Spielplan

Freitag
22.04.2016

Der Mann von La Mancha

Musical

Volksoper Wien

Freitag 22. April 2016
Beginn: 19:30 Uhr

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Dauer: 1 Stunden 45 Minuten, Pausen: 0

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Am 22. November 1965 wurde "The Man of La Mancha" am Broadway uraufgeführt. Ein verwirrter, gegen Windmühlen kämpfender spanischer Ritter als Musicalheld? Dieses Wagnis wurde mit einer Rekordserie von über 2.300 Aufführungen belohnt, und bis heute erfreut sich das Werk ungebrochener Beliebtheit. Robert Meyer verkörpert erstmals die Rolle des „Ritters von der traurigen Gestalt“.

Der Einlass bei "Der Mann von La Mancha" findet erst 20 Minuten vor Beginn der Vorstellung statt.

Werkbeschreibung

Der Schriftsteller Cervantes erwartet im Gefängnis seine Vorladung zur Inquisition. Um seinen kostbarsten Besitz, das Manuskript des "Don Quixote", vor der Zerstörung durch seine Mithäftlinge zu retten, spielt er ihnen – und mit ihnen – die Geschichte vor. Ein äußerlich karges, aber von großen Gefühlen und unvergänglichen Songs getragenes Stück Theater über den „unmöglichen Traum“ entsteht vor den Augen und Ohren des Publikums …

Pressestimmen

"Und wiewohl alles rund um die Inszenierung von Olivier Tambosi karg und kahl bleibt (Ausstattung: Friedrich Despalmes), stellt sich Opulenz ein, eine der Emotionen. Es sind eben Komik und Tragik in diesem Musicalklassiker von Mitch Leigh (Musik) und Dale Wasserman (Libretto) im Übermaß vorhanden. Natürlich ist auch der von allen Lasten und Bürden der Vernunft befreite Träumer des unmöglichen Traums, dessen edle Seele die Umgebung veredelt, bei Volksoperndirektor Robert Meyer in versierten Händen. Ob er nun Windmühlen für Riesen hält oder Saufschenken für Schlösser: Meyers Ritter ist das aus dem Lächerlichen erwachsende Ideal eines Edelmanns, der auch im Untergang Würde bewahrt."

(Ljubisa Tosic, Der Standard)


"Meyer spielt und singt mit ehrlicher, flammender Hingabe, ja sogar vokalem Feinsinn – und als Charakterdarsteller weiß auch er, dass die Komik der Figur ganz aus Ernst erwachsen muss. Klug, wie Meyer sich in den berühmten „Unmöglichen Traum“ zuerst noch sprechend hineinschleicht, äußeres Pathos vermeidet, aber sehr wohl innere Ergriffenheit zeigt und erzielt. Man kann also getrost mit Sancho Pansa sagen: Ich mag ihn. Regisseur Olivier Tambosi und Ausstatter Friedrich Despalmes haben recht: Das Stück braucht keine Opulenz, um seinen Zauber zu entfalten: Ihre Beschränkung untermauert sogar die im Stück gefeierte Kraft der Fantasie."

(Walter Weidringer, Die Presse)


"Das Herzstück dieser Inszenierung ist aber das Ensemble. Tambosi hat jedem auf der Bühne eine Aufgabe zugedacht, die mit großer Spielfreude erfüllt wird. Die drei Protagonisten fügen sich ein ins große Ganze, auch Robert Meyer ein Primus inter Pares, das in seiner Gesamtheit überzeugt. Christian Graf ist ein lakonisch gewitzter Wirt; Christian Dolezal ein gefährlich lauernder Duke und ein bürokratisch gerissener Dr. Carrasco, meist steht er als Beobachter am Rande, doch wenn er sich einmischt, ducken sich die Köpfe. Martina Doraks Antonia ist natürlich gesanglich eine Wucht, die sich mit Ballettpositionen entliehenen Gesten als Mimin in die erste Reihe spielen will. Wolfgang Gratschmaier ist eine mit altjungferlich-sittlichem Sexappeal überzeugende Haushälterin, Susanne Litschauer eine resche Maria, Mehrzad Montazeri als Padre so fromm wie notgeil."

(Mottingers Meinung)


"So stimmig, so klug, so hintergründig, so gnadenlos und so berührend kann Musical auch sein. Zumindest dann, wenn man einen Stoff wie „Der Mann von La Mancha“ zur Verfügung hat und diesen Smash-Hit aus der Feder von Mitch Leigh (Musik) und Dale Wasserman (Buch) auch noch entsprechend gut umsetzt. Das Ereignis dieser Produktion aber ist der Hausherr selbst. Vor mehr als 20 Jahren war Robert Meyer am Gürtel der Sancho, jetzt ist er ein brillanter, gesanglich wie darstellerisch intensiver, berührender Don Quixote. An seiner Seite gibt Boris Pfeifer einen quirligen Sancho; Patricia Nessy ersingt und erspielt sich die Aldonza/Dulcinea mehr als beachtlich."

(Peter Jarolin, Kurier)


"Robert Meyer ist das Kraftzentrum, erheitert und rührt und legt eine Sterbeszene hin, die ans Herz greift. Boris Pfeifer ist ein liebenswürdiger Sancho, Patricia Nessy eine widerborstige Aldonza, das große Ensemble hoch motiviert. Minimalismus mit großer Wirkung, der Premierenjubel war verdient."

(Ernst P. Strobel, Salzburger Nachrichten)


"Solo für Hausimpresario Robert Meyer: Bei der Musicalpremiere „Der Mann von La Mancha“ machte der Volksopernchef am Samstagabend als Ritter von der traurigen Gestalt eine äußerst gute Figur. Scheinbar mühelos wandelte Meyer in der Titelrolle auf dem schmalen Grat zwischen Komik und Tragik hin und her und verlieh der minimalistischen Inszenierung von Olivier Tambosi das menschlich-warme Antlitz."

(APA)


"Der große Schauspieler Robert Meyer spricht mit Pathos, ohne aus der Rolle zu fallen. Sancho (Boris Pfeifer) klaubt ihn wieder auf, wenn er den Kampf gegen imaginäre Windmühlen verloren hat, und singt, dass er ihn einfach liebt – ein eingängiger Schlager, der manchmal an Udo Jürgens erinnert."

(Heinz Rögl, Der Falter)


"An der Volksoper leistet der Dirigent Lorenz C. Aichner mit dem gut disponierten Orchester tadellose Arbeit. Der Regisseur Olivier Tambosi und sein Ausstatter Friedrich Despalmes erzählen die Geschichte mit Verve und Sensibilität. Einen großen Titeldarsteller hat man auch: Robert Meyer ist tragischer Held, Pointendompteur und Sänger ohne Furcht und Tadel."

(Heinz Sichrovsky, News)


"Olivier Tambosi zeigt das Theater im Theater des träumenden Visionärs im Gefängnis beim Warten auf das Verhör der spanischen Inquisition auf offener, kalt wirkender Bühne zeitlos, ohne Kulissen, aber mit humorvoller, flüssiger und packender Dynamik und kleineren Choreografien von Stephan Brauer."

(Helmut Christian, Kleine Zeitung)

Termine

April 2017
09.Sonntag 16:30KartenBesetzung
21.Freitag 19:30KartenBesetzung
27.Donnerstag 19:30KartenBesetzung
30.Sonntag 19:00KartenBesetzung
Mai 2017
01.Montag 19:00KartenBesetzung
Juni 2017
15.Donnerstag 19:00KartenBesetzung
17.Samstag 19:30KartenBesetzung
19.Montag 19:30KartenBesetzung
21.Mittwoch 19:30KartenBesetzung
27.Dienstag 19:30KartenBesetzung

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