Spielplan Premieren

Saison 2016/2017

September

Axel an der Himmelstür

Premiere am 17.09.2016

Ralph Benatzkys 77. Operette wurde 1936 uraufgeführt und machte die junge Zarah Leander über Nacht zum Star. Mit dem untypischen Kontra-Alt der Diva, Hollywood als Spielort und Schlagern wie „Kinostar, du Abgott dieses Jahrhunderts“ oder „Gebundene Hände“ kam noch einmal frischer Wind in das Genre der Operette. An der Volksoper sind Bettina Mönch und Andreas Bieber in den Hauptrollen zu erleben. Benatzkys Musik erklingt in neuen Arrangements von Kai Tietje. Peter Lund, der Regisseur der Erfolgsproduktion "Frau Luna", kehrt mit demselben Leading Team an die Volksoper zurück.

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Oktober

Hoffmanns Erzählungen

Premiere am 15.10.2016

Offenbach hat den Welterfolg seiner Oper nicht mehr erlebt, ebensowenig wie die Katastrophen, die mit ihrer Aufführungsgeschichte verbunden waren. 1881 ging das Ringtheater in Wien während einer Vorstellung in Flammen auf. Sechs Jahre später vernichtete ein Brand in der Pariser Opéra Comique das Orchestermaterial. War das etwa die Rache des Teufels für die satirische Behandlung seiner Person in Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt?“ André Barbe und Renaud Doucet kehren nach „The Sound of Music”, „Turandot” und „Rusalka” mit dieser Produktion an die Volksoper zurück.

In deutscher und französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Koproduktion mit der Oper Bonn

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Oktober

Die Hochzeit des Figaro

Im November 2012 feierte die bereits zweite Inszenierung der "Hochzeit des Figaro" von Marco Arturo Marelli Premiere an der Volksoper. Nach dem großen Erfolg seiner ersten Inszenierung von 1989 überarbeitete Marelli sein ursprüngliches Konzept. Die musikalische Leitung bei der Wiederaufnahme 2016 übernimmt Christof Prick. Als Susanna ist erstmals Anita Götz zu erleben, die Rolle des Grafen Almaviva singt Günter Haumer. Volksoperndebütanten sind Adam Palka als Figaro und Amira Elmadfa als Cherubino.

In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

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November

Cendrillon (Aschenputtel)

Premiere am 13.11.2016

In der Choreographie von Thierry Malandain wandelt sich die Geschichte von Aschenputtel zu einem Nachdenken über den Werdegang eines Tanzstars: Der Weg an die Spitze ist mühevoll und voller Zweifel, er führt erst nach Widrigkeiten, Schmerz und Hoffnung zum Erfolg. Tragische, komische und symbolträchtige Stationen bilden diese Vision von "Cendrillon", die, so der Choreograph, „aus Asche und Magie“ entstanden ist. Auf Basis der Dramaturgie von "Cendrillon" und der Partitur Prokofjews entwickelte Malandain eine sehr persönliche Deutung, wobei er sich auf Momente des Stoffes konzentrierte, die ihm besonders am Herzen liegen – etwa das Happy End, an dem der Prinz sein Aschenputtel in die Welt der Liebe entführt.

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Dezember

Die Zirkusprinzessin

Premiere am 09.12.2016

Emmerich Kálmáns Operette aus dem Jahr 1926 hatte die schwere und schließlich geglückte Aufgabe, an den Sensationserfolg von "Gräfin Mariza" anzuknüpfen. Die Regie bei dieser Neuproduktion übernimmt Thomas Enzinger, der zuletzt an der Volksoper eine zeitlos-elegante "Gräfin Mariza" inszeniert hat. In den Hauptrollen sind Astrid Kessler und Carsten Süss zu sehen, die bereits als Mariza und Tassilo begeistert haben.

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Jänner

Der Barbier von Sevilla

Gleich mehrere Preise hätte sich Gioacchino Rossini für seine 1816 uraufgeführte komische Oper verdient. Einen Preis für Schnelligkeit: "... innerhalb von acht Tagen schrieb ich den ersten, in weiteren zwölf Tagen den zweiten Akt" (und die heute so bekannte Ouvertüre hatte der Komponist kurzerhand einer seiner älteren Seria-Opern entlehnt). Einen für Mut: So getraute er sich, dem großen Maestro Païsiello Konkurrenz zu machen, dessen "Barbiere di Siviglia" ein unangefochtener Publikumsfavorit war. Wohl aus diesem Grunde gab Rossini seinem Werk einen neuen Titel, "L'inutile precauzione". "Die Vorsicht" war auf lange Sicht wirklich "unnötig", denn dieses Feuerwerk schwungvoller, witziger und charakteristischer Musiknummern sollte bald als Inbegriff der italienischen Opera buffa gelten. Josef Ernst Köpplingers hochgelobte Regiearbeit aus dem Jahre 2008 wird nun mit dem jungen Ensemblemitglied Ben Connor in der Titelpartie wiederaufgenommen.

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Jänner

Das Wunder der Heliane

Premiere am 28.01.2017

Brendan G. Carroll, der führende Korngold-Forscher unserer Zeit, bezeichnete "Das Wunder der Heliane" als „dessen zweifellos größtes Werk“. Es ist von besonderer Leidenschaft, expressionistischem Farbenzauber und Korngolds typisch wienerisch-lyrischer Melodik geprägt. Zum 120. Geburtstag des Komponisten und 90 Jahre nach der Uraufführung nimmt sich die Volksoper Wien erstmals dieses Meisterwerks an.

Konzertante Aufführung in deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Werkeinführung mit Christoph Wagner-Trenkwitz jeweils eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung (Premiere ausgenommen) im Galerie-Foyer.

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Februar

Volksoper im Kasino:
Limonen aus Sizilien

Premiere am 12.02.2017

Im Rahmen einer neuen Kooperation mit dem Burgtheater bespielt die Volksoper erstmals das Kasino am Schwarzenbergplatz – ein idealer Ort, um zeitgenössisches Musiktheater zu präsentieren. Die Wahl fiel auf ein Werk des deutschen Komponisten Manfred Trojahn aus dem Jahr 2003. Drei Einakter nach Luigi Pirandello und Eduardo De Filippo werden durch das Motiv der Limonen aus Sizilien verbunden, Symbole für die Heimat, für den Ursprung, von dem es kein Entkommen gibt.

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Februar

Wie man Karriere macht, ohne sich anzustrengen

Premiere am 25.02.2017

Sieben Tony Awards und der begehrte Pulitzer-Preis – das war die stolze Ausbeute für das 1961 uraufgeführte „unaussprechliche“ Musical "How to Succeed in Business Without Really Trying". Frank Loesser, dessen "Guys and Dolls" dem Volksopernpublikum in bester Erinnerung ist, schuf eine brillante Parodie auf den amerikanischen Traum. Auf die Wiener Erstaufführung 1965 am Theater an der
Wien (Harald Juhnke war der unaufhaltsame Aufsteiger, Theo Lingen der Firmenboss) folgt über ein halbes Jahrhundert später die erste Volksopernproduktion (mit Mathias Schlung und Robert Meyer), die von dem zuletzt bei "Sweeney Todd" erfolgreichen Team Olefirowicz, Davids, Fischer-Dieskau geleitet wird.

Koproduktion mit der Staatsoper Hannover

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März

La Wally

Premiere am 25.03.2017

1892 an der Mailänder Scala uraufgeführt, blieb Catalanis Oper eine Rarität. Berühmt wurde lediglich Wallys Arie „Ebben! Ne andrò lontana“. Dabei wagt Catalanis Musik einen Brückenschlag zwischen italienischen und deutschen Einflüssen – ein Weg, den der Komponist, der im Jahr nach der Uraufführung 39-jährig verstarb, nicht fortsetzen konnte. Die musikalische Leitung der Neuproduktion an der Volksoper übernimmt Marc Piollet, die Inszenierung liegt in den Händen des international erfolgreichen Regisseurs Aron Stiehl.

In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Werkeinführung mit Helene Sommer jeweils eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung (Premiere ausgenommen) im Galerie-Foyer

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April

Der Feuervogel / Petruschka / Movements to Stravinsky

Premiere am 28.04.2017

Der neue Abend des Wiener Staatsballetts ist drei bedeutenden Bühnenwerken des 20. Jahrhunderts gewidmet. An der Schwelle der Moderne begründeten sie nicht nur den Ruhm der Ballets Russes von Sergej Diaghilew und Igor Strawinski, sondern öffneten das Tor zu einer neuen Ästhetik. Die aus der Kompanie des Wiener Staatsballetts hervorgegangenen Choreographen Andrey Kaydanovskiy ("Der Feuervogel"), Eno Peci ("Petruschka") und András Lukács ("Movements to Stravinsky") stellen sich der Herausforderung, diese Legenden der Ballettkunst neu zu interpretieren.

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Juni

Vivaldi - Die fünfte Jahreszeit

Premiere am 03.06.2017

Nach der Kinderoper "Antonia und der Reißteufel" bringt die Volksoper ein weiteres Werk von Christian Kolonovits und Angelika Messner zur Uraufführung. Eine für die Volksoper neu kreierte Form der BaRock-Oper schafft eine Symbiose von Alt und Neu, von Traditionell und Modern. Christian Kolonovits tritt mit seiner Verbindung von barocken Elementen mit der klaren Kraft von Rockmusik den Beweis an, wie nahe diese beiden Stile beieinander liegen. "Vivaldi oder Die fünfte Jahreszeit" erzählt das aufregende, skandalträchtige und dramatische Leben des „roten Priesters“, Antonio Vivaldi, den Superstar der Barockmusik schlechthin.

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