Premiere: „Die Liebe zu den drei Orangen“
Oper von Sergej Prokofjew
Eine Produktion der Hamburgischen Staatsoper
Eine schwere Hypochondrie hat den Prinzen befallen, nur das Lachen kann ihn retten. Schadenfreude über das Stolpern der bösen Zauberin Fata Morgana bringt die Heilung, trägt ihm aber auch den Fluch ein, sich in drei Orangen zu verlieben. Jede Orange birgt ein Mädchen, zwei davon verdursten in der Wüste, die dritte ist seine Braut Ninetta, die er nach etlichen Intrigen zu guter Letzt heiratet.
PREMIERE AM 17. APRIL 2010
Seine vierte Oper schrieb Sergej Prokofjew im Jahr 1919 als Auftragswerk für die Oper von Chicago nach Carlo Gozzis Märchenspiel „Die Liebe zu den drei Pomeranzen“ aus dem Jahr 1761. Vom Komponisten als „Mischung aus Märchen, Spaß und Satire“ bezeichnet, ist die Oper eine lustvolle Kampfansage an die Melodramatik und das überhitzte Gefühl in der romantischen Oper. Genussvoll lässt Prokofjew Fantastisches und Realistisches, Groteskes und Tragisches aufeinander prallen.
Die österreichische Erstaufführung der „Liebe zu den drei Orangen“ fand 1951 an der Volksoper statt. 2002 inszenierte Ernst-Theo Richter, nur wenige Monate vor seinem Tod, das Stück an der Hamburgischen Staatsoper als „funkelfrischen Südfruchtzirkus“, wie die Tageszeitung "Die Welt" berichtete. Die Volksoper übernimmt diese Inszenierung, mit der musikalischen Leitung ist Alfred Eschwé betraut, der die Produktion 2002 mit dem Regisseur erarbeitet hat.
Als hypochondrischer Prinz wird Mehrzad Montazeri zu erleben sein, der in dieser Saison bereits als Rene Graf („Der Graf von Luxemburg“) und Rodolphe („La Bohème“) zu hören war. Ensemblemitglied Anja-Nina Bahrmann, die im Dezember 2009 mit großem Erfolg am Theater an der Wien als Flaminia in Haydns „Il mondo della luna“ unter der Leitung von Nicolaus Harnoncourt zu sehen war, gibt die bezaubernde Ninetta. Martina Mikelic (Linetta) und Mara Mastalir (Nicoletta) komplettieren das Orangen-Trio. Der österreichische Bass Manfred Hemm gastierte an sämtlichen großen europäischen und amerikanischen Opernhäusern und kehrt nach seinem Volksoperndebüt 2008 als Sarastro („Die Zauberflöte“) nun als König Treff an unser Haus zurück. Die Sopranistin Irmgard Vilsmaier feierte vor allem mit Wagner und Strauss Partien an der Wiener Staatsoper, der Mannheimer Oper, der Oper Seattle und der Komischen Oper Berlin Erfolge und ist als böse Fata Morgana nach langer Pause wieder in der Volksoper zu erleben. Lars Woldt, der zu einem regelmäßigen Gast der Hamburgischen und Wiener Staatsoper geworden ist, sorgt als beschützender Zauberer Tschelio für ein glückliches Ende. Ensemblemitglied Daniel Schmutzhard debütierte im Februar dieses Jahres in Händels "Agrippina“ an der Staatsoper unter den Linden in Berlin. Gern gesehener Gast ist der junge Bariton zudem auch beim Carinthischen Sommer, dem Festival d'Aix-en-Provence, dem Theater an der Wien etc. Nach seinem herausragenden Erfolg als Titelfigur in „Antonia und der Reißteufel“ ist er nun in der „Liebe zu den drei Orangen“ in gleich drei Rollen zu bewundern.
Dirigent: Alfred Eschwé
nach einer Inszenierung von Ernst-Theo Richter
Spielleitung: Wolfgang Bücker
Bühnenbild: Karl-Ernst Herrmann
Kostüme: Jorge Jara
Lichtkonzept: Gérard Cleven
Mit: Manfred Hemm (König Treff), Mehrzad Montazeri (Prinz), Alexandra Kloose (Prinzessin Clarisse), Karl Huml (Leander), Christian Drescher (Truffaldino), Daniel Schmutzhard (Pantalon/Herold/Zeremonienmeister), Lars Woldt (Zauberer Tschelio), Irmgard Vilsmaier (Fata Morgana), Martina Mikelic (Linetta), Mara Mastalir (Nicoletta), Anja-Nina Bahrmann (Ninetta), Dirk Aleschus (Köchin), Stefan Cerny (Farfarello), Eva Maria Riedl (Smeraldina)
PREMIERE AM 17. APRIL 2010
Weitere Vorstellungen am 19., 22., 25., 28. April, 4., 9., 12. Mai 2010
Werkeinführung jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Galerie-Foyer

