florentiner Bürger. Während die Frauen ungeduldig den neuesten erotischen Geschichten Boccaccios entgegenfiebern, haben die Männer nur ein Ziel vor Augen: den verruchten Dichter zu fangen und einzusperren. Da sie seiner selbst nicht habhaft werden können, verbrennen sie als Zeichen ihrer tiefen Ablehnung öffentlich seine Bücher. Doch das spießige, kleinbürgerliche Gehabe der Männer kann die Begeisterung der Frauen nicht trüben, denn Boccaccio spricht ihnen aus der Seele: „Wer könnte leugnen, dass des Trostes, wie immer es auch um ihn bestellt sein mag, weit mehr als die Männer die holden Frauen bedürfen? Sie verbergen aus Furcht und Scham in ihrem zarten Busen die Flammen der Liebe. Doch mit welcher Gewalt diese sich vor aller Welt zu äußern begehren, das weiß nur, wer es an sich selber erfahren hat!“ So schreibt der „echte“ Giovanni Boccaccio im Vorwort zu seinem „Decamerone“ (1349–53).

Biografien

Antigone Papoulkas (Boccaccio)

geboren in München; studierte bei ihrem vater, dem Tenor Soto Papulkas an der Musikhochschule Köln. Sie gehörte dem Internationalen Opernstudio der Münchner Staatsoper an und war Ensemblemitglied der Hamburgischen Staatsoper (Rollen: Hänsel, Cherubino, Carmen, Sesto...). Zweimal erhielt sie den ersten Preis des Bundesgesangswettbewerbs in Berlin.
2001 debütierte sie an der Wiener Staatsoper als Cherubino in »Le nozze di Figaro", seit Herbst 2003 ist sie Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper.

Helmuth Lohner (Regie)

Arbeitet seit 1994 auch als Musiktheaterregisseur (u.a. an den Opernhäusern von Zürich, Graz/“La Perichole“ und Köln - zuletzt „Die Fledermaus“ und "L´Elisir d´Amore), wird zum ersten Mal in Wien Operette inszenieren. Gemeinsam mit dem Musikdirektor der Volksoper Wien, Marc Piollet, hat er sich für die Originalfassung von Suppé entschieden, der für die Partie des Boccaccio einen Mezzosopran vorgesehen hat.

Marie-Jeanne Lecca (Kostüme)

Wurde in Bukarest geboren, wo sie am Institut der Schönen Künste studierte. Seit 1984 lebt sie in London und hat mehrmals mit David Pountney, Keith Warner und Francesca Zambello gearbeitet. Kostüm- und Bühnenbilder entwarf sie für „Thérèse Raquin“ (Dallas & Montreal), „Falstaff“, „Pelléas & Mélisande“, „The Stone Guest, „Moses“ (ENO), „Iolanthe“ (Scottish Opera), „Carmen“ (Minnesota, Seattle, Houston und Turin) und „The Barber of Seville“ (Glimmerglass). Bei folgenden Opern-Produktionen zeichnete Lecca für die Kostüme verantwortlich: „Wozzeck“ (Royal Opera House, Covent Garden), „West Side Story“ (Bregenzer Festspiele), „Jenufa (Wiener Staatsoper), „Macbeth“ (Zürich), „The Greek Passion“ (Bregenzer Festspiele und Royal Opera House, Covent Garden), „Faust“ (Bayerische Staatsoper München), „Guillaume Tell“ (Opéra National de Paris), „Rienzi“ (Wiener Staatsoper), „Katya Kabanova“ (München), „Cavalleria Rusticana“ / „Pagliacci“ (Staatsoper unter den Linden Berlin).

Leading Team

Musikalische Leitung: Marc Piollet
Inszenierung: Helmuth Lohner
Bühne: Sascha Weig
Kostüme: Marie-Jeanne Lecca
Choreographie: Giorgio Madia

Vor der Premiere

10. Dezember, 20.00 Uhr
Einführungssoirée mit Helmuth Lohner, Marc Piollet und Sängerinnen und Sängern der Premiere
Moderation: Birgit Meyer