Repertoire

Sunday
28.10.2012

Salome

Oper

Volksoper Wien

Sunday 28. October 2012
Beginn: 16:30 Uhr

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Duration: 1 Hours 45 Minutes, Intermissions: 0

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The theatre censor forbade Gustav Mahler from including "Salome" in the Hofoper programme. The first Viennese production of the work therefore took place in 1910 at the Volksoper, where the opera now
returns 101 years later. At that time "Salome", which was based on Oscar Wilde’s play, offended
ideas of "morality". Today, the third opera by the Bavarian master composer is regarded as an epochal masterpiece of music theatre.

Werkbeschreibung

Der Einakter über die Prinzessin von Judäa verschaffte Richard Strauss schlagartig Weltgeltung als Opernkomponist. Er selbst nannte sein bahnbrechendes Werk "ein Scherzo mit tödlichem Ausgang". Eine Orientoper, die wirklich "östliches Kolorit und glühende Sonne" aufzuweisen hat, reizte Strauss schon seit längerem. Doch statt sich eines Libretto-Entwurf des Dichters Anton Lindner zu bedienen, komponierte Strauss nach einem Vorstellungsbesuch in Max Reinhardts "Kleinem Theater" in Berlin 1903 Wil des Theaterstück vom Blatt, wobei er selbst die nötigen Einrichtungen und Kürzungen vornahm. Das Drama wurde durch die Raffung, vor allem aber durch die Vertonung noch verschärft: die blutjunge Prinzessin begehrt den eingekerkerten Propheten Jochanaan; als er sich verweigert, ertanzt sich Salome von ihrem Stiefvater Herodes den Kopf Jochanaans und küsst diesen - Herodes lässt das Mädchen umbringen. "Der Wunsch nach schärfster Personencharakteristik" führte Strauss an die Grenzen der traditione llen Harmonik. Er ahnte wohl, dass er konservative Zeitgenossen überfordern würde; als er Proben des neuen Werkes auf dem Klavier vorspielte, rief sein Vater aus: "Gott, diese nervöse Musik! Das ist ja gerade, als wenn einem lauter Maikäfer in der Hose herumkrabbelten!" Cosima Wagner meinte: "Das ist der Wahnsinn!" Auch die Sänger zeigten sich anfangs unfähig oder unwillig, der "Salome" gerecht zu werden. Doch unter der Leitung des Dirigenten Ernst von Schuch errang das Werk bei seiner Urauffüh rung in Dresden am 9. Dezember 1905 einen bedeutenden Publikumserfolg, dem mehrheitlich Zeitungsverrisse gegenüberstanden. Innerhalb von zwei Jahren erschien "Salome" auf fünfzig Bühnen, während sie mancherorts mit Zensurschwierigkeiten zu kämpfen hatte: Kaiser Wilhelms II. Bedenken wurden erst beruhigt, als man ihm versprach, bei der Berliner Premiere würde am Schluss der Stern von Betlehem sichtbar werden; in New York und London war die Oper vorübergehend verboten; an der Wiener Hofoper bemüht e sich Direktor Gustav Mahler vergeblich um die Erlaubnis zur Erstaufführung, die erst 1918 stattfand, sieben Jahre nach der Volksopern-Aufführung. (Im April 1911 gab Richard Strauss übrigens als "Salome"-Dirigent sein Volksoperndebüt.) Spätestens dann hatte sich das Stück als eines der aufregendsten Meisterwerke der Opernliteratur überhaupt durchgesetzt.

Dates

Cast