Spielplan

Sonntag
23.09.2012

Ein Walzertraum

Operette

Volksoper Wien

Sonntag 23. September 2012
Beginn: 19:00 Uhr

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Dauer: 2 Stunden 30 Minuten, Pausen: 1

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Oscar Straus' Operette "Ein Walzertraum" wurde 1907 im Wiener Carltheater uraufgeführt und war bereits im Mai/Juni 1909 im Rahmen eines Gastspiels des Carltheaters in der Volksoper zu sehen. In diesem Zeitraum fand an unserem Hause die 500. Aufführung unter der Leitung des Komponisten statt. Mit dem verträumten Sujet vom alten Wien sprach Oscar Straus in der niedergehenden Monarchie seinem Publikum aus dem walzerseligen Herzen und sicherte seiner Operette einen bleibenden Platz im Repertoire. Bei der nunmehr siebenten Neuinszenierung an der Volksoper führt Robert Meyer Regie, Bühnenbild und Kostüme entwirft Christof Cremer.

Mit englischen Übertiteln

Werkbeschreibung

"Ein Walzertraum" erzählt eine Liebesgeschichte, wie sie noch heute in den Boulevardblättern über die europäischen Adelshäuser begeistern würde: Helene, Prinzessin des deutschen Fürstentums Flausenthurn, angelt sich in Wien den feschen Leutnant Niki. Der lässt sich die Avancen der schönen Adeligen gern gefallen. Doch dann bringt sie ihn so schnell unter die Haube, dass dem frischgebackenen Prinzgemahl angst und bang wird. Seine neue Rolle will er partout nicht spielen, und so mischt er sich noch am Abend seines eigenen Hochzeitstags heimlich unters Flausenthurn'sche Volk. Auf dem Volksfest trifft er die resche Kapellmeisterin einer Wiener Damenkapelle, Franzi Steingruber, die ihm die Verkörperung all seiner verloren geglaubten Träume zu sein scheint. Aber so schnell gibt sich die Ehefrau nicht geschlagen und versucht, ihren Niki zurückzuerobern.

Pressestimmen

Mit einer leichten Operette in souverän klassischer Inszenierung startete am Samstagabend die Wiener Volksoper in die neue Saison: Es ist bereits die siebente Neuinszenierung von Oscar Straus’ „Ein Walzertraum“ an der Volksoper, heuer unter der Regie von Direktor Robert Meyer. Die Geschichte der Kulturunterschiede zwischen Deutschland und Österreich, verpackt in eine charmante Dreiecksbeziehung, fand auch diesmal wieder Anklang: Vor imperialer Jugendstilkulisse gab es langen Schlussapplaus für das Ensemble, allen voran für die konkurrierenden Damen des Abend: Caroline Melzer als Prinzessin Helene und Anita Götz als Kapellmeisterin Franzi Steingruber.“ (APA)


„Eine etwas neue Textgestalt erhält Oscar Straus’ erfolgreichste Operette „Ein Walzertraum“ in der Neuinszenierung an der Volksoper, der sich Hausherr Robert Meyer persönlich angenommen hat. Herausgekommen sind Klamauk und Wortspiel auf hohem Niveau und ein flottes Spiel mit einer Prise Sentimentalität in der prächtigen Jugendstilausstattung von Christof Cremer.“ (Kleine Zeitung)


„Das ist Operette, wie das Volksopernpublikum sie liebt! Mit Jubel wurde die Premiere von Oscar Straus’ „Ein Walzertraum“ gefeiert, einem Werk, das am Währinger Gürtel seit der Erstaufführung 1909 hunderte Male, von unzähligen Stars und in etlichen Inszenierungen gespielt wurde. Robert Meyer führte nun selbst Regie.

Es ist gottlob kein „Walzertraum“ als Ausgeburt deutschen Regietheaters – zwischen Fabrikshalle, Autofriedhof und Schnellwäscherei! Meyer glaubt an die Operette und ihren wienerischen Zauber und beließ den „Walzertraum“ in der Entstehungszeit (um 1907). Auch Christof Cremer hält sich daran: Er entwarf eine Ausstattung, die der (Original−)Atmosphäre bis ins Detail huldigt. Das Fürstenschloss von Flausenthurn wie der Volksfestplatz mit schönen Lauben, von sattem Grün und Gold dominiert, haben Atmosphäre, die Uniformen und Damenkostüme wirken gediegen, obwohl die Flausenthurner „Provinzmode“ vorzeigen. In diesem Rahmen steuert Meyer die Figuren penibel durch den Strudel der Handlung, in der die Verheiratung der Prinzessin Helene mit dem Wiener Leutnant Niki von Verdächtigungen, Bespitzelungen, Intrigen, Liebeleien umrankt wird. Auffällig, dass Meyer dabei die Buffoszenen, etwa mit dem Grafen Lothar, der Niki so gerne ausbooten und Helene selbst heiraten möchte, eher dezent in den Hintergrund rückt. […] Ausgezeichnet Antia Götz als Franzi Steingruber, Kapellmeisterin der Damenkapelle: ein verliebt flatterndes Geschöpf, eine hübsche Soubrette mit Temperament. Solide Andreas Daum als Fürst, Markus Meyer als Lothar, Alexandra Kloose als Kammerfrau Insterburg. Und Michael Havlicek als Leutnant Montschi, der am Hof unter dem Verdacht steht, mit Niki ein „Pantscherl“ zu haben – ein lustiger Einfall!“ (Kronen Zeitung)


„Die Ohrwürmer von Oscar Straus aus dem Jahr 1907 greifen nach wie vor, die Sänger von Caroline Melzer (Helene) bis zum Volksopern−Debütanten Thomas Paul (Niki) haben alle Niveau, die Ausstattung von Christof Cremer ist […] elegant und geschmackvoll. […] Wer jedenfalls Operette ohne Schutt und Systemzertrümmerung erleben will, der kam schon am Premierenabend ganz auf seine Rechnung. Die Eleganz der Kostüme ist evident, die Jugendstil−Atmosphäre perfekt.“ (Der neue Merker)


„Die Ohrenweide des Abends […] Anita Götz, Sopranistin aus Wien, versprühte als Musikantin Franzi Steingruber eine Extraportion herzerfrischenden Operettencharme.“ (Wiener Zeitung)

Termine

Besetzung