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SAISON 2009/2010

Zusammenfassung des Pressegesprächs

Viele Besucher aus Wien und von auswärts wissen es bereits: Wo die Farben Violett, Silber, Grün und Blau leuchten, da werden erstklassig, unterhaltsam und mitreißend Operette, Oper, Musical und Ballett geboten. Und auch die „fünfte Farbe“, Bronze, die für unsere Spezial-Programme steht, verheißt Gutes.

Es ist hier nicht der Ort, um in Zahlen zu schwelgen. Unsere Einnahmen- und Auslastungsrekorde sind messbare Belege unseres Erfolges, aber noch wichtiger sind die Eindrücke und schönen Erlebnisse, die unser Publikum von einem Volksopern-Besuch mitnimmt.

Ich freue mich, Ihnen die Vorschau auf die dritte Spielzeit, die ich mit meinem Team gestalten darf, präsentieren zu können. Das Repertoire ist konsolidiert und wird auch in der Saison 2009/10 um wertvolle Stücke erweitert: Nicht weniger als zehn Premieren, mehrere Wiederaufnahmen und Sonderveranstaltungen können wir Ihnen offerieren.

Den (Operetten-)Premierenreigen eröffnet Carl Zellers Klassiker „Der Vogelhändler“. Darauf folgt Nestroy „Häuptling Abendwind“ von Jacques Offenbach und Johann Nestroy. Die dritte Operettenpremiere führt uns in die 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, mit der Volksopern-Erstaufführung von Paul Abrahams exotisch-revuehafter „Die Blume von Hawaii“.

An Neuproduktionen im Genre Oper bietet die Volksoper in dieser Saison Werke aus vier Jahrhunderten: Wolfgang Amadeus Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“, Giuseppe Verdis „Rigoletto“, Sergej Prokofjews „Die Liebe zu den drei Orangen“ und die Uraufführung der Pop-Oper für Kinder und Erwachsene „Antonia und der Reißteufel“ von Christian Kolonovits.

Unsere Erfolgsproduktion des Musicals „Guys and Dolls“ kehrt Mitte September zurück, als Musical-Leckerbissen zeigen wir konzertant Rodgers’ & Hammersteins „South Pacific“ in Starbesetzung. Außerdem stehen die Premiere des Balletts „Carmen“ sowie eine „Ballett Gala“ zum Saisonabschluss am Spielplan.

Unseren Erfolg, das ist mir ganz und gar bewusst, haben wir mit Ihnen gemeinsam erreicht. Schenken Sie uns auch in der kommenden Saison Ihr Vertrauen und verbringen Sie viele beglückende Abende in der Volksoper!

Ihr Robert Meyer

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Bildmaterial mit Fotos von Künstlerinnen und Künstlern der kommenden Saison finden Sie hier.

 

OPERETTE 

Carl Zellers musikalischer Einfallsreichtum sicherte seiner 1891 uraufgeführten Operette "Der Vogelhändler" den Rang als eine der beliebtesten Operetten des Repertoires. Viele seiner Melodien haben sich die Popularität von Volksliedern bewahrt.
Bei der Neuproduktion an der Volksoper führt Michael Schilhan, Intendant des Grazer Jugendtheaters Next Liberty, erstmals an der Volksoper Regie. Die Musikalische Leitung liegt in Händen von Henrik Nánási, der hier bereits „Gräfin Mariza“ und „La Traviata“ dirigierte.
„Ein Hallodri mit Herz - und Hoffnungsträger in der vom Aussterben bedrohten Spezies Operettentenor“ jubelte „Die Presse“ anlässlich von Daniel Prohaskas Volksoperndebüt als August Kuhbrot in „Der Vetter aus Dingsda“. Als Vogelhändler Adam kehrt der Tenor im September an die Volksoper zurück. Die vielseitige Andrea Bogner, die an der Volksoper als Nuri („Tiefland“) ebenso beeindruckte wie als Maria („Kehraus um St. Stephan“) oder Adele („Die Fledermaus“) debütiert als umtriebige Briefchristel. Für Birgid Steinberger ist dies der zweite „Vogelhändler“ an der Volksoper. 2001 war sie die „Christel von der Post“, nun schenkt sie als Kurfürstin „Rosen in Tirol“.
Premiere am Dienstag, 8. September 2009

Schon eineinhalb Monate später lädt die Volksoper zu einer Offenbach-Premiere: "Häuptling Abendwind" in der Textfassung von Johann Nestroy wird vom Hausherrn Robert Meyer inszeniert. Als Soloabend hat Robert Meyer Nestroys „Häuptling Abendwind“ bereits am Burgtheater gestaltet, nun wird er in dieser Erstaufführung an der Volksoper an der Seite von Carlo Hartmann, Heinz Zuber, Elisabeth Schwarz und Christian Drescher den Häuptling Biberhahn spielen. Béla Fischer arrangiert und dirigiert das Werk.
Premiere am Sonntag, 25. Oktober 2009

Bei der Volksopern-Erstaufführung von Paul Abrahams swingend-sentimentaler "Die Blume von Hawaii" trifft das Erfolgsteam von „Orpheus in der Unterwelt“ (Regisseur Helmut Baumann und sein Bühnenbildner Mathias Fischer-Dieskau) auf einen der wesentlichen Erfolgsbringer von „Guys and Dolls“: Dirigent Joseph R. Olefirowicz. Die Textbearbeitung liegt wie schon bei „Orpheus in der Unterwelt“ in den Händen von Peter Lund. Damit ist ein Feuerwerk an Pointen vorprogrammiert. Die bildschöne Kanadierin Siphiwe McKenzie Edelmann verkörpert die „Blume“ Prinzessin Laya. Eva Maria Marold kehrt als gar nicht so biedere Ehefrau Bessie an die Volksoper zurück.
Premiere am Sonntag, 7. Februar 2010

OPER 

Die erste Opernpremiere der Saison gilt einem zentralen Stück des italienischen Großmeisters Giuseppe Verdi: "Rigoletto". Hausdebütant Manlio Benzi dirigiert, ansonsten stammt das Leading Team aus Großbritannien. Regisseur Stephen Langridge hat mit Sir Simon Rattle das Projekt Zukunft@BPhil entwickelt und bei den Bregenzer und Salzburger Festspielen sowie am ROH Covent Garden inszeniert. Sein Ausstatter Richard Hudson ist in Wien kein Unbekannter. An der Staatsoper gestaltete er u. a. die Bühnenbilder zu „Hoffmanns Erzählungen“, „Guillaume Tell“ und „Ernani“. Weitere Stationen seiner Karriere sind u. a. das Glyndebourne Festival, das ROH Covent Garden und die Metropolitan Opera. Alexandra Reinprecht kehrt als Gilda an die Volksoper zurück. Sie erliegt den Verführungskünsten von Herzog Michael Ende. Die Titelpartie wird von dem Bariton Jacek Strauch verkörpert.
Premiere am Samstag, 17. Oktober 2009
 
Die Uraufführung der Pop-Oper "Antonia und der Reißteufel" setzt die vermeintliche Grenze zwischen U- und E- Musik außer Kraft. Komponist Christian Kolonovits, ein Vorreiter auf dem Gebiet des musikalischen Crossover ist in allen Genres zu Hause. Seine Bandbreite reicht von den Drei Tenören über Sarah Brightman bis zu den Berliner Philharmonikern/Scorpions. Als musikalische Zentralgestalt vereinte er bei den „Weberischen“ Kompositionen Mozarts mit jenen von Martyn Jacques und gab als Dirigent dieser musikalischen Komödie sein Volksoperndebüt. Seine Pop-Oper richtet sich an Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Robert Meyer ist für die Inszenierung verantwortlich, Christof Cremer für die Ausstattung. Johanna Arrouas schlüpft in die Rolle der Antonia, durch die die Welt des grässlich bösen Reißteufels Daniel Schmutzhard ein wenig aus den Fugen gerät.
Uraufführung am Sonntag, 13. Dezember 2009

Mit Ernst-Theo Richter hat Alfred Eschwé an der Hamburgischen Staatsoper Sergej Prokofjews "Die Liebe zu den drei Orangen" erarbeitet. Nun kommt diese Inszenierung, ein „funkelfrischer Südfruchtzirkus“ (Die Welt), unter seiner musikalischen Leitung an die Volksoper. Chor und Orchester werden in diesem bunten Märchenstück besonders gefordert, und auch das Ensemble kann seine Stärken voll ausspielen, allen voran Mehrzad Montazeri, der sich als Prinz in drei Orangen verliebt. Als Gäste sind Irmgard Vilsmair (Fata Morgana) und Manfred Hemm (König) zu erleben.
Premiere am Samstag, 17. April 2010

Die letzte Saisonpremiere im Genre Oper ist für Mozart reserviert: Dirigent Sascha Goetzel hat in Innsbruck bereits mit einem Da Ponte-Zyklus aufhorchen lassen. An der Volksoper begeisterte er mit „Das Land des Lächelns“ Publikum und Kritker und stellte sich zuletzt mit der Wiederaufnahme von „Die Hochzeit des Figaro“ als hervorragender Mozartdirigent vor. Ihm steht mit Kristiane Kaiser (Konstanze), Andrea Bogner (Blonde), Daniel Behle (Belmonte), Cosmin Ifrim (Pedrillo) und Lars Woldt (Osmin) ein junges Mozart-Ensemble zur Verfügung. Regisseur und Bühnenbildner Igor Bauersima ist Theaterfreunden als Autor von „Norway.Today“, „Bérénice de Molière“ oder „Boulevard Sevastopol“ bestens bekannt. Die letzten beiden Stücke hat er am Burgtheater mit großem Erfolg ausgestattet und inszeniert. Ebenda entstand auch seine umjubelte Inszenierung von Neil LaButes „das maß der dinge“ (Koproduktion mit den Salzburger Festspielen). "Die Entführung aus dem Serail" ist die nunmehr dritte Opernregie des in der Schweiz lebenden tschechischen Künstlers.
Premiere am Samstag, 12. Juni 2010

MUSICAL 

Dass die Volksoper sich auf Broadway-Hits versteht, hat sie mit Volksopern-Hits wie „Anatevka“, „My Fair Lady“ und „Guys and Dolls“ hinlänglich bewiesen. Mit Rogers & Hammersteins "South Pacific" hält eines der bedeutendsten Musicals aller Zeiten (Pulizer-Preis, 10 Tony-Awards, 1.925 en-Suite-Aufführungen) in konzertanter Fassung Einzug in das Haus an der Währinger Straße.

KS Ferruccio Furlanetto erfüllt sich einen lang gehegten Wunsch: Er schlüpft an der Volksoper in seine Traumrolle Emile de Becque, die bei der Uraufführung von Ezio Pinza verkörpert wurde. Auch Volksoperndebütantin KS Marjana Lipovšek macht als Bloody Mary einen Ausflug in das Musicalfach. Der Amerikaner David Levi wird die konzertante Aufführung des bewegenden Südsee-Dramas musikalisch leiten.
Premiere am Samstag, 16. Jänner 2010

BALLETT 

Über die Premieren "Ballett: Carmen" (21.November 2009) und "South Pacific" (29. Juni 2009) informieren Ballettdirektor Gyula Harangozó und die kaufmännische Leiterin Mag. Simone Wohinz im Rahmen der Pressekonferenz des Balletts der Wiener Staatsoper und Volksoper am Mittwoch, 29. April 2009 um 10.30 Uhr im Hotel Sacher Wien.