SAISON 2010/2011
Zusammenfassung des Pressegesprächs
An der Schwelle zu meiner vierten Saison an diesem Hause muss ich mich nicht mit Gedanken zur „Halbzeit“ an Sie wenden; denn mein Vertrag als Direktor der Volksoper Wien wurde kürzlich bis Sommer 2017 verlängert. Dies freut mich als Bestätigung unserer erfolgreichen Arbeit nicht nur persönlich, sondern auch für die Volksoper, der nach eineinhalb Jahrzehnten mit mehrmaligen Direktorenwechseln nun endlich eine Periode der Stabilität gegönnt wird.
Vorerst möchte ich Ihnen aber das Programm der Spielzeit 2010/11 ans Herz legen:
Neun Premieren, eine Neueinstudierung und vier Wiederaufnahmen stehen neben 22 Repertoirewerken in der Saison 2010/11 auf dem Spielplan der Volksoper. Insgesamt sind das in der kommenden Saison 302 Vorstellungen.
Operettenkonzerte mit Werken von Franz Lehár, Oscar Straus und Robert Stolz sowie eine Neuproduktion des populären Musicals „Hello, Dolly!“ stehen am Beginn dieser Saison. Es folgen mit Antonín Dvoráks zauberhaftem Märchen „Rusalka“, Otto Nicolais Komödie „Die lustigen Weiber von Windsor“ (im 200. Geburtsjahr des Komponisten) und dem abwechslungsreichen Einakterabend „Der Mantel“/„Gianni Schicchi“ aus der Feder Giacomo Puccinis mehrere (Volks-)Opernklassiker. Die letzte Premiere der Saison gilt der Operette: Das vielleicht erfolgreichste Werk dieses Genres, Lehárs „Die lustige Witwe“, wird neu inszeniert.
Drei Ballettpremieren („Marie Antoinette“, „Junge Talente des Wiener Staatsballetts“ und „Le Concours“), Wiederaufnahmen bzw. Neueinstudierungen von Rossinis „La Cenerentola“, Kálmáns „Die Csárdásfürstin“, Puccinis „Turandot“, Zemlinskys „Der König Kandaules“ und Kienzls „Der Evangelimann“, ein Salut für den Volksopernliebling Peter Minich und zahlreiche Sonderveranstaltungen runden unser Programm ab.
Ich bin zuversichtlich, dass wir Ihnen auch in der kommenden Spielzeit viele spannende und unterhaltsame Abende bieten können!
Ihr Robert Meyer
Ausführliche Informationen zur kommenden Spielzeit können Sie hier
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Bildmaterial mit Fotos von Künstlerinnen und Künstlern der kommenden Saison finden Sie hier.
ERÖFFNUNGSWOCHENENDE
Die Volksoper startet auf ungewöhnliche Art in die neue Saison: Sie geht aus sich heraus und lädt am
3. September 2010 zu einem Open Air Saisonauftakt. Neben beliebten Ensemblemitgliedern treten bei diesem Freiluftkonzert im Arne-Carlsson-Park unter der Leitung von Enrico Dovico, Alfred Eschwé und Joseph R. Olefirowicz drei Weltstars auf: KS Angelika Kirchschlager, KS Ferruccio Furlanetto und
KS Kurt Rydl.
Tags darauf präsentiert eine „Fledermaus“ das wienerische Ensemble der Volksoper. „La Traviata“ am Sonntag, 5. September wartet mit einem spannenden Debüt auf: An der Seite von Kristiane Kaiser und Alexander Pinderak ist KS Renato Bruson als Giorgio Germont erstmals an der Volksoper zu erleben.
OPERETTE
Zum 140. Geburtstag von Oscar Straus und Franz Lehár und dem 130. von Robert Stolz werden unter der musikalischen Leitung von Alfred Eschwé drei Meister der leichten Muse gefeiert: "Lehár. Straus und Stolz". Insgesamt 9-mal steht das Operettenkonzert, bei dem neben zahlreichen Ensemblemitgliedern wie Martina Dorak, Elisabeth Flechl, Jörg Schneider, Sándor Németh, KS Sebastian Reinthaller auch KS Angelika Kirchschlager und Eva Maria Marold als Gäste mitwirken, auf dem Spielplan. Durch den Abend führt Christoph Wagner-Trenkwitz.
Premiere am Dienstag, 7. September 2010
Es bedarf einiger Intrigen und Verwirrungen – Scheinverlobung, -ehe und Amerikatournee inbegriffen – bis die Varietésängerin Sylva Varescu ihren Edwin heiraten darf. 1982 feierte „Die Csárdásfürstin“ in der Regie von Robert Herzl Premiere, nun betreut er auch die Neueinstudierung. Die musikalische Leitung liegt in Händen von Altmeister Rudolf Bibl. Die österreichische Sopranistin Ingeborg Schöpf (Sylva), langjähriges Ensemblemitglied der Staatsoperette Dresden und Mörbischer „Rösslwirtin“, hat an der Volksoper bereits als Rosalinde gastiert. Der junge deutsche Bariton Dominik Köninger (Edwin), ehemaliges Ensemblemitglied des Tiroler Landestheaters und Mitglied des Internationalen Opernstudios Hamburg, war in Wien bereits als Mercurio („L’Incoronazione di Poppea“) und Kilian („Der Freischütz“) am Theater an der Wien zu erleben. Ensemblemitglied Wolfgang Gratschmaier ist als Feri Bácsi zu hören. Für Ksch Peter Matić ist der Fürst von und zu Lippert-Weylersheim bereits die fünfte Rolle an der Volksoper.
Neueinstudierung am 12. März 2011
Die Neuproduktion von Lehárs „Die lustige Witwe“ bringt ein Aufsehen erregendes Regiedebüt: 1987 hat Marco Arturo Marellis internationale Karriere mit „Così fan tutte“ an der Volksoper begonnen, nun wird er hier erstmals Operette inszenieren. Staatsopernensemblemitglied Alexandra Reinprecht kehrt als stolze Hanna Glawari an die Volksoper zurück. Daniel Schmutzhard, Reißteufel, international gesuchter Bariton und Preisträger des Thomas Quasthoff Liedwettbewerbs, gibt den Lebemann Graf Danilo. Die vielseitige Andrea Bogner, als Nuri in „Tiefland“ ebenso erfolgreich wie als Adele, und in dieser Saison noch als Blonde in „Die Entführung aus dem Serail“ zu erleben, debütiert als Valencienne. Um sie wirbt Vincent Schirrmacher als Rosillon. Der junge Tenor hat beim Lehár Festival 2009 als Sou Chong aufhorchen lassen und diese Rolle bereits mit großem Erfolg an der Volksoper gesungen. Robert Meyer spielt den Kanzlisten Njegus. Die musikalische Leitung liegt in Händen von Henrik Nánási.
Premiere am Samstag, 21. Mai 2011
OPER
Regisseur Renaud Doucet und Ausstatter André Barbe haben mit „The Sound of Music“ und „Turandot“ bereits zwei umjubelte Arbeiten an der Volksoper vorgelegt. Nun kehrt das Duo für Antonín Dvořáks lyrisches Märchen „Rusalka“ wieder. Für die musikalische Leitung zeichnet Henrik Nánási verantwortlich. An der Seite von Kristiane Kaiser (Rusalka) und Clemens Unterreiner (Heger) geben Aleš Briscein (Prinz), Victoria Safronova (Fremde Fürstin), Mischa Schelomianski (Wassermann) und Dubravka Musovic (Ježibaba) ihre Volksoperndebüts.
Premiere am Samstag, 23. Oktober 2010
Mit der nunmehr achten Neuinszenierung der „komisch-phantastischen“ Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“ an unserem Hause feiert die Volksoper den 200. Geburtstag Otto Nicolais. Lars Woldt als dicker, wollüstiger, anmaßender Sir John Falstaff steht an der Spitze eines Ensembles, dem u. a. auch Morten Frank Larsen (Herr Fluth), Daniel Behle (Fenton) und Jennifer O’Loughlin (Frau Fluth) angehören. Alfred Kirchner kehrt nach seiner umjubelten Tosca-Inszenierung an die Volksoper zurück. Am Pult steht Sascha Goetzel, Chefdirigent des Borusan International Philharmonic Orchestra und Erster Gastdirigent des Kuopio Symphony Orchestra, der im Juni an der Volksoper „Die Entführung aus dem Serail“ leiten wird und im Sommer 2010 bei den Salzburger Festspielen debütiert.
Premiere am Samstag, 18. Dezember 2010
Zwei Einaktern Giacomo Puccinis ist die dritte Opernpremiere der Saison gewidmet. In dem hochdrama-tischen Verismo-Stück „Der Mantel“ sind Sebastian Holecek, Michael Ende und Melba Ramos in ein tragisches Beziehungsdreieck verwickelt. In der leichtfüßig bissigen Komödie „Gianni Schicchi“ zeigt Martin Winkler als gewitzter Titelheld, wie man eine Familie um ihr Erbe und gleichzeitig die eigene Tochter (Bernarda Bobro als Lauretta) zu ihrer vollsten Zufriedenheit unter die Haube bringt (Jörg Schneider als Rinuccio). Die Inszenierung liegt in Händen von Volksoperndirektor Robert Meyer, Enrico Dovico, ab der Saison 2010/11 Erster Gastdirigent der Volksoper, hat die musikalische Leitung inne.
Premiere am Samstag, 26. Februar 2011
Neben drei Premieren bringt die Saison vier Wiederaufnahmen höchst erfolgreicher Opernproduktionen.
Den Anfang macht am 23. Jänner 2011 Rossinis „La Cenerentola“ in Achim Freyers Meisterregie mit Jörg Schneider als Prinz und Adrineh Simonian als Angelina unter der musikalischen Leitung von Andreas Schüller.
Enrico Dovico dirigiert am 21. März 2011 die Wiederaufnahme der fantasievollen und farbenprächtigen „Turandot“-Inszenierung des Erfolgsduos Renaud Doucet und André Barbe mit der rumänischen Sopranistin Anda-Louise Bogza in der Titelrolle.
Die Wiederaufnahme von Hans Neuenfels’ umjubelter Inszenierung von Zemlinskys „König Kandaules“ am 5. Mai 2011 bringt die gefeierte Ariadne-Sängerin Meagan Miller zurück ans Haus. Mit ihr kehrt auch Dirigent Axel Kober, GMD der Deutschen Oper am Rhein, wieder. Robert Brubaker, einer der gefragtesten Tenöre seines Fachs, hat bei den Salzburger Festspielen 2002 den König gesungen und debütiert nun mit dieser Partie an der Volksoper.
Josef Ernst Köpplingers Inszenierung von Wilhelm Kienzls „Der Evangelimann“ steht ab 29. Mai 2011 wieder auf dem Spielplan. Herbert Lippert debütiert unter der Leitung von Gerrit Prießnitz als Mathias Freudhofer.
MUSICAL
Seit dem Sensationserfolg von „Guys and Dolls“ gelten Sigrid Hauser und Robert Meyer vielen als komödiantisches Traumpaar des Musicals. Nun bringt Sigrid Hauser als Heiratsvermittlerin Dolly den mürrischen Geldsack Horace Vandergelder alias Robert Meyer unter ihre eigene Haube. Regie bei der Neuproduktion von Jerry Hermans Musicalklassiker „Hello, Dolly!“ führt Josef Ernst Köpplinger, der damit erstmals an der Volksoper Musical inszeniert. John Owen Edwards steht am Pult des Volksopernorchesters.
Doch auch Ferruccio Furlanetto und Sandra Pires wurden als Traumpaar gefeiert. An der Seite von Marjana Lipovšek, Stephen Chaundy u. a. sangen sie sich in der konzertanten Österreichische Erstaufführung von Rogers & Hammersteins „South Pacific“ im Jänner 2010 in die Herzen des Publikums. Die Aufführung wurde zu einer Musical-Sternstunde an der Volksoper. Für zwei Aufführung kehrt diese Produktion nun in der selben Besetzung zurück.
BALLETT
Ab der Spielzeit 2010/11 ist Manuel Legris Direktor des Wiener Staatsballetts. Am 20. November 2010 findet die Uraufführung von Patrick de Banas „Marie Antoinette“ statt. Ab 29. Jänner zeigen „Junge Talente des Wiener Staatsballetts“ in einem eigens für sie gestalteten Abend ihr virtuoses Können. Am 17. April 2011 feiert Maurice Béjarts Meisterwerk „Le Concours“ Premiere an der Volksoper.
SPEZIAL
Stefan Mickisch sowie Helene Sommer und Christoph Wagner-Trenkwitz gestalten Einführungssoireen. Die Reihe „Heute im Foyer…“ bringt, Liederabende, Kammermusik und Lesungen. Adventstimmung herrscht bei dem Weihnachtskonzert am 19. Dezember.
Am 10. und 14. Juni feiert die Volksoper mit dem Abend „Ein Traum vom Glück“ einen besonderen Publikumsliebling: Kammersänger Peter Minich.

