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Die Hochzeit des Figaro

Premiere am 25. November 2012


Die erste Opernpremiere der Saison 2012/2013 am 25. November 2012 gilt einer der größten Komödien der Operngeschichte: Wolfgang Amadeus Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“. Die mittlerweile vierte Neuinszenierung an der Volksoper liegt in den bewährten Händen von Marco Arturo Marelli, der dieses Werk hier bereits 1989 erarbeitete.

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Im Jahr 1785 griffen Wolfgang Amadeus Mozart und sein Librettist Lorenzo Da Ponte einen französischen Stoff mit revolutionärer Sprengkraft auf: „Der tolle Tag oder Die Hochzeit des Figaro“ von Pierre-Augustin Caron des Beaumarchais. Das Schauspiel war im April 1784 uraufgeführt und im Jahr darauf in einer deutschen Übersetzung am Wiener Kärntnertortheater von der Schauspieltruppe Emanuel Schikaneders einstudiert worden. Die Zensurbehörde Josephs II. hatte eine Aufführung verboten, die Drucklegung des Werkes aber erlaubt. Mozart fiel Beaumarchais’ Stück in die Hände, er gab den Anstoß, es als Opernstoff zu verwenden. Die Einwilligung des Kaisers zur Vertonung des umstrittenen (Revolutions-)Stoffes erwirkte wohl Lorenzo Da Ponte, indem er Joseph II. versicherte alles zu kürzen, „was gegen den Anstand und die Sitte verstößt und ungehörig sein könnte in einem Theater, in dem die höchste Majestät selbst anwesend ist.“ Dennoch blieb es ein Wagnis, einen aktuellen Stoff auf die (Hof-)Opernbühne zu bringen, das Da Ponte einiges Fingerspitzengefühl abverlangte. Am 1. Mai 1786 wurde „Die Hochzeit des Figaro“ am Wiener Hoftheater uraufgeführt. Der Erfolg stellte sich jedoch erst mit der Prager Erstaufführung im Dezember 1786 ein, Mozart und Da Ponte brachte dieser Triumph zudem einen Auftrag für eine weitere Oper ein: „Don Giovanni“.

Marco Arturo Marelli – ein Kenner der Mozart-Da-Ponte-Opern
1987 gab Marco Arturo Marelli an der Volksoper als Regisseur und Bühnenbild in Personalunion seinen umjubelten Einstand mit „Così fan tutte“. 1988 und 1989 vollendete er mit „Don Giovanni“ und „Die Hochzeit des Figaro“ den Mozart-Da-Ponte-Zyklus im Haus am Gürtel. 2007 feierte er mit „Der Freischütz“ und zuletzt 2011 mit der „Lustigen Witwe“ weitere Erfolge an der Volksoper. Mit Marellis erster Operetteninszenierung gastierte die Volksoper u. a. im Mai 2012 in Japan am Bunka-Kaikan-Theater in Tokio, eine der wichtigsten Bühnen Japans. „Die Hochzeit des Figaro“ erarbeitete Marelli seither in Madrid, Lausanne und zuletzt 2008 in Toulouse. An der Volksoper bringt er mit seiner geschmackvollen Ästhetik und mit stets weiter wachsendem Verständnis des Werks seinen „Figaro“ im November 2012 erneut auf die Bühne. Dabei steht ihm ein hervorragendes junges Mozart-Ensemble zur Verfügung: u. a. die Ensemblemitglieder Yasushi Hirano bzw. Daniel Ochoa (Figaro), Paul Schweinester (Basilio) und Martin Winkler (Antonio), die Ensembleneuzugänge Rebecca Nelsen (Susanna) und Dorottya Láng (Cherubino). Das Grafenpaar wird von den international erfolgreichen Gästen Jacquelyn Wagner und Konstantin Wolff gesungen. Stefan Cerny gastiert als Bartolo. Dirk Kaftan, Generalmusikdirektor in Augsburg, präsentiert sich dem Volksopernpublikum erstmals als musikalischer Leiter einer Neuproduktion.

Die Hochzeit des Figaro
Premiere am Sonntag, 25. November 2012, 19:00 Uhr

Weitere Vorstellungen am 27., 30. November, 3., 6., 11., 18., 28. Dezember 2012

Dirigent: Dirk Kaftan
Regie und Bühnenbild: Marco Arturo Marelli
Regiemitarbeit: Enrico De Feo
Kostüme: Dagmar Niefind
Choreinstudierung: Holger Kristen

Mit:
Konstantin Wolff/Daniel Ochoa (Graf Almaviva); Jacquelyn Wagner/Elisabeth Flechl/Birgid Steinberger (Gräfin Almaviva), Rebecca Nelsen/Mara Mastalir (Susanna); Yasushi Hirano/Sébastien Soulès (Figaro); Dorottya Láng /Eva Maria Riedl (Cherubino); Sulie Girardi/Alexandra Kloose (Marcellina); Paul Schweinester/Karl-Michael Ebner (Basilio); Christian Drescher/Wolfgang Gratschmaier (Don Curzio); Stefan Cerny/ Noé Colin (Bartolo); Martin Winkler/Petar Naydenov (Antonio); Mara Mastalir/Elisabeth Schwarz/Claudia Goebl (Barbarina).

Es dirigiert Dirk Kaftan alternierend mit Gerrit Prießnitz .