Spielplan

Freitag
29.04.2011

Das Land des Lächelns

Operette von Franz Lehár

Volksoper Wien

Freitag 29. April 2011
Beginn: 19.30 Uhr

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Spieldauer: 2 Stunden 45 Minuten, Pausen: 1

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Lisa, Tochter aus gutem Wiener Hause, verliebt sich in den chinesischen Prinzen Sou-Chong. Sie begleitet den exotischen Gast in die Heimat und wird seine Frau. Doch die kulturellen Gegensätze erweisen sich schon bald als unüberwindbar und lassen die Liebe zerbrechen. Dem Prinzen bleibt am Ende nur das traurige Fazit: "Immer nur lächeln ..." - auch wenn es im Herzen ganz anders aussieht.

Mit englischen Übertiteln

Werkbeschreibung

Das Land des Lächelns
Der Traum vom Glück bleibt, anders als in Lehárs früheren Operetten, unerfüllt. Die Begeisterung bei der Uraufführung am 10. Oktober 1929 in Berlin kannte trotzdem keine Grenzen: Richard Tauber wiederholte "Dein ist mein ganzes Herz" gleich viermal! 1930 inszenierte Hubert Marischka die Wiener Erstaufführung so üppig, dass der im Theater an der Wien anwesende chinesische Gesandte bemerkte: "So chinesisch sieht es in ganz China nicht aus ...". Eine besondere Ehre für Franz Lehár war die von ihm selbst geleitete Staatsopernaufführung im Jahre 1938. An der Volksoper hielt das Werk am 27. Mai 1956 Einzug. Unter dem Dirigenten Anton Paulik sang Ester Réthy die Lisa, Per Grundén gab den Prinzen. In der Folge sangen u.a. Helge Rosvaenge, Nicolai Gedda und Rudolf Schock in der Inszenierung von Hubert Marischka die Partie des Sou-Chong. Die Einzigartigkeit von Lehárs Musik brachte Paul Knepler treffend auf den Punkt: "Es gibt drei Arten dramatischer Musik: Oper, Operette, Lehár."

Pressestimmen

"Frisch, beherzt und auch mit der nötigen Prise Naivität nimmt sich der junge Sascha Goetzel der so reich schattierten Partitur an und vermag sie am Pult des glänzend disponierten Volksopernorchesters mit Gespür für delikate Klangfarben auszubreiten." (Die Presse)

"Endlich! Wiens Operettenfans dürfen wieder die Herz−Schmerz−Gefühle genießen und heimlich ein paar Tränen zerdrücken: In der Volksoper hatte Franz Lehárs "Land des Lächelns" Premiere. Erneut blühen da Lehárs schmelzende Evergreens auf (...) Viel Jubel für die Premiere (...).
Große Lehár−Operetten heute perfekt auf die Bühne zu bringen ist alles andere als einfach: In der Volksoper fehlt's nicht an üppigem Schauvergnügen und sinnlichen Bildern (Heinz Hauser), üppigem Ballettluxus in der Choreografie Allen Yus, höchst dekorativen Statisterieeinlagen (Kostüme: Elisabeth Binder−Neururer & Susanne Bisovsky). Und auch die Musik Lehárs ist beim solide studierten, intensiven Volksopernorchester unter dem sensiblen Sascha Goetzl ganz ausgezeichnet aufgehoben. er sorgt für ebenso dramatische wie delikate Farben. (...)
Rundum: Debütanten! Thomas Sigwald als sympathischer, ein bisserl konfuser Graf Gustl und Johanna Arrouas als Sou−Chongs quirlige Schwester Mi − ein adrettes Komikerpaar mit Bühnenpräsenz. In Doppelrollen gefallen Heinrich Schweiger als Lisas Vater, der alte Graf Lichtenfels, aber auch als aufsässiger Onkel Tschang und Gerald Picowetz als etwas desolater k. k General und der sehr komische Obereunuch im Palast.
An Beverly Blankenships Inszenierung überzeugt eines besonders: Sie glaubt an die Operette! Genua charakterisiert sie die beiden Welten, Lisas Wien und Sou−Chongs China. Das gelingt ihr perfekt im 1. Akt im impressionistisch farbenprächtigen Parkbühnenbild Heinz hausers. Und auch im 3. Akt spürt man bei der Flucht aus dem Frauenhaus die Brisanz der Atmosphäre. (Neue Kronen Zeitung)

"Prächtig gewandete Höflinge und Tonarmee−Soldaten (Kostüme: Elisabeth Binder−Neururer) zeigen vor der Kulisse einer chinesischen Ideallandschaft augenbetörendes Ballett (Allen Yu).
Der Pomp triumphiert in Lehárs tragischer Operette “Land des Lächelns" an der Volksoper. Regisseurin Beverly Blankenship aber bricht diese große Geste, die mit viel Theaternebel teils wie eine Traumerzählung wirkt, durch die Karikatur von Graf Gustl (Thomas Sigwald), Graf Lichtenfels (Heinrich Schweiger) und General (Gerald Pichowetz). “Wiener Madeln" verspotten immer wieder die unglücklich verheiratete Lisa.
Sängerisch und darstellerisch beeindrucken der Tenor Ki Chun Park als Prinz Sou−Chong und Soubrette Johanna Arrouas als Prinzessin Mi. Bestens disponiert das Volksopernorchester. (Kleine Zeitung)

"Direktor Robert Meyer und sein Team an der Volksoper das Ruder übernommen haben, geht es am Gürtel fast stetig bergauf. Und das sogar in einem Genre, welches in den vergangenen Jahren an der Volksoper in fast trauriger Regelmäßigkeit zum Scheitern verurteilt war, also im Bereich der so genannten "leichten Muse".
Denn bei der Neuproduktion von Franz Lehárs “Das Land des Lächelns” stimmt sehr vieles. Das beginnt bei der Inszenierung von Beverly Blankenship, die Lehárs bittersüße Liebesgeschichte zwischen der Wienerin Lisa und dem chinesischen Prinzen Sou−Chong ernst nimmt und dafür auch atmosphärisch dichte Bilder findet.
Blankenship braucht wenig Requisiten, vertraut auf das extrem geschmackvolle Bühnenbild von Heinz Hauser und die passenden, teils prächtigen, aber nie kitschigen Kostüme von Elisabeth Binder−Neururer. Ein impressionistisch leuchtendes Wien und ein anfangs helles, dann immer bedrohlicher und düsterer werdendes China – das genügt, um die Seelenzustände der Protagonisten auszuloten.
Vom Drachentanz (gut auch die Choreografie von Allen Yu) über aufmarschierende Terrakotta−Krieger bis zu bunten Pagoden und Buddha−Statuen; Blankenships sehr filmische Umsetzung funktioniert.
Doch nicht nur die szenische Seite (diese Produktion kann so Jahre im Repertoire bleiben) überzeugt. Auch in Sachen Orchester hat die Volksoper hier einen Quantensprung geschafft.
Das liegt an Dirigent Sascha Goetzel, der sehr gut geprobt hat und aus den ambitionierten Musikern das Beste herausholt. Goetzel bringt Lehárs Kosmos herrlich zum Klingen, betont auch die an Puccini gemahnende opernhafte Seite der Partitur und zeigt, wie "modern" Lehár in den 20−er Jahren des vorigen Jahrhunderts war.
Selten hat Lehár so aufregend geklungen; selten war auch das Orchester so gut. Kompliment.
Thomas Sigwald in der Rolle des Graf Gustav von Pottenstein (...) singt und spielt ausgezeichnet, zeichnet zudem eine glaubwürdige Figur. Wie auch Johanna Arrouas als Sou−Chongs quirlige Schwester Mi kaum Wünsche offen lässt; sie ist in jeder Phase sehr sympathisch.
Die Sprechrollen sind mit Gerald Pichowetz (General und Obereunuch), den fünf, schön auf Tussis getrimmten jungen Mädeln und Heinrich Schweiger adäquat besetzt. Dass Schweiger (er gibt auch den Lichtenfels) in seiner Funktion als Sou−Chongs Oheim wie eine Mischung aus Konfuzius und Gandalf ("Herr der Ringe") wirkt, ist spaßig." (Die Presse)

"[Der Erfolg] ruhte auf der fulminanten Leistung von Dirigent Sascha Goetzel, der Lehárs klangfarbenprächtige Partitur genau las und für feine Zwischentöne sorgte. Gerade die Ouvertüre und die Ballettszenen wurden so mit dem ideal disponierten Volksopernorchester zu zentralen Elementen der Aufführung, die vor allem Lisa in den Mittelpunkt stellte. Beverly Blankenship zeichnet die Geschichte einer willensstarken Frau, die wegen ihrer unstillbaren Lust am Exotischen alles aufgibt und dabei zu scheitern droht. Das Psychogramm einer Suchenden, die ihr Zuhause und die wahre Liebe erst durch die BeinaheKatastrophe erkennt. Spannend (...) der Schluss des zweiten Aktes, wo echte Gefühle und packendes Spiel die Trennung besiegelten.
Gelungen das Bühnenbild und seine effektvolle Beleuchtung (Heinz Hauser).
Das Ballett bekam eine zentrale Rolle, die es unter der asiatisch inspirierten Choreographie von Allen Yu bestens erfüllte. (...) Ki−Chun Park trumpfte mit brillanten Spitzentönen auf, für einen rollendeckenden Sou−Chong fehlt ihm die warme Mittellage. Ursula Pfitzner ging ihre Lisa vorsichtig an, steigerte sich dann zu dramatischer Dichte. Thomas Sigwald ist ein trefflicher Gustl, Johanna Arrouas eine liebenswerte Mi." (Oberösterreichische Nachrichten)

"Beverly Blankenship fand für Léhars "Land des Lächelns" an der Wiener Volksoper einen zwar sanften, aber doch intelligenten Weg aus der Märchenwelt hinaus. Indem sie die Ehe mit dem chinesischen Prinzen Sou−Chong zu einem Traum der Wiener Society−Lady Lisa erklärt, entgeht sie nicht nur jeglichem Realismus, der die Geschichte albern macht, sondern kann per Phantasie sowohl die Ästhetik wie die Aussage der Geschichte bestimmen.Wenn Lisa sich aus ihrem Wiener Ambiente ins Reich der Mitte träumt, begegnet sie allen Klischees, die diese Vorstellungswelt prägen − im Hintergrund die berühmten Landschaftsmalereien, im Vordergrund der chinesische Neujahrsdrache und (besonders gelungen) die Steinerne Armee des Ersten Kaisers. Dass diese Chinoiserie nicht ausschließlich pittoresk wird, sondern den Kulturschock bitter klar macht, ist die Stärke des Abends, den Sascha Goetzel delikat dirigierte. Auch Ki−Chun Park und Ursula Pfitzner gefielen." (Vorarlberger Nachrichten)

"(...) bald nach dem Auftreten von Sou−Chong wird klar, wo die Inszenierung hin will, und wenn die Idee des “Traumes” auch nicht neu ist (...), so funktioniert sie in diesem Fall exzellent. Wer gerne die wunderbaren chinesischen Filme sieht, den wird es nicht verwundern, dass sich eine Dame in Blau plötzlich in die Lüfte schwingt, Rauch schwebt über die Bühne und über eine rote Brücke schreitet Lisa nach “China”. Und da zeigt die Ausstattung, was sie kann, denn es ist zwar ein Klischee−China, aber keine übliche Operettenwelt.
Der szenisch überzeugende Abend klingt unter der Leitung von Sascha Goetzel auch sehr gut, nämlich weniger dick−schmalzig als sonst, sondern über weite Strecken durchaus delikat." (Der Neue Merker)


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Jänner 2011
04. Dienstag 18:30 Karten Besetzung
April 2011
02. Samstag 19:30 Karten Besetzung
06. Mittwoch 19:30 Karten Besetzung
09. Samstag 19:30 Karten Besetzung
11. Montag 19:30 Karten Besetzung
16. Samstag 20:00 Karten Besetzung
26. Dienstag 19:00 Karten Besetzung
29. Freitag 19:30 Karten Besetzung

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