September 2011
Wiener Blut
Premiere von Johann Strauß
Die Premiere zur Saisoneröffnung widmet die Volksoper der Operette "Wiener Blut", deren Titel in der jüngeren Vergangenheit missbraucht wurde - zu einem Wahlslogan aus der untersten Schublade von Gesinnung und Dichtkunst und, in Reaktion darauf, zu einer Tirade einer kleinen Wiener Bühne gegen die Operette an sich. Dabei ist die Operette, die Adolf Müller aus diversen Strauß-Tänzen zusammengestellt hat, so schmunzelnd-unterhaltsam, so bissig-ironisch wie die besten ihres Genres.
Oktober 2011
Salome
Premiere von Richard Strauss
Die "Vorführung einer perversen Sinnlichkeit, wie sie in der Figur der Salome verkörpert ist", wirkt "sittlich verletzend". Mit diesem Urteil fegte der Hofzensor Gustav Mahlers Ansuchen, die Oper von Richard Strauss zu produzieren, vom Tisch. Der wurde Weg frei für andere Wiener Bühnen, das 1905 in Dresden uraufgeführte Werk zu präsentieren. Nach einem Breslauer Gastspiel 1907 im Volkstheater war es die Volksoper, welche die erste Wiener Neuproduktion der "Salome" im Dezember 1910 beherbergte. Nun spielt unser Haus das Werk wieder, in einer Koproduktion mit der Opéra de Monte-Carlo und der Opéra Royal de Wallonie
November 2011
Volksoper tierisch
Premiere
Von ihrer tierisch-heiteren Seite zeigt sich die Volksoper in einer Reihe von Konzerten mit Robert Meyer und Mitgliedern des Volksoperorchesters. Auf dem Programm stehen Sergej Prokofjews "Peter und der Wolf", Alan Ridouts "Ferdinand der Stier" (Violinsolo Bettina Gradinger) und Camille Saint-Saëns' "Der Karneval der Tiere".
Dezember 2011
Die spinnen, die Römer!
Premiere von Stephen Sondheim
1962 verfasste Stephen Sondheim erstmals Text und Musik zu einem Musical. Die auf allen 21 Komödien des Plautus basierende altrömische Farce mit dem sperrigen Titel "A Funny Thing Happened on the Way to the Forum" mit ihrer turbulente Story, den umwerfend komische Songs und Zero Mostel an der Spitze machten "Forum" zum bislang meistgespielten Werk Sondheims. In der Regie des Volksopern-Debütanten Werner Sobotka und der Choreographie von Ramesh Nair spielen nun Robert Meyer und nach ihm Sigrid Hauser den Sklaven Pseudolus, der Himmel und Hölle in Bewegung setzt, um seine Freiheit zu erlangen.
Jänner 2012
Candide
Premiere von Leonard Bernstein
Voltaires scharfsinnige Satire "Candide" wurde nach ihrem Erscheinen 1759 in Genf öffentlich verbrannt. Der französische Aufklärer rechnete darin humorvoll und mitleidlos mit naivem Optimismus ab. Leonard Bernstein schuf auf der Basis dieses Stoffes 1956 eine seiner besten Partituren; eine szenische Umsetzung der Story erwies sich jedoch als nahezu unmöglich. Von Vicco von Bülow alias Loriot stammt die ungemein unterhaltsame Konzertfassung des Werkes mit deutschen Zwischentexten, die nun erstmals an der Volksoper zur Aufführung kommt. Robert Meyer schlüpft dabei in die Rolle des Erzählers.
März 2012
Carmina Burana
Premiere
Mit Carl Orffs "Carmina Burana", Claude Debussys "Nachmittag eines Fauns" und Maurice Ravels "Bolero" gelangen musikalische Meisterwerke des internationalen Repertoires in eigenen, für das Haus geschaffenen Fassungen auf die Bühne. Vesna Orlic folgt den Intentionen Orffs' und lässt sich dabei selbst Freiheiten zu ihrer eigenen Auslegung; Boris Nebyla spürt in seinem "Faun" den natürlichen Bedürfnissen jedes Menschen nach; András Lukács sieht seine Version von Ravels Ballett als Ensemblewerk und verlegt es in ein Ballgeschehen.
Das Wundertheater / Der Bajazzo
Premiere von Hans Werner Henze, Ruggero Leoncavallo
Wie viel hat Theater mit der Wirklichkeit zu tun? Welche Wahrheiten erzählen uns die Geschehnisse auf der Bühne und die Reaktionen des Publikums? Hans Werner Henzes "Wundertheater" nach einem Intermezzo von Miguel Cervantes von 1964 und Ruggero Leoncavallos veristische Oper "Der Bajazzo" von 1892 stellen auf unterschiedliche Weise die Frage nach Spiel und Realität im Theater.
Juni 2012
Madame Pompadour
Premiere von Leo Fall
Leo Falls 1922 in Berlin uraufgeführte Operette rankt sich um die historische Marquise Pompadour, Mätresse des französischen Königs Ludwig XV. Dank der frechen, satirischen Elemente des Stücks und einiger hitverdächtiger Nummern wie "Heut könnt' einer sein Glück bei mir machen", "Mein Prinzesschen du, ich weiß ein verschwiegenes Gässchen" oder "Joseph, ach Joseph, was bist du so keusch" wurde "Madame Pompadour" zu einem Riesenerfolg. Opernstar Annette Dasch wird in der Titelrolle zu erleben sein.






