BM Claudia Schmied verlängert den Vertrag von Robert Meyer um fünf Jahre
Kulturministerin Claudia Schmied hat den ursprünglich bis September 2012 laufenden Vertrag von Volksopern-Direktor Robert Meyer um weitere fünf Jahre verlängert. Robert Meyer bleibt somit bis September 2017 Direktor der Volksoper. Die Verlängerung wird einstimmig vom Kuratorium der Volksoper unterstützt.
"Robert Meyer hat die Volksoper auf die Überholspur gebracht. Sein positives Wirken in der Volksoper ist unbestritten. Ich freue mich daher, dass Robert Meyer für weitere fünf Jahre an der Volksoper für Spitzenqualität und künstlerische Souveränität stehen wird", so Kulturministerin Claudia Schmied.
Robert Meyer zu seiner Vertragsverlängerung:
Ich freue mich wahnsinnig über die Vertragsverlängerung und darauf, die erfolgreiche Arbeit mit meinem Team fortsetzen zu können.
Premiere: „Die Blume von Hawaii“
Wie wäre es, wenn zwei Zuseher einmal den Gang einer Liebes- und Abenteuergeschichte mitbestimmen könnten? Und auch gleich in zwei Hauptrollen auf die Szene treten würden? Das Ehepaar Kratochwil ist höchst unzufrieden mit dem „depperten“ Film, den sie da im Kino sehen. Sie möchte mehr fürs Herz, er will mehr Action. Da tritt John Buffy aus der Leinwand und führt die beiden hinein in die Traumwelt der „Blume von Hawaii“: Aus Lisbeth Kratochwil wird Bessie Worthington, Harald Kratochwil wird zu Kapitän Harald Stone. Diese witzige Rahmenhandlung haben sich Regisseur Helmut Baumann und sein Textbearbeiter Peter Lund für Paul Abrahams Revue-Operette einfallen lassen, die im Februar 2010 erstmals an der Volksoper erklingt.
PREMIERE AM 7. FEBRUAR 2010
Premiere: „South Pacific“
Einen Leckerbissen für Musical-Freunde bietet die Volksoper im Jänner: Drei konzertante Aufführung eines der bedeutendsten Werke, das diese Gattung je hervorgebracht hat, in vokaler Spitzenbesetzung!
Auf einer US-Militärbasis im Südpazifik verliebt sich die Krankenschwester Nellie in den französischen Plantagenbesitzer Emile de Becque. Der Marineleutnant Joseph Cable beginnt eine aussichtslose Beziehung mit einer Einheimischen. Romanze, farbige Genre-Szenen, aber auch Rassismus und Kriegsgräuel werden thematisiert und musikalisch überwältigend umgesetzt.
PREMIERE AM 16. JÄNNER 2010
Zusatztermine wegen großer Nachfrage
Pop-Oper für Kinder und Erwachsene "Antonia und der Reißteufel"
Die Nachfrage nach Karten für „Antonia und der Reißteufel ist so groß, dass bereits vor der Uraufführung am 13.12.2009 Zusatzvorstellungen eingeschoben werden. Komponist ist Christian Kolonovits, das Buch stammt von Angelika Messner. Regie führt Robert Meyer.
Zusätzliche Vorstellung von „Antonia und der Reißteufel finden statt am
Samstag, 12.12.2009, 11:30 Uhr, Preise B (Voraufführung)
Montag, 1.3.2010, 18:00 Uhr, Preise B (anstelle „Der Barbier von Sevilla)
Karten für den 12.12.2009 sind ab sofort an allen Bundestheaterkassen erhältlich. Der Vorverkauf für die Vorstellung am 1.3.2010 beginnt am 1.2.2010. Schriftliche Vorbestellungen sind bereits jetzt bis 3 Wochen vor der Vorstellung möglich. Kinder erhalten wie immer an der Volksoper 75 % Ermäßigung.
Mit einem Besuch auf unserer Facebook Fan-Seite, wo laufend Backstage-Berichte und - Fotos ergänzt werden, können Sie sich die Wartezeit verkürzen.
Uraufführung: „Antonia und der Reißteufel“
Eitel ist der alte Reißteufel, trotz seiner Hörner und Borsten, seiner Kummerfalten und seines Klumpfußes. Und böse ist er auch: Seine Lebensenergie bezieht er aus den gestohlenen Stimmen von Kindern, die danach im Steinsaal seines Schlosses ein trostloses und stummes Dasein fristen. Vielleicht wäre er netter, wenn nicht der Zeitenfresser und seine bösen Kumpane - Eile, Sorge, Stress, Neid und Gier - sein Herz gestohlen hätten. Als aber eines Tages Antonia in die Fänge des Reißteufels gerät, wird sein Leben gehörig durcheinander gewirbelt. Das Mädchen weigert sich nämlich hartnäckig, für ihn zu singen und ihm ihre Stimme zu geben. Gemeinsam mit dem stummen Diener Jonathan und den Fledermäusen Roby und Toby macht sich Antonia auf, um dem Reißteufel zu entkommen. Der allwissende Urstrumpf, den des Reißteufels Urstrumpftante strickt und der das Wissen der Welt zwischen seinen Maschen hält, soll ihnen den Weg in die Freiheit zeigen. Auf wunderbare Weise gelingt es Antonia, nicht nur sich selbst zu befreien, sondern auch den Reißteufel und die stummen Kinder zu retten. Am Ende hat der Reißteufel wieder ein Herz, die Kinder aber haben fürs Leben gelernt: „Wir werden kreischen, brüllen und schrein, leichtsinnig, lustig und aufgekratzt sein. Nie mehr kuschen, die Stimme erheben, sagen, was wir wollen im Leben!
Uraufführung am 13. Dezember 2009
SAISON 2009/2010
Zusammenfassung des Pressegesprächs
Viele Besucher aus Wien und von auswärts wissen es bereits: Wo die Farben Violett, Silber, Grün und Blau leuchten, da werden erstklassig, unterhaltsam und mitreißend Operette, Oper, Musical und Ballett geboten. Und auch die „fünfte Farbe“, Bronze, die für unsere Spezial-Programme steht, verheißt Gutes.
Es ist hier nicht der Ort, um in Zahlen zu schwelgen. Unsere Einnahmen- und Auslastungsrekorde sind messbare Belege unseres Erfolges, aber noch wichtiger sind die Eindrücke und schönen Erlebnisse, die unser Publikum von einem Volksopern-Besuch mitnimmt.
Ich freue mich, Ihnen die Vorschau auf die dritte Spielzeit, die ich mit meinem Team gestalten darf, präsentieren zu können. Das Repertoire ist konsolidiert und wird auch in der Saison 2009/10 um wertvolle Stücke erweitert: Nicht weniger als zehn Premieren, mehrere Wiederaufnahmen und Sonderveranstaltungen können wir Ihnen offerieren.
Den (Operetten-)Premierenreigen eröffnet Carl Zellers Klassiker „Der Vogelhändler“. Darauf folgt Nestroy „Häuptling Abendwind“ von Jacques Offenbach und Johann Nestroy. Die dritte Operettenpremiere führt uns in die 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, mit der Volksopern-Erstaufführung von Paul Abrahams exotisch-revuehafter „Die Blume von Hawaii“.
An Neuproduktionen im Genre Oper bietet die Volksoper in dieser Saison Werke aus vier Jahrhunderten: Wolfgang Amadeus Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“, Giuseppe Verdis „Rigoletto“, Sergej Prokofjews „Die Liebe zu den drei Orangen“ und die Uraufführung der Pop-Oper für Kinder und Erwachsene „Antonia und der Reißteufel“ von Christian Kolonovits.
Unsere Erfolgsproduktion des Musicals „Guys and Dolls“ kehrt Mitte September zurück, als Musical-Leckerbissen zeigen wir konzertant Rodgers’ & Hammersteins „South Pacific“ in Starbesetzung. Außerdem stehen die Premiere des Balletts „Carmen“ sowie eine „Ballett Gala“ zum Saisonabschluss am Spielplan.
Unseren Erfolg, das ist mir ganz und gar bewusst, haben wir mit Ihnen gemeinsam erreicht. Schenken Sie uns auch in der kommenden Saison Ihr Vertrauen und verbringen Sie viele beglückende Abende in der Volksoper!
Ihr Robert Meyer
Volksoper Wien setzt Erfolgskurs fort
2. Saison der Direktion Robert Meyer:
Volksoper Wien setzt Erfolgskurs fort
Auch in der 2. Saison der Direktion Robert Meyer besteht an der Volksoper Grund zur Freude. „Obwohl die Latte dank unserer Erfolge im ersten Jahr sehr hoch liegt , haben wir uns - trotz der Wirtschaftkrise - im Oktober und November 2008 haushoch selbst übertroffen“, gibt sich Robert Meyer zufrieden.
In der Tat verzeichnet die Volksoper für Oktober und November 2008 die höchste Besucherzahl der jeweiligen Monate seit der Ausgliederung 1999. Im November 2008 konnte die Volksoper sogar die Einnahmen des Vorjahres übertreffen und die höchsten Novembereinnahmen in der Geschichte der Volksoper erzielen.
Die Novembereinnahmen liegen damit 27 % über den durchschnittlichen Monatseinnahmen der letzten 10 Jahre.
Die Sitzplatzauslastung im November liegt bei 87,7 %.
„Auch der Vorverkauf für Dezember ist sehr vielversprechend“, berichtet Robert Meyer, der mit der Oscar Straus Operette „Die lustigen Nibelungen“ am 20. Dezember 2008 sein Regiedebüt an der Volksoper gibt.
Premiere: „Kehraus um St. Stephan“
„Zu Anfang des Frühjahrs [1930] ging ich ein neues Opernprojekt an, das ich sehr schnell fertig stellte. Es markiert einen deutlichen Wendepunkt in meiner künstlerischen Entwicklung“, schreibt Ernst Krenek im 1953 abgeschlossenen fünften Kapitel seiner autobiographischen Erinnerungen Im Atem der Zeit. Es bedurfte freilich eines langen Lebensatems, um noch die Uraufführung dieses Werkes zu erleben: Erst 1990 erblickte „Kehraus um St. Stephan“ das Licht der Bühnenwelt - immerhin im Wiener Ronacher, wo es besonders authentisch zur Geltung kommen konnte. Die Aufnahme der „Novität“ mochte späte Genugtuung sein: Das Publikum bereitete dem 90-jährigen Meister Ovationen und die Presse fand zu einem, für dieses bis dahin für ein „Nebenprodukt“ gehaltene Opus, durchwegs positiven Tenor. Krenek starb 1991 und erlebte nicht mehr mit, dass sein Werk abermals in der Versenkung verschwand. Denn weitere 18 Jahre sollten vergehen, ehe die Volksoper gemeinsam mit den Bregenzer Festspielen zu einer neuerlichen Auseinandersetzung einlud, und erneut wurde „Kehraus um St. Stephan“ von Publikum und Kritik als Neuentdeckung gefeiert.
Premiere am 24. Jänner 2009
Premiere: „Die lustigen Nibelungen“
Familienrat im Schloss zu Worms: Warum sieht Gunther, der König von Burgund, so miesepetrig aus? Hat er sich an Drachenblutwurst überfressen? Nein! König Gunther plagt die blanke Furcht vor der schlagkräftigen Königin Brünhilde von Isenland. Sollte er das Match gewinnen, zu dem er sie an seinen Hof geladen hat, steht die Hochzeit an. Bisher hat Brünhilde die meisten Bewerber jedoch einfach totgeschlagen. Allein Siegfried von Niederland, der Drachentöter, konnte sie bislang besiegen. Gunther bittet Siegfried daher um Beistand im Zweikampf …
Premiere am 20. Dezember 2008
Premiere: „Tosca“
Giacomo Puccini verfolgte klare Absichten mit seinem am 14. Jänner 1900 in Rom aufgeführten Meisterwerk: „Die Stimmung in der „Tosca“ ist nicht romantisch und lyrisch, sondern leidenschaftlich, qualvoll, düster. Mit „La Bohème“ wollten wir Tränen ernten, mit „Tosca“ wollen wir das Gerechtigkeitsgefühl der Menschen aufrütteln und ihre Nerven ein wenig strapazieren. Bis jetzt waren wir sanft, jetzt wollen wir grausam sein.“
Vor dem Hintergrund der napoleonischen Zeit rollt die Handlung der Oper binnen 24 Stunden ab. Neun Monate sind seit dem Sturz der römischen Republik vergangen, und Scarpia, Chef der römischen Polizei, hat ein Terrorregime errichtet, das jede republikanische Regung im Keim erstickt. Auch die Sängerin Floria Tosca und ihr Geliebter, der Maler Mario Cavaradossi, geraten in einen tödlichen Konflikt mit dem brutalen Polizeichef …
Premiere am 12. Oktober 2008






