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Tiefland

"Hinauf in meine Berge, hinauf zu Licht und Freiheit!
Fort aus dem Tiefland! Macht Platz, ihr alle, gebt uns Raum!
Ich hab den Wolf erwürgt, den Wolf, den Wolf hab ich getötet!"
(Pedro in Tiefland)

Die erste Opernpremiere dieser Spielzeit an der Volksoper Wien gilt der viel zu selten gespielten Oper "Tiefland" von Eugen d'Albert. Das 1903 uraufgeführte Werk war ein Sensationserfolg und über Jahrzehnte hinweg fixer Bestandteil der Spielpläne aller großen Opernhäuser. Auch an der Volksoper war "Tiefland" bis Mitte der 80er Jahre zu sehen. Während die Oper gegen Ende des 20. Jahrhunderts völlig zu Unrecht vernachlaessigt wurde, erlebt sie in juengster Zeit eine regelrechte Renaissance.

Premiere am Samstag, 13. Oktober 2007

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Anselm Weber Picture
Sebastian Weigle

An der Volksoper Wien inszeniert Regisseur Anselm Weber das Werk nun u.a. mit Torsten Kerl (Pedro), Wolfgang Koch (Sebastiano) und Heidi Brunner (Marta). Stardirigent Sebastian Weigle, eben erst aus Bayreuth zurückgekehrt, steht am Pult des Orchesters der Volksoper Wien.

TIEFLAND
Musikdrama in einem Vorspiel und zwei Aufzügen (2. Fassung) von Eugen d'Albert (1864-1932)
Text von Rudolf Lothar (eigtl. Rudolf Spitzer)
nach dem Schauspiel Terra baixa von Angel Guimerà
Koproduktion mit der Oper Frankfurt

Premiere am Samstag, 13. Oktober 2007
Weitere Vorstellungen am 16., 22., 25., 28. Oktober 2007, 1., 14., 19., 24., 27. November 2007, jeweils 19:00 Uhr (außer 28. Oktober, 18:00 Uhr)

Leading Team:
Dirigent: Sebastian Weigle / Alfred Eschwé
Regie: Anselm Weber
Bühnenbild: Hermann Feuchter
Kostüme: Bettina Walter
Dramaturgie: Agnes Eggers

Besetzung:
Sebastiano: Wolfgang Koch / Oskar Hillebrandt
Pedro: Torsten Kerl / Michael Baba
Tommaso: Sorin Coliban / Karl Huml
Moruccio: Mathias Hausmann / Daniel Schmutzhard
Nando: Christian Drescher / Karl-Michael Ebner
Marta: Heidi Brunner / Barbara Gilbert
Nuri: Andrea Bogner / Renate Pitscheider
Pepa: Birgid Steinberger / Elisabeth Flechl
Antonia: Regula Rosin / Ulrike Pichler-Steffen
Rosalia: Andrea Bönig / Sulie Girardi

Inhalt:
Hader und Streit erwarten auch den Hirten Pedro, der aus den Bergen ins Tiefland hinabsteigt, um die schöne Marta zu heiraten. Marta ist seit Jahren - unfreiwillig - die Geliebte des mächtigen Grundbesitzer Sebastiano und wurde von diesem zur Hochzeit mit Pedro gezwungen. Der möchte durch eine Geldheirat seine finanzielle Situation retten, Marta aber weiterhin in der Nähe wissen, damit sie ihm auch in Zukunft gefügig sein kann. Als Pedro die wahren Umstände durchschaut, tötet er Sebastiano im Streit und kehrt mit Marta, die sich inzwischen in Pedro verliebt hat, aus dem "sündigen" Tiefland zurück in die "reine" Bergwelt.

Zum Werk:
Das deutsche Libretto entstand nach dem in den katalonischen Pyrenäen angesiedelten Schauspiel "Terra Baixa" (1806) von Angel Guimera. Auf geniale Weise verbindet d’Albert in seiner Musik Wagnersche Klänge mit italienischem Verismo. Er schafft atmosphärische Landschaften von großer Weite ebenso wie große dramatische Opernmomente und eingängige Motive. Eugen d’Albert, einst Schüler von Franz Liszt, war ein glänzender Klaviervirtuose und konnte sich lange Zeit nicht zwischen einer Karriere als Pianist oder Komponist entscheiden. Er hinterließ 24 Opern, erlangte aber allein durch "Tiefland" Weltruhm. Das Werk, am 15. November 1903 in Prag uraufgeführt, erfuhr 1905 in Magdeburg eine Umarbeitung, die jetzt auch an der Volksoper zu sehen ist.    

Einfuehrungsabend:
Stefan Mickisch spielt und erklärt … Eugen D’Alberts "Tiefland" am Mittwoch, 10. Oktober 2007, Beginn 19:30 Uhr