Spielplan Premieren

September 2010

Lehár, Straus & Stolz

Premiere

Die Volksoper feiert 410 Jahre Operettengeschichte - mit dem jeweils 140. Geburtstag von Oscar Straus und Franz Lehár sowie dem 130er von Robert Stolz. Alle drei Persönlichkeiten prägten auf ihre Weise die Ära der "silbernen" Operette und gingen über sie hinaus: Straus als Filmkomponist, Lehár als Schöpfer gewichtiger Werke mit opernhaftem Flair und Robert Stolz als vielleicht letzter Meister des deutschen Liedes.

mehr

Hello, Dolly!

Premiere von Jerry Herman

Ein Mittelding aus "Lustiger Witwe" und barbiergleichem Faktotum der ganzen Stadt ist Dolly Gallagher, verwitwete Levi. Als Heiratsvermittlerin hat sie sich unentbehrlich gemacht und findet für jeden und jede die rechte Partie. Schließlich auch für sich selbst: Dem reichen Horace Vandergelder aus Yonkers nützt sein Sträuben nichts, er landet unter Dollys Haube.

mehr

Oktober 2010

Rusalka

Premiere von Antonín Dvorák

"Ich bin voll Begeisterung und Freude, dass mir die Oper so gut gelingt", schwärmte der 58-jährige Antonín Dvorák während der Arbeit an "Rusalka" im Jahr 1900. Die Märchenoper über die Wasserfee Rusalka, die ihre Sphäre verlässt, um die Liebe eines Menschensohnes zu gewinnen, ist wohl das bekannteste Bühnenwerk des tschechischen Komponisten. Renaud Doucet und André Barbe, die an der Volksoper mit großem Erfolg "Sound of Music" und "Turandot" in Szene gesetzt haben, zeichnen für die zweite Neuinszenierung von "Rusalka" an unserem Hause verantwortlich.

mehr

November 2010

Marie Antoinette

Ballett-Premiere

Patrick de Banas Ballett liegt ein Stoff zugrunde, der sowohl in der österreichischen als auch in der französischen Geschichte wurzelt. Es behandelt das tragische Leben von Marie Antoinette (1755-1793), der jüngsten Tochter der österreichischen Herrscherin Maria Theresia, die durch ihre Ehe mit Ludwig XVI. zur Königin von Frankreich wurde. Der Choreograph zeichnet den Lebensweg dieser umstrittenen Persönlichkeit nach, beginnend am Kaiserhof in Wien über die Vermählung als Vierzehnjährige mit dem französischen Dauphin, ihre problematische Ehe, ihr Leben am Hof von Versailles, das auch durch heftige Angriffe auf ihren extravaganten Lebensstil gekennzeichnet war, bis hin zu ihrer völligen Isolierung und ihrer Hinrichtung während der Französischen Revolution. Als musikalische Grundlage für sein Werk wählte Patrick de Bana hauptsächlich Kompositionen von Zeitgenossen der kunstsinnigen Königin.

mehr

Dezember 2010

Die lustigen Weiber von Windsor

Premiere von Otto Nicolai

Mit einer Neuinszenierung der Oper "Die lustigen Weiber von Windsor" begeht die Volksoper den 200. Geburtstag Otto Nicolais im Jahr 2010. Mit Witz und Esprit brachte Nicolai in seiner Vertonung von Shakespeares Komödie sein kompositorisches Konzept zur Meisterschaft, die Vorzüge von deutscher und italienischer Oper - "Deutungs-Vergnügen" und "sinnlich ansprechenden Ton" - zu verbinden. Regie führt Alfred Kirchner, dem Volksopernpublikum bestens bekannt durch seine umjubelte Inszenierung der "Tosca" im Puccini-Jahr 2008.

mehr

Jänner 2011

Junge Talente

Ballett-Premiere

Das Talent, die überdurchschnittliche Begabung von Tänzerinnen und Tänzern zu erkennen und entsprechend zu fördern, ist eine vornehmliche Aufgabe jeder Ballettleitung. Denn die besonderen Fähigkeiten von Nachwuchskräften sowohl ihre Technik wie ihre Ausdrucksfähigkeit betreffend, darüber hinaus das Aufgeschlossen sein gegenüber neuen Trends sind Voraussetzung für die Weiterentwicklung der Kunstgattung Tanz. Ebenso wichtig ist es, bei jungen Tänzerinnen und Tänzern, die dazu ausersehen sind, das klassische Repertoire weiterzutragen, ein Gespür für stilistisch richtige Interpretationen zu entwickeln. Der Abend der jungen Talente gibt den Hochbegabten Gelegenheit, sich in einem frühen Stadium ihrer Karriere an Partien zu erproben, in denen sie sich im laufenden Repertoire noch nicht zeigen konnten. Das kann sowohl in klassischen Piecen wie in zeitgenössischen Choreographien der Fall sein, oder in Stücken, die eigens für diesen Anlass für sie kreiert werden.

mehr

Februar 2011

Der Mantel / Gianni Schicchi

Premiere von Giacomo Puccini

Hier ein blutrünstig-düsterer Krimi an Bord eines Pariser Lastkahns ("Der Mantel"), dort das turbulente Treiben von Testamentsfälschern im mittelalterlichen Florenz ("Gianni Schicchi") - der Kontrast zwischen dem Anfangs- und dem Schluss-Stück von Puccinis Triptychon könnte nicht größer sein. Auch musikalisch beweist der Komponist im letzten Kriegsjahr 1918 seine Meisterschaft auf unterschiedliche Weise: Hier die Rückblende in hochdramatischen Verismo, dort ein neuartiger, ebenso leichtfüßiger wie bissiger Komödienstil, der filmische Effekte vorwegnimmt.

mehr

April 2011

Le Concours

Ballett-Premiere

Das tänzerische Spektakel des französischen Meisterchoreographen Maurice Béjart persifliert die für die Beteiligten oft grausame Abwicklung von Ballettwettbewerben. In dem von Béjart gezeigten gibt es sogar einen Mord. Das Opfer ist die junge Tänzerin Ada. Im Rhythmus eines Kriminalfilms laufen über eine Reihe von Rückblenden Ermittlungen ab, die zum Schuldigen führen sollen. Sechs Personen aus dem Umfeld Adas sind verdächtig, sechs Menschen, die der jungen Tänzerin den Tod gewünscht haben. Während der Detektiv ermittelt, nimmt der Wettbewerb seinen gewohnten Verlauf.

mehr

Mai 2011

Die lustige Witwe

Premiere von Franz Lehár

Zum Ausklang des Jahres 1905 feierte die Operette ihre Uraufführung und trat sofort ihren Siegeszug um die ganze Welt an. Und bis heute ist die Liebesgeschichte von Hanna Glawari und Danilo Danilowitsch nicht aus der Mode gekommen. Marco Arturo Marelli, dessen internationale Karriere 1987 an der Volksoper begann, kehrt in bewährter Personalunion als Regisseur und Bühnenbildner an unser Haus zurück und wird mit der Neuproduktion der "Lustigen Witwe" erstmals eine Operette inszenieren.

mehr